powered by Motorsport.com
  • 16.09.2016 · 12:14

Porsche in Austin: Spagat beim Setup entscheidend

Im Porsche-Lager ist man mit dem Trainingsauftakt in Austin zufrieden - Kopfzerbrechen bereitet die Abstimmung und der optimale Umgang mit den Reifen

(Motorsport-Total.com) - Porsche absolvierte mit den beiden Le-Mans-Prototypen einen reibungslosen ersten Trainingstag zum sechsten von neun Läufen der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Bei Lufttemperaturen bis zu 35 Grad Celsius legten die beiden Porsche 919 Hybrid insgesamt 158 Runden auf dem 5,513 Kilometer langen Circuit of The Americas (COTA) im texanischen Austin zurück.

Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley

Porsche war am ersten Trainingstag in Austin nicht ganz vorne zu finden Zoom

Im ersten der beiden 90-minütigen Trainings belegten die WM-Führenden, Romain Dumas, Neel Jani und Marc Lieb, Platz zwei. Die amtierenden Weltmeister, Timo Bernhard, Brendon Hartley und Mark Webber, kamen auf Position vier. Das zweite Training fand bei Dunkelheit statt. Bernhard/Hartley/Webber wurden Dritte, das Schwesterauto mit Dumas/Jani/Lieb belegte Platz vier.

Teamchef Andreas Seidl erklärt: "Das war ein solider Auftakt für uns. Beide 919 liefen trotz der heißen Bedingungen problemlos, sodass wir unser Programm planmäßig absolvieren konnten. Im Fokus standen neben verschiedenen Kühlungsoptionen vor allem Reifentests. Alle Fahrer haben ihre fünf Pflichtrunden in der Dunkelheit absolviert. Die Konkurrenz sieht hier sehr stark aus. Wir analysieren jetzt gründlich unsere Daten und wollen morgen noch einen Schritt nach vorn machen."

Porsche-Stimmen vom ersten Trainingstag:
Timo Bernhard: "Vor allem in der ersten Session war es wirklich sehr heiß, das dürfte beim Start um 17:00 Uhr am Samstag ähnlich sein. Bei der Rennabstimmung muss uns ein Spagat gelingen, denn der größere Teil des Rennens findet nach Sonnenuntergang bei kühleren Temperaturen statt."

Brendon Hartley: "Ich finde es super, wieder auf dem CoTA zu fahren und in Austin zu sein. Unser Auto hat von Anfang an sehr gut funktioniert. Wir haben den ersten Trainingstag genutzt, um eine langes Testprogramm durchzuarbeiten."

Mark Webber: "Nach unserem Erlebnis in der Höhenluft von Mexiko ist es schön, das Auto wieder unter normalen Bedingungen mit deutlich mehr Grip zu fahren. Die Fahrtrichtung entgegen dem Uhrzeigersinn erfordert ein bisschen Gewöhnung, weil wir im 919 Hybrid auf der linken Seite sitzen und es deshalb schwierig ist, die Scheitelpunkte in den Kurven elf und 15 zu sehen. Aber das hat man schnell drauf."


WEC in Austin: Vorschau auf den Ritt in Texas

Die Langstrecken-WM WEC hält im September auf dem Circuit of The Americas in Austin, Texas, um ein 6-Stunden-Rennen zu fahren Weitere Langstrecke-Videos

Romain Dumas: "Der CoTA ist eine schöne und interessante Strecke mit viel Grip. Hier hat man alles - schnelle Kurven, langsame Kurven, überhöhte und abfallende. Ich denke, in den schnellen Passagen zwischen den Kurven zwei und neun wird der 919 richtig gut sein."

Neel Jani: "Die Basis unseres Autos ist auf jeden Fall gut, jetzt geht es darum, was wir hier im Detail daraus machen. Wenn es so heiß bleibt, wird das Rennen eine Schlacht für Mensch und Material."

Marc Lieb: "Am ersten Tag ist das Auto natürlich noch nicht perfekt auf die Strecke abgestimmt, aber das bekommen wir auf jeden Fall hin. So schnelle Kurven wie in Sektor eins machen mir am meisten Spaß. Das ist flüssig und schnell im sechsten Gang bei weit über 200 km/h - solche Passagen würde ich mir häufiger wünschen."