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Superbike-WM nur eine EM? Hersteller wünschen sich mehr Überseerennen

Der Kalender der Superbike-WM hat einen starken Fokus auf Europa: Die Hersteller in der WSBK hoffen auf mehr Rennen in Asien und Amerika

(Motorsport-Total.com) - In diesem Jahr besteht der Kalender der Superbike-WM aus zwölf Events. Die ersten neun Veranstaltungen finden in Europa statt. Im Oktober startet die Reise zu den Überseerennen. Zuerst macht die Serie in Argentinien Station, bevor es im November weiter nach Indonesien und Australien geht.

WSBK Start Assen

Der überwiegende Teil des WSBK-Kalenders besteht aus Europarennen Zoom

Im Vergleich zu den Corona-Jahren 2020 und 2021 steigt die Anzahl der Überseerennen wieder. Doch seitens der Hersteller besteht der Wunsch, deutlich mehr Rennen außerhalb von Europa zu starten. Vor allem ein Event in den USA und mehr Rennen in Asien stehen auf dem Wunschzettel.

Obwohl mit Yamaha, Kawasaki und Honda drei japanische Hersteller mit Werksteams vertreten sind, gastiert die Superbike-WM seit vielen Jahren nicht mehr in Japan.

Honda wünscht sich ein Heimrennen in Japan

"Es wäre toll, wenn wir in Japan fahren würden", kommentiert Honda-Teammanager Leon Camier gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Für Honda wäre ein Heimrennen richtig toll", so der Ex-Racer.

Leon Camier

HRC-Teammanager Leon Camier hofft, dass die WSBK nach Japan zurückkehrt Zoom

Aber Camier zeigt auch Verständnis, dass in der Corona-Hochphase ausschließlich in Europa gefahren wurde. "Alle sind happy mit dem, was die Dorna und die FIM bewerkstelligt haben, um die Meisterschaft am Leben zu erhalten in dieser Zeit", kommentiert der Honda-Teammanager.

"Viele Leute konnten nicht reisen und wir waren unterwegs, um Rennen zu bestreiten", blickt Camier zurück. "Es war natürlich schade, dass wir in einige Regionen nicht reisen konnten."

Hersteller hoffen auf Rennen in den USA und mehr Asien-Events

Auch BMW würde es begrüßen, mehr Rennen außerhalb von Europa zu bestreiten. "Für die Marke ist es wichtig, dass wir uns auch auf den anderen Kontinenten zeigen und etablieren", erklärt BMW-Motorradsport-Direktor Marc Bongers. "Wir bestreiten eine Weltmeisterschaft. Diese WM gibt es nicht, um unterm Strich eine Europameisterschaft zu fahren."

Mandalika

Mit Indonesien gibt es seit 2021 ein Asien-Rennen im Kalender Zoom

"Wir würden gern im asiatischen Raum Rennen fahren", bemerkt der BMW-Motorradsport-Direktor. "Ich spreche nicht nur für BMW sondern auch für die anderen Hersteller. Als Herstellervertreter für die se Meisterschaft treffe ich mich regelmäßig mit den anderen Hersteller. Auch die anderen Hersteller wünschen sich, die Meisterschaft auf die anderen Kontinente auszudehnen."

Laguna Seca

In Laguna Seca fehlt das Geld für ein WSBK-Event Zoom

"Vor allem Amerika und Asien sind für die Hersteller große Märkte. Das ist auch das Ziel der Dorna, doch durch Corona waren die Hände gebunden. Zwei Jahre Corona mit keinen oder begrenzten Zuschauern hatten zur Folge, dass weniger Gelder reinkamen. Das gilt sowohl für die Dorna als auch für die Teams. Und Überseerennen sind natürlich sehr teuer", zeigt Marc Bongers Verständnis für die Kalender der beiden zurückliegenden Jahre.

BMW will den Druck auf WSBK-Rechteinhaber Dorna erhöhen

BMW-Motorrad-Geschäftsführer Markus Schramm stützt im Exklusiv-Gespräch die Aussagen von Marc Bongers: "In Zeiten von Corona gab es viele Beschränkungen und es hätte nichts gebracht, unrealistische Ziele zu verfolgen."

Markus Schramm

BMW-Motorrad-CEO Markus Schramm besucht die Superbike-WM regelmäßig Zoom

"Man muss die Dinge professionell abwickeln. Schön ist, dass wir wieder Zuschauer an den Strecken sehen und im Fahrerlager Gäste erlaubt sind. Von daher bin ich optimistisch", kommentiert er.

Doch BMW will mehr Rennen auf anderen Kontinenten. "Grundsätzlich üben wir schon einen gewissen Druck aus, um wieder in den USA und in Asien zu fahren. Rennen in diesen Märkten würden wir sehr stark begrüßen. Für uns als Weltmarke ist das ein wichtiger Punkt. Wir haben in diesen Regionen viele Fans", so der CEO der BMW-Motorradsparte.

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