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Montagny: Warum es 2011 nicht ganz rund lief

Peugeot-Werkspilot Franck Montagny erklärt die teaminternen Niederlagen gegen Sebastien Bourdais und Co.: Neue Techniker, zu hohes Körpergewicht

(Motorsport-Total.com) - Im Peugeot-Lager hat es 2011 Veränderungen gegeben. Stephane Sarrazin und Franck Montagny mussten sich im Verlauf der ILMC-Saison mehrfach Sebastien Bourdais und dessen Partnern Anthony Davidson oder Simon Pagenaud geschlagen geben. Die Vollgastiere der Vorjahre waren nicht einmal mehr im Qualifying das Maß der Dinge. Montagny hat für diesen Umstand jedoch Erklärungen parat.

Franck Montagny will 2012 mit Peugeot um den Titel in der WEC fahren

"Nach dem Le-Mans-Rennen wurde die gesamte Technikmannschaft an unserem Auto ausgetauscht", sagt der Franzose gegenüber 'lemans.org'. Man habe zunächst mühevoll einen guten Draht zu den Renningenieuren aufbauen müssen, die Setuparbeit lief daher zunächst nicht ganz so rund wie in den Jahren zuvor. Die große Ausnahme war das Petit Le Mans, wo Sarrazin und Montagny glänzen konnten.

"Auf der Road Antlata hatten wir in der Woche vor dem Rennen einen Test. Das genügte, um unseren Nachteil bezüglich der Setuparbeit wieder wettzumachen", sagt der ehemalige Formel-1-Pilot. "Wir sind jetzt wirklich auf einem guten Weg. Kürzlich haben sich Stephane und ich geschlagene sieben Stunden mit unseren Jungs zusammengesetzt. Das wird ab sofort wieder deutlich besser laufen."

¿pbvin|64|4255||0|1pb¿Nicht nur die Umgewöhnung im Technikerstab führt Montagny als Grund für ein mäßiges Abschneiden im teaminternen Vergleich an. "Wir haben ganz klar einen Gewichtsnachteil", so der 1,85 Meter große und 77 Kilogramm schwere Pilot. "Man muss sich nur mal anschauen, dass ein Anthony Davidson 20 Kilogramm leichter ist. Ich will seine tollen Leistungen nicht schmälern, aber man kann das auch nicht wegdiskutieren."

"Pro Runde macht so etwas vier Zehntelsekunden aus. Gerechnet auf eine Renndistanz in Le Mans summiert sich das zu einem Unterschied von einer kompetten Runde auf", so Montagny. "Bei uns wird das Fahrzeuggewicht ohne Pilot gemessen und als Grundlage genommen. Im Gegensatz zur Formel 1, wo das Gewicht des Fahrers mit einbezogen wird. Das sollte man bei uns auch machen. Das wäre einfach nur fair."