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  • 03.10.2010 13:15

Crutchlow siegt im turbulenten ersten Rennen

Cal Cruchtlow siegte mit komfortablem Vorsprung, während Max Biaggi in der letzten Schikane noch von Leon Haslam und Carlos Checa vom Podium verdrängt wurde

(Motorsport-Total.com) - Yamaha-Pilot Cal Crutchlow hat den ersten Teil seiner Kampfansage in die Tat umgesetzt. Der Brite hatte angekündigt, seine letzten beiden Rennen in der Superbike-Weltmeisterschaft von der Pole-Position aus gewinnen zu wollen. In Lauf eins von Magny-Cours ist ihm das bereits gelungen. Während Crutchlow am Ende mit einem relativ deutlichen Vorsprung von knapp vier Sekunden als Sieger ins Ziel kam, waren die Positionen hinter ihm bis zum Schluss umkämpft.

Cal Crutchlow

Cal Crutchlow hat das erste der beiden Rennen in Magny-Cours gewonnen Zoom

Weltmeister Max Biaggi (Aprilia) hatte sich zunächst in rundenlangen Kämpfen gegen mehrere Rivalen auf dem zweiten Platz hinter Crutchlow behauptet. Doch in der letzten Schikane vor dem Ziel wählte er eine schlechte Linie, dies nutzten Suzuki-Pilot Leon Haslam und Althea-Fahrer Carlos Checa. Sie schlüpften noch an Biaggi vorbei auf das Podium.#w1#

Vizeweltmeister Haslam zeigte einmal mehr sein kämpferisches Können und fuhr in seinem vorletzten Rennen für Alstare-Suzuki von Startplatz zehn bis vor auf Rang zwei. Checa wurde Dritter, zwei Zehntelsekunden vor Biaggi. Doch Aprilia kann trotzdem jubeln: Der Römer hat mit seinem vierten Platz dafür gesorgt, dass Aprilia nun auch Konstrukteursweltmeister ist.

Max Biaggi

Max Biaggi sicherte mit Platz vier den Konstrukteurstitel für Aprilia Zoom

Jakub Smrz (B&G), die beiden Ducati-Piloten Michel Fabrizio und Noriyuki Haga, Tom Sykes (Kawasaki), Shane Byrne (Althea) und Luca Scassa (Supersonic) komplettierten die Top 10. Für die beiden BMW Werksfahrer war das Rennen früh beendet: Ruben Xaus stürzte in Runde drei, Troy Corser lag lange auf dem fünften Platz, musste aber in Runde acht mit einem Technikdefekt aufgeben. Max Neukirchner kam auf Rang 13 ins Ziel. James Toseland stürzte in der vierten Runde spektakulär, seine Yamaha flog sogar dort eine Werbebande. Doch der Crash verlief glimpflich.

Crutchlow siegte zwar am Ende recht deutlich, musste sich aber am Start erst einmal Biaggi geschlagen geben. Der Weltmeister setzte sich zunächst an die Spitze und fuhr dem Feld auch erst einmal davon. Doch im weiteren Rennverlauf holte Crutchlow wieder auf und konnte Biaggi nach einem heißen Zweikampf schließlich wieder überholen. Danach baute der Brite seinen Vorsprung immer weiter aus, während Biaggi und seine Rivalen beherzt um die weiteren Podestplätze fighteten.

Mitten in diesen Fight verwickelt war auch Lokalmatador Sylvain Guintoli (Alstare-Suzuki). Er wurde allerdings zum tragischen Held des Rennens. Der Franzose hatte schon vor dem Rennen volle Attacke angekündigt, schließlich habe er nichts zu verlieren. Unter den Jubelstürmen seiner Landsleute setzte er sich zwischenzeitlich sogar an Crutchlow und Biaggi vorbei an die Spitze, fiel jedoch schon kurz darauf wieder zurück. Doch er kämpfte munter weiter mit um die Podestplätze.

"Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht haben soll." Sylvain Guintoli

In der 14. Runde nahm das Schicksal für ihn aber seinen Lauf. Guintoli kürzte im Kampf gegen Haslam die Schikane ab. Er ließ den Briten jedoch durch und verlor noch zwei weitere Plätze, so dass er von Platz drei auf Rang sechs zurückfiel. Da er sich beim Abkürzen aber nach Ansicht der Rennleitung nicht ganz regelkonform verhalten hatte, bekam Guintoli eine Durchfahrtsstrafe aufgebrummt. Diese ignorierte der Franzose allerdings. In der Folge zeigte ihm die Rennleitung die schwarze Flagge. Doch Guintoli ignorierte auch die Disqualifikation und fuhr munter weiter.

"Ich weiß auch nicht was da los war", sagt Guintoli. "Ich bin auf das Grün ausgewichen, habe Michel Fabrizio aber durchgelassen. Von daher hatte ich keinen Vorteil durch das Abkürzen. Deshalb habe ich danach auch nicht mehr auf die Boxentafeln geachtet. Ich wusste ja wer vor mir war. Ich weiß nicht, was ich falsch gemacht haben soll. Naja, ich werde nun zur Rennleitung gehen und das klären."

Das zweite Rennen, der letzte Lauf der Saison 2010, startet um 15:30 Uhr.

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