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Die Motorrad-Familie trägt Trauer: Stimmen aus Moskau

An diesem Rennsonntag gelten die Gedanken der Motorrad-Familie einzig dem in Moskau tödlich verunglückten Andrea Antonelli und dessen Angehörigen

(Motorsport-Total.com) - Andrea Antonelli ist tot. Das wurde an diesem Nachmittag gegen 14 Uhr zur traurigen Gewissheit. Der italienische Supersport-WM-Fahrer war im ersten Rennen des Tages auf dem Moscow Raceway gestürzt und anschließend von einem Konkurrenten getroffen worden. Reanimierungs-Versuche scheiterten und der 25-jährige Antonelli erlag seinen schweren Verletzungen im Kopf- und Nackenbereich.

Valentino Rossi

Bei Todesfällen zeigt die Motorrad-Welt viel Mitgefühl für die Hinterbliebenen Zoom

Supersport-WM und Superbike-WM verzichten deshalb auf eine Fortsetzung des Rennwochenendes und haben sämtliche weiteren Streckenaktivitäten in Moskau abgesagt. Die Gedanken der Motorrad-Familie gelten in diesen Stunden dem tödlich verunglückten Sportsmann und seinen Hinterbliebenen. Und so nehmen die Fahrerkollegen, die Teams und die Verantwortlichen auf ihre Weise Abschied.

"Es ist ein trauriger Sonntag für die FIM-Superbike-Weltmeisterschaft", heißt es in einem Statement des BMW-Motorrad-Rennstalls. "Die Runde auf dem russischen Moscow Raceway wurde von einem tödlichen Unfall im Rennen der Supersport-Weltmeisterschaft überschattet. Diese erschütternde Nachricht rückt das sportliche Geschehen in den Hintergrund."

Ex-Champions nehmen Abschied von Antonelli

"Das gesamte BMW-Motorrad-Team möchte der Familie und dem Team des italienischen Fahrers Andrea Antonelli, der heute Nachmittag nach diesem tragischen Unfall verstarb, sein aufrichtiges Beileid aussprechen. Unsere Gedanken und Gebete sind in dieser schwierigen Zeit bei ihnen."

Von Crescent-Suzuki ist Ähnliches zu hören: "Crescent-Suzuki möchte Supersport-WM-Pilot Andrea Antonelli, der seinen beim Start zum heutigen Rennen erlittenen Verletzungen erlegen ist, seinen Respekt erweisen. Unser Team und unsere Fahrer möchten seiner Familie, seinen Freunden und dem Goeleven-Team ihr tiefstes Mitgefühl aussprechen."


Fotos: Superbike-WM in Moskau


Auch der frühere Superbike-Weltmeister Max Biaggi meldete sich via Twitter zu Wort. Er meint: "Der arme Antonelli ist in einem dramatischen Supersport-Rennen von uns gegangen. Ich liebe diesen Sport, aber an Tagen wie diesen, beginne ich, ihn zu hassen." Ben Spies, ein weiterer ehemaliger Champion in der Superbike-WM, schließt sich an: "Meine Gedanken und Gebete gelten Andrea Antonelli, seinen Freunden und seiner Familie."

"Das getan, was er am liebsten tat"

Auch im Ducati-Lager zeigen sich Fahrer und Verantwortliche betroffen. "Es ist unmöglich, ein Podium zu feiern, wenn sich etwas von dieser Tragweite ereignet", kommentiert Ayrton Badovini, der zuvor das erste Top-3-Resultat seiner Karriere eingefahren hatte. Auch Carlos Checa ist fassungslos: "Ein Tag zum Vergessen. Hauptsächlich wegen dem, was sich in der Supersport-Klasse ereignet hat", so der Spanier. "Es gibt nichts zu feiern, wenn ein solches Ereignis das Fahrerlager heimsucht", unterstreicht Projektmanager Ernesto Marinelli.

Superbike-WM-Fahrer Eugene Laverty, in Moskau vor Ort, twittert ebenfalls: "Ich habe das Rennen heute nicht beendet, werde aber an einem anderen Tag zurückschlagen. Traurigerweise hat Andrea Antonelli nicht die gleiche Möglichkeit. Ruhe in Frieden." Und Nicolas Terol aus dem MotoGP-Umfeld drückt aus, was wahrscheinlich viele im Supersport-Fahrerlager denken: "Er hat das getan, was er im Leben am liebsten gemacht hat. Jetzt soll er in Frieden ruhen."

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