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Ginetta will mit seinem LMP1 zurück in die WEC, diese aber Geld

Ginetta stünde bereit, mindestens einen LMP1-Boliden bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps einzusetzen - Dreitägig Testfahrten in Aragon geplant

(Motorsport-Total.com) - Seit den 24 Stunden von Le Mans 2018 hat man sie nicht mehr gesehen: Die Ginetta G60 LT-P1 stehen seit beinahe zehn Monaten in den werkseigenen Hallen herum. In Silverstone noch wegen eines Motorwechsels von Mecachrome zu AER abwesend, fehlten die Boliden bei den drei Überseerennen vollends. Dadurch hat sich mittlerweile eine satte Vertragsstrafe angesammelt.

Leo Roussel

Das Ginetta-LMP1-Projekt lebt: Tomlinson will aber die Vertragsstrafe nicht zahlen Zoom

Ginetta-Chef Lawrence Tomlinson beziffert diese im Podcast 'Inside the Sports Car Paddock' auf 130- bis 140.000 Euro. Diese Strafe wurde ursprünglich gegen den Manor-Rennstall TRSM verhängt, der für die WEC-"Supersaison" 2018/19 zwei Ginetta-LMP1 gemeldet hatte. Nachdem der chinesische Energieriese CEFC infolge eines Korruptionsskandals kein Geld überwies, übernahm Ginetta den Einsatz bei den 24 Stunden von Le Mans in Eigenregie.

Tomlinson untermauert, dass alles für einen Start in Spa-Francorchamps bereit wäre: "Wir würden sie auf jeden Fall gerne in Spa einsetzen und haben auch eine Fahrerpaarung aufgestellt. Ginetta ist bereit, das normale Nenngeld für den Einsatz der Fahrzeuge zu zahlen. Und AER ist bereit, uns mit Motoren zu unterstützen."

"Wir sind nicht gewillt, 130- bis 140.000 Euro Strafe zu zahlen, weil jemand anderes nicht zu den Rennen erschienen ist." Lawrence Tomlinson

"Aber wir sind nicht gewillt, 130- bis 140.000 Euro Strafe zu zahlen, weil jemand anderes nicht zu den Rennen erschienen ist", stellt er klar. "Falls die WEC ihre Meinung ändern sollte: Die Fahrzeuge stehen bereit und wir würden uns freuen, sie einzusetzen."

Um seine Ambitionen zu untermauern, kündigt der britische Geschäftsmann, dessen Vermögen auf 550 Millionen Pfund geschätzt wird, einen ausgedehnten Test im Motorland Aragon an. "Wir werden den Ginetta-AER drei Tage lang testen. Es geht um ein paar einfache Set-up-Arbeiten. Das Auto war in Le Mans von den Motorproblemen abgesehen absolut standfest. Ohne diese hätten wir die Zielflagge gesehen."

Dabei rührt er auch noch einmal die Werbetrommel: "Das Auto ist gut und die AER-Motoren sind zuverlässig. Das ist ein starkes Paket. Alles, was es braucht, ist ein Team, das finanziell gut aufgestellt ist, um die Fahrzeuge einzusetzen. Wir können sicher einen guten Deal einfädeln, die Autos in der WEC-Saison 2019/20 an den Start zu bringen."

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