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WSBK Assen FT1: Yamaha vor Honda, schwerer Highsider von Eugene Laverty!

Toprak Razgatlioglu beschert Yamaha die Trainings-Bestzeit - Iker Lecuona mit starker Schlussoffensive - BMW-Pilot Eugene Laverty fliegt bei hohem Tempo ab

(Motorsport-Total.com) - Yamaha-Werkspilot Toprak Razgatlioglu hat sich beim Trainingsauftakt der Superbike-WM in Assen die Bestzeit geholt (zum FT1-Ergebnis). Der Türke umrundete den Kurs in 1:34.466 Minuten und war damit klar schneller als seine Verfolger.

Toprak Razgatlioglu

Toprak Razgatlioglu begann das Assen-Wochenende mit der FT1-Bestzeit Zoom

Für eine Überraschung sorgte Honda-Pilot Iker Lecuona. BMW-Pilot Eugene Laverty erlebte eine heftige Schrecksekunde. Der ehemalige Vize-Weltmeister flog bei hoher Geschwindigkeit via Highsider ab und hatte großes Glück, dass er nicht vom Motorrad getroffen wurde.

Beim Trainingsauftakt um 10:30 Uhr betrug die Lufttemperatur 12°C und der Asphalt hatte sich auf 19°C erwärmt. Wieder mit dabei war Michael van der Mark, der die ersten Kilometer mit seiner BMW M1000RR in diesem Jahr sammelte.

Leon Haslam statt Loris Cresson bei Pedercini-Kawasaki

Das Pedercini-Team setzt nach der Trennung mit Loris Cresson auf Routinier Leon Haslam, der spontan seine Lederkombi von 2019 reaktivierte, um die Kawasaki ZX-10RR des privaten Teams zu pilotieren.

"Es gab bereits eine Vereinbarung für vier Wildcards. Beim zurückliegenden Wochenende gab es Probleme mit dem bisherigen Fahrer", begründet Teamchef Lucio Pedercini die Verpflichtung von Leon Haslam.

Yamaha-Dreifachführung zu Beginn des ersten Trainings

Nach zehn Minuten Trainingszeit führte Weltmeister Toprak Razgatlioglu die Wertung mit einer 1:35.935er-Runde an. Die Yamaha-Markenkollegen Garrett Gerloff und Andrea Locatelli setzten sich wenig später an die Spitze. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich drei Yamahas auf den ersten drei Positionen.

Nach einer Viertelstunde lag Jonathan Rea mit einer 1:35.295er-Runde vorn und war zu diesem Zeitpunkt der mit Abstand schnellste Fahrer. Ebenfalls in Schwung kam Ducati-Pilot Alvaro Bautista, der sich auf die zweite Position schob. Der WM-Führende kam kurz vor der Halbzeit der Session bis auf 0,098 Sekunden an die bis dahin schnellste Runde heran.

Toprak Razgatlioglu stürmte zur Halbzeit der Session mit einer 1:34.635er-Runde an die Spitze der Wertung und war 0,660 Sekunden schneller als der Rest des Feldes.

Große Schrecksekunde für BMW-Pilot Eugene Laverty

Zehn Minuten vor dem Ende des FT1 kam Eugene Laverty in Kurve 15 zu Sturz. Der Nordire verlor bei hohem Tempo die Kontrolle über seine BMW und flog via Highsider ab. Laverty konnte die Unfallstelle aus eigener Kraft verlassen.

Eugene Laverty

Eugene Laverty wurde im Kiesbett stark durchgeschüttelt Zoom

Seine BMW M1000RR wurde beim Sturz stark beschädigt. Das Motorrad überschlug sich mehrfach. Laverty hatte großes Glück, dass er nicht vom Motorrad getroffen wurde.

Nach dem FT1 musste Laverty ins Medical Center eingeliefert werden. Wenig später wurde der BMW-Pilot als nicht fit für das FT2 eingestuft. Eine Untersuchung am Samstagmorgen soll zeigen, ob Laverty am FT3 teilnehmen kann.

Toprak Razgatlioglu und Iker Lecuona mit starker Schlussoffensive

Yamaha-Werkspilot Toprak Razgatlioglus konnte seine eigene Bestzeit in den finalen Minuten noch einmal unterbieten. Der Türke verbesserte sich auf 1:34.466 Minuten und war damit der mit Abstand schnellste Fahrer am Freitagvormittag.

Iker Lecuona

Iker Lecuona fuhr am Ende des FT1 einige schnelle Runden Zoom

Für eine Überraschung sorgte Rookie Iker Lecuona, der sich mit seiner Honda Fireblade auf die zweite Position schob. Lecuona fuhr am Ende des FT1 viele schnelle Runden und deutete damit an, dass er nicht nur auf eine Runde schnell ist. Schlussendlich fehlten 0,418 Sekunden zur Bestzeit.

Beide Werks-Ducatis in den Top 4, Jonathan Rea nur auf P5

Ducati-Pilot Alvaro Bautista komplettierte im FT1 die Top 3. Der WM-Führende hatte nach der ersten Session einen Rückstand von 0,780 Sekunden auf die Bestzeit. Teamkollege Michael Rinaldi war nur 0,025 Sekunden langsamer und folgte auf Position vier.

Jonathan Rea

Jonathan Rea zählt in Assen zu den großen Favoriten Zoom

Assen-Spezialist Jonathan Rea fand sich im FT1 nur auf der fünften Position wieder. Rea lag 0,829 Sekunden zurück. Kawasaki-Teamkollege Alex Lowes wurde als Achter gewertet und lag bereits 1,375 Sekunden zurück. Die Yamaha-Piloten Garrett Gerloff und Andrea Locatelli schoben sich zwischen die beiden Werks-Kawasakis auf die Positionen sechs und sieben.

Scott Redding als Neunter bester BMW-Pilot

Scott Redding war als Neunter bester BMW-Pilot. Der Brite hatte 1,394 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit. Loris Baz war als Elfter zweitbester BMW-Pilot. Eugene Laverty konnte nach seinem Sturz nicht noch einmal fahren und landete auf Position 15. Michael van der Mark beendete das FT1 auf Position 21 mit knapp drei Sekunden Rückstand.

Scott Redding

Scott Redding erlebte einen besseren Start ins Wochenende als in Aragon Zoom

Philipp Öttl (GoEleven-Ducati) musste sich im FT1 wieder an seine WSBK-Ducati gewöhnen, nachdem er am vergangenen Wochenende bei den 24 Stunden von Le Mans startete (mehr Informationen). Am Freitagvormittag lag Öttl 2,273 Sekunden zurück und fand sich auf der 14. Position wieder.

Das zweite Freie Training der Superbike-WM in Assen wird um 15:00 Uhr gestartet (zur TV-Übersicht).

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