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Acht km/h zu wenig: Ferrari-Piloten hadern mit Topspeed-Nachteil

Der Ferrari 488 GTE ist im WEC-Trimm weiterhin auf der Geraden zu langsam - Fahrer verzweifelt: Reiben uns in den Kurven auf

(Motorsport-Total.com) - Die ganze Saison über klagen bereits die Ferrari-Piloten in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) über einen Topspeed-Nachteil. Bei den 1.000 Meilen von Sebring belief sich der Rückstand auf ganze 8,4 km/h auf den BMW M8 GTE, der diese Liste dort anführte. Und das auf einer Strecke, die nicht unbedingt für lange Geraden bekannt ist.

Davide Rigon, Sam Bird, Miguel Molina

Der Ferrari 488 GTE geht derzeit nur in den Kurven gut Zoom

An den Resultaten merkt man es jedenfalls nicht: Die AF-Corse-Piloten James Calado und Alessandro Pier Guidi liegen auf Platz drei im Gesamtklassement, bei den Herstellern liegt Ferrari auf Rang zwei, 100 Punkte hinter den überlegen führenden Porsche. Doch wie so oft offenbaren reine Zahlen nur die halbe Wahrheit: Das Bild ist durch den Sieg von Calado und Pier Guidi in Silverstone verzerrt. Sam Bird und Davide Rigon liegen nur auf Rang neun.

"Wir reiben uns in den Kurven förmlich auf", sagt Rigon gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Wir kratzen da wirklich das allerletzte Bisschen heraus. Das Auto ist in den Kurven gut ausbalanciert. Aber uns ärgert das trotzdem, denn wir verlieren im Verkehr an Boden. Das ist der kritische Punkt. "

"Wenn wir uns neben langsameren Fahrzeugen befinden, verlieren wir auf der Geraden an Boden und müssen größere Risiken eingehen, sie zu überholen. Und unser Auto ist aerodynamisch sehr empfindlich. Jede Berührung kostet uns Abtrieb. Ein bisschen mehr Leistung würde uns schon helfen."


WEC Sebring 2019: 1.000 Meilen in 53 Minuten

Die offizielle Zusammenfassung der 1.000 Meilen von Sebring, dem sechsten Lauf zur Langstreken-Weltmeisterschaft (WEC) 2018/19

Die gute Nachricht: Mit der jetzigen Balance of Performance (BoP) muss Ferrari nur noch ein Rennen bestreiten. Die schlechte: Das findet auf dem Highspeedkurs von Spa-Francorchamps statt. Für die 24 Stunden von Le Mans gibt es dann eine eigene BoP. "Die BoP kommt uns in Spa nicht entgegen", so der 32-Jährige. "Wir müssen vor allem im Qualifying superschnell sein. Unser Ziel sind die Top 3. Ein Sieg wird schwer, da fehlt uns einfach Speed."

Nach dem wenig erbaulichen sechsten Platz bei den 24 Stunden von Le Mans 2018 rechnet Rigon, dann von Bird und Miguel Molina verstärkt, mit einem besseren Abschneiden: "Wir bereiten uns seit dem vergangenen Jahr darauf vor", versichert er. "Mit der Zielflagge beim Rennen 2018 haben wir unsere Fehler analysiert und Punkte gefunden, an denen wir uns steigern können."

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