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Toyota in Bahrain allein: Wird der Erfolgsballast gekippt?

Die beiden Toyota TS050 Hybrid kämpfen in Bahrain um den WM-Titel - Sonst fährt kein LMP1 mit - Sollte der Erfolgsballast deshalb abgeschafft werden?

(Motorsport-Total.com) - Die Lage ist einfach: Wer auch immer die 8 Stunden von Bahrain gewinnt, ist Weltmeister. Sollte man da für gleiche Verhältnisse sorgen und den Erfolgsballast abschaffen? Erstaunlicherweise sagen Toyota-Fahrer auch aus dem Lager, das profitieren würde, gegenüber 'Motorsport-Total.com': Nein.

Brendon Hartley, Jose-Maria Lopez, Kamui Kobayashi, Kazuki Nakajima, Mike Conway, Sebastien Buemi

Mit oder ohne Ballast? Die Frage ist vor dem WEC-Finale noch offen Zoom

Die beiden Toyota-Paarungen Sebastien Buemi/Kazuki Nakajima/Brendon Hartley (#8) und Mike Conway/Kamui Kobayashi/Jose-Maria Lopez (#7) machen den Titel beim Finale in Sachir unter sich aus. Dabei gibt es keine weitere LMP1-Konkurrenz, weil Rebellion Racing sein Motorsport-Engagement nach den 24 Stunden von Le Mans beendet hat.

Somit wäre es theoretisch möglich, im Sinne der WM-Entscheidung in Bahrain auf den Erfolgsballast zu verzichten und ein "echtes" Rennen zu kreieren. Denn mit Ballast wäre die #8 vom reinen Speed her chancenlos, nachdem sie in Le Mans die WM-Führung übernommen hat. Das würde viel Spannung aus dem Titelkampf nehmen.


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In einer Zeit vor Corona war einmal geplant, dass das Saisonfinale in Le Mans ohne Erfolgsballast ausgetragen wird. Daran wurde auch festgehalten, nur war Le Mans aufgrund der COVID-19-Pandemie nicht mehr das Saisonfinale 2019/20. Dieses wurde aufgrund der Sebring-Absage nach Bahrain verlegt.

Nakajima: Verzicht wäre "unfair"

Doch bei Toyota ist man eher pro Erfolgsballast. Ein Sprecher erklärt, dass man davon ausgehe, dass das System in Bahrain zur Anwendung kommen werde. Das würde bedeuten, dass die #8 einen Nachteil von 0,47 Sekunden pro Runde hätte - aus eigener Kraft wäre das kaum aufzuholen. Die Spannung bestünde dann darin, ob die #7 ohne Probleme durchkommt.

Selbst Kamui Kobayashi, lange Zeit ein harter Gegner des Systems, wünscht sich, dass es in Bahrain zum Einsatz kommt. Schließlich wäre er Profiteur: "Noch haben sie es nicht entschieden. Ich hoffe, dass sie am Handicap festhalten."

"Jetzt im letzten Rennen auf eine normale EoT zurückzugehen, nur weil Rebellion fehlt, würde keinen Sinn machen. Schließlich haben sie uns das ganze Jahr über eingebremst. Regeln sind Regeln und sollten nicht mitten in der Saison geändert werden."

"Natürlich wäre es spannender, aber es wäre auch unfair." Kazuki Nakajima

Und auch Kazuki Nakajima aus der #8 fände es nicht richtig, den Ballast jetzt abzuschaffen, obwohl er selbst davon profitieren würde: "Natürlich wäre es [ohne Handicaps] spannender, aber es wäre auch unfair, weil die Regeln bereits seit Beginn der Saison gelten."

"Natürlich würde es mich für uns freuen [wenn der Ballast abgeschafft wird], aber wenn ich im anderen Auto sitzen würde, fände ich es unfair. Ich kann mit allem leben, was sie entscheiden." Nakajima ist amtierender Meister der Saison 2018/19 und erster offizieller FIA-Weltmeister Japans.

Entscheidung durch 1,5-fache Punkten offen

Er weiß aber, dass es mit Ballast schwer werden würde: "So, wie das Handicapsystem funktioniert, ist es sehr schwer, es auszuhebeln. Uns würde es einfach an Leistung fehlen. Wir haben uns immer schwergetan, wenn wir mehr Handicap hatten. Ich wäre nicht enttäuscht, wenn wir hinter der #7 landen würden."


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Der Toyota #7 war eigentlich drauf und dran, bei den 24 Stunden von Le Mans eine Vorentscheidung in der WM-Wertung herbeizuführen. Doch das Problem mit dem Auspuff kostete nicht nur den Le-Mans-Sieg, sondern auch die Tabellenführung. Aktuell liegt das Trio sieben Punkte zurück.

Da die 8 Stunden von Bahrain über eine längere Distanz gehen als die standardmäßigen 6-Stunden-Rennen, werden beim Finale 1,5-fache Punkte vergeben. Dadurch bekommt der Sieger elf Punkte mehr als der Zweitplatzierte.

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