Rea ist zurück: Sieg in Imola!

Jonathan Rea hat das erste von zwei Rennen zur Superbike-WM in Imola gewonnen - Noriyuki Haga nach hartem Kampf knapp geschlagen - Carlos Checa rettet Platz drei

(Motorsport-Total.com) - Der erste von zwei Läufen zur elften Saisonstation der Superbike-WM in Imola bot Rennunterhaltung vom Feinsten. Nach 21 Runden im Autodromo Enzo e Dino Ferrari konnte sich Ten-Kate-Honda-Pilot Jonathan Rea durchsetzen und seinen zweiten Saisonsieg nach Assen feiern. Für den Nordiren war es nach langer Verletzungspause im Anschluss an seinen Sturz in Misano die endgültige Rückkehr in die Weltspitze.

Titel-Bild zur News: Jonathan Rea

Jonathan Rea feierte in Lauf eins in Imola seinen zweiten Saisonsieg

Pata-Aprilia-Pilot Noriyuki Haga musste sich als Zweiter nach hartem Kampf knapp geschlagen geben. Der Japaner hielt jedoch die Farben von Aprilia beim Heimspiel der Marke ganz eindeutig hoch und sicherte sich nach den dritten Plätzen in Misano und am Nürburgring seine beste Platzierung in Diensten des Pata-Teams.


Fotos: Superbike-WM in Imola


Tabellenführer und WM-Favorit Carlos Checa setzte sich im Kampf um Platz drei gegen Kawasaki-Pilot Tom Sykes durch und weist fünf Läufe vor Saisonende nun 82 Punkte Vorsprung auf Yamaha-Pilot Marco Melandri auf, der den ersten Lauf in Imola auf Platz acht abschloss.

Sykes mit erster Führung im Rennen

Jonathan Rea erwischte vom zweiten Startplatz den besten Start, verpasste aber den Bremspunkt in die erste Kurve und musste Kawasaki-Pilot Tom Sykes sowie Polesetter Carlos Checa passieren lassen. Nach Runde eins lautete die Reihenfolge an der Spitze Sykes vor Checa, Rea, Eugene Laverty auf der Yamaha und Noriyuki Haga. Auf Rang sechs folgte BMW Pilot Leon Haslam vor Suzuki-Solist Michel Fabrizio und Marco Melandri, der mit seiner R1 im Verlauf der ersten Runde eine Position hatte gutmachen können.

In der zweiten Runde verabschiedete sich Fabrizio durch einen Sturz in der Variante Alta aus dem Rennen, was Melandri auf Platz sieben nach vorn brachte. Unterdessen verlor Tabellenführer Checa eine Runde später bei der Anfahrt zur Rivazza-Kurve Platz zwei an Rea. Der Nordire setzte sich beim Anbremsen neben die Althea-Ducati und machte sich fortan auf die Verfolgung von Spitzenreiter Sykes, dem er kurz darauf die Führung abknöpfte.

Unterdessen musste Checa auch Laverty und Haga passieren lassen. WM-Konkurrent Melandri fiel jedoch seinerseits zurück und fand sich nach fünf Runden wieder auf Platz neun wieder, von wo der Italiener das Rennen begonnen hatte. In einem packenden Dreikampf um Platz sieben gegen BMW Italia-Pilot Ayrton Badovini und Liberty-Ducati-Fahrer Jakub Smrz setzte sich Smrz letztlich vor Melandri und Badovini durch.

Haga schnellster Mann im Feld - Haslam nach Sturz draußen

Im Kampf um das Podium schob sich Haga an Laverty vorbei auf Rang drei. Der Pata-Aprilia-Pilot glänzte in der Folge mit den besten Rundenzeiten im Feld und verkürzte seinen Rückstand auf den zweitplatzierten Skyes sukzessive. In Runde neun setzte sich der Japaner beim Anbremsen der letzten Schikane vor den britischen Kawasaki-Piloten, während sich Checa an Laverty vorbei auf Rang vier nach vorn schieben konnte. Für BMW Pilot Haslam war das Rennen zu diesem Zeitpunkt bereits gelaufen. Der Brite verlor seine S 1000 RR ebenfalls in Runde neun in der Tosa-Kurve und musste aufgeben.

In der zweiten Rennhälfte bildeten sich an der Spitze des Feldes drei Zweiergruppen: Rea und Haga stritten um die Führung, während mit etwas Abstand Sykes und Checa den letzten Podiumsplatz unter sich ausmachten. Laverty und Liberty-Ducati-Pilot Sylvain Guintoli folgten mit einem weiteren Respektabstand auf den Plätzen fünf und sechs.

Fünf Runden vor Schluss hatte Checa kurzfristig Platz drei von Sykes übernommen. Bei seinem Überholmanöver in der Tosa-Kurve, in der er im morgendlichen Warmup zu Boden musste, verpasste der Spanier allerdings seinen Bremspunkt und musste Sykes sofort wieder vorbeilassen.

Rea lässt nichts anbrennen - Checa holt Platz drei

Im Kampf um die Führung musste sich der führende Rea in den Schlussrunden vehement gegen den drängelnden Haga wehren. Der Japaner fand jedoch keinen Weg vorbei und musste sich um 0,111 Sekunden geschlagen geben. Im Kampf um Platz drei setzte sich Checa in der letzten Runde auf der Außenbahn (!) der Piratella-Kurve neben Sykes, zog daraufhin bei der Anfahrt zur folgenden Acque-Minerali-Kurve innen vorbei und sicherte sich so drei weitere WM-Punkte.

Im Duell um Platz fünf behielt Laverty gegenüber Guintoli die Oberhand. Guintolis Liberty-Ducati-Teamkollege Jakub Smrz (7.), Yamaha-Pilot Marco Melandri (8.), BMW Italia-Speerspitze Ayrton Badovini (9.) und Joan Lascorz auf der zweiten Kawasaki (10.) komplettierten die Top 10.

Leon Camier auf der einzigen Werks-Aprilia im Feld schoss bereits am Ende der ersten Runde in die Boxengasse, nachdem er seinen Bremspunkt für die letzte Schikane vor Start/Ziel verpasst hatte und ans Ende des Feldes zurückfiel. Unterm Strich lief Camier nach 21 Runden auf Rang 15 ein. Troy Corser steuerte die einzige über die Runden kommende Werks-BMW auf Platz zwölf.