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Platz drei: Warum Porsche so glücklich ist

Porsche hat im ersten WEC-Lauf mit dem neuen 919 Hybrid einen Podestplatz eingefahren: Die wichtigen Signale aus dem Silverstone-Rennen

(Motorsport-Total.com) - Der WEC-Saisonauftakt am vergangenen Wochenende in Silverstone hat gleich mehrere Sieger hervorgebracht. Bei Toyota jubelte man über den Doppelerfolg, bei G-Drive (LMP2), Manthey-Porsche (GTE-Pro) und Young-Driver-AMR (GTE-Am) über Klassensiege. Abseits davon gab es auch im Lager der neuen LMP1-Mannschaft von Porsche viele grinsende Gesichter. Man freute sich über Platz drei und die Erkenntnis, dass der 919 Hybrid im Wettkampf gegen Audi und Toyota gut mithalten kann.

Timo Bernhard, Mark Webber, Brendon Hartley

Timo Bernhard, Mark Webber und Brendon Hartley können zufrieden sein Zoom

Im Qualifying waren die beiden LMP1-Autos aus Weissach auf dem Niveau der Konkurrenten. Allerdings war schon nach den Trainings am Freitag klar gewesen, dass man das Tempo der erfahrenen Gegner über die Distanz nicht ganz wird mitgehen können. Und so kam es am Renntag. Während sich Audi und Toyota an der Front munter duellierten, verloren die beiden 919 nach einigen Runden den Anschluss. Der Grund dafür lag in der Reifennutzung.

An den Autos von Toyota und Audi brachen die Michelin-Pneus längst nicht so schnell ein wie am 919er. Das war allerdings allen Beteiligten vorher klar. Porsche hat im Gegensatz zu den Mitbewerbern kein "Sprintauto" für die WEC-Rennen abseits von Le Mans. Die Zuffenhausener werden im Debütjahr alle Läufe mehr oder weniger in einer Konfiguration mit relativ geringem Abtrieb bestreiten. Man hat ganz bewusst den Fokus auf Le Mans gelegt und nimmt dabei in Kauf, dass die Reifen aufgrund des geringeren Anpressdrucks schneller leiden.

Mit einem Le-Mans-Auto auf Sprintstrecken gut unterwegs

Und eben weil man mit dieser Le-Mans-Spezifikation auf einer Strecke wie Silverstone so dermaßen konkurrenzfähig war, ist die Stimmung im Porsche-Lager so gut. Beim kommenden Rennen in Spa-Francorchamps und vor allem in Le Mans wird man voraussichtlich kaum weiter weg sein von den Gegnern. "Deshalb haben alle beste Laune", so Teamchef Andreas Seidl nach dem Podestplatz. "Es war als Signal einfach unheimlich wichtig. Nach dermaßen harter Arbeit in den vergangenen Monaten ist nun klar, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das tat allen unheimlich gut."


Fotos: WEC in Silverstone


Das Trio Webber/Hartley/Bernhard brachte den erlösenden Podesterfolg ins Ziel, das Schwesterauto schied allerdings vorzeitig aus. Ein Fingerzeig, dass eben noch nicht alles gut ist. "Daran sehen wir, dass es noch einige Arbeit gibt", so Seidl. Der Wagen mit der Startnummer 14 (Jani/Dumas/Lieb) hatte nach einem Boxenstopp ein Rad verloren. Eine ähnliche Szene hatte sich bereits beim WEC-Test in Le Castellet abgespielt. "Passiert komischerweise immer mir", zuckt Neel Jani mit den Schultern.

Mark Webber

Mark Webber und die Kommunikation mit den Ingenieuren: Es funkt! Zoom

"Es war ein anderes Problem als jenes beim Test in Le Castellet", stellt Porsche-LMP1-Leiter Fritz Enzinger klar. "Wir müssen uns das in Ruhe ganz genau anschauen. Ob das etwas mit der Montage zu hatte, wissen wir nicht. Die Teile werden in Weissach genau untersucht." Der Radverlust hatte einige Schäden an der Fahrzeugfront zur Folge. Die Schäden konnte man innerhalb von 26 Minuten beheben, aber wenig später musste Jani das Auto mit einem Defekt am Antrieb abstellen.

Team funktioniert, Fahrer sind schnell und zuverlässig und Auto hat Potenzial - das ist also die Bilanz von Porsche nach dem ersten LMP1-Einsatz in der WEC. In gut einer Woche geht es bereits in den zweiten Saisonlauf in Belgien, anschließend folgen ein 30-Stunden-Privattest in Spanien, der Le-Mans-Testtag und schließlich der Höhepunkt: 24 Stunden von Le Mans. "Eigentlich hätte ich dort gern drei Autos", sagt Enzinger. "Wir müssen natürlich jetzt erst einmal die ersten Schritte machen. Mit drei Autos, das wäre aber sehr gut. Dafür müssen die Teamstrukturen aber entsprechend stehen."

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