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Sven-Müller-Kolumne: Wieder was gelernt!

In seiner Kolumne beschreibt Sven Müller, was ihm bei seinem Start im Porsche Mobil 1 Supercup in Silverstone widerfahren ist und was er daraus gelernt hat

Hallo Leute,

Sven Müller

Sven Müller in Silverstone: Nach einem frühen Unfall war sein Rennen gelaufen Zoom

kennt ihr folgende Situationen? Das Handy fällt runter und Zack! hat man 'ne "Spiderman-App", also die Scheibe ist kaputt. Man sitzt mit einem Coffee-to-go im Auto und will gerade trinken, plötzlich bremst jemand aus unerfindlichen Gründen vor einem und der Kaffee schwappt auf's Shirt. An einem heißen Tag will man sich kurz an der Tanke was zu trinken kaufen und stellt fest, dass der Geldbeutel noch zu Hause liegt.

Genau wie in einer dieser Situationen habe ich mich an meinem Rennwochenende in Silverstone gefühlt. Der vierte Lauf des Porsche Mobil 1 Supercup stand an. Ich war motiviert bis in die Haarspitzen, doch in der ersten Kurve des Rennens kam es zu einer Kollision und ich bin rausgeflogen. Aus, vorbei, finito! Blöd gelaufen, könnte man sagen. Für mich ist es jedoch mehr als das.

Wie ich mich auf ein Rennwochenende vorbereite

Vor jedem Rennwochenende bereite ich mich akribisch vor und fahre mit großen Erwartungen an die Strecke. Dort treffe ich mich mit Sascha Maassen, dem Fahrercoach von Porsche. Ich mache gemeinsam mit ihm und meinen beiden Junioren-Kollegen aus dem Förderprogramm eine Streckenbegehung. Zusammen mit meinem Team-Ingenieur schaue ich mir die Daten an.

Sven Müller

Am Arbeitsplatz: In Silverstone erzielte Sven Müller im Qualifying Platz acht Zoom

Im Freien Training am Freitag versuche ich das Setup zu optimieren, Dinge in Bezug auf die Fahrlinie auszuprobieren und trotzdem will ich schnell sein. Denn die Zeiten des Freien Trainings entscheiden über die Startreihenfolge ins Qualifying. Im Qualifying am Samstag wird der Grundstein für den Erfolg gelegt. Auf manchen Strecken kann man ja kaum überholen und da ist die Startposition das Allerwichtigste.

In Silverstone fuhr ich die achtschnellste Zeit von 30 Startern. Auf der Strecke hätte man überholen können, doch dazu bin ich leider gar nicht gekommen. Natürlich frage ich mich, warum ich in den Crash verwickelt war. Ja, vielleicht war ich etwas übermotiviert, aber als Rennfahrer will ich halt einfach immer alles geben und maximal weit vorn landen.

Was ich aus dem Crash gelernt habe

Meine Linie innen hätte funktionieren können, allerdings weiß man auf der Strecke nie ganz genau, was die anderen machen. Mit meinem Speed hätte ich an der Stelle einfach etwas mehr Platz gebraucht und leider war da schon ein anderes Fahrzeug neben mir. Es kam zur Kollision und durch den Schlag auf mein linkes Vorderrad wurde die Lenkung beschädigt und mein Rennen war zu Ende.

Sven Müller

Sven Müller in Aktion: Ende Juli fährt mit dem Porsche Mobil 1 Supercup in Ungarn Zoom

Und ja, jetzt komme ich wieder auf das zurück, was ich am Anfang geschrieben habe. Manchmal hat man Pech und ist auch noch ein bisschen selbst dran schuld. Wenn man besser aufpasst, fällt einem das Handy nicht runter. Wenn man sich voll aufs Fahren konzentriert, wird auch kein Kaffee verschüttet. Und wenn man unterwegs ist, muss man doppelt kontrollieren, ob man auch das Portemonnaie eingepackt hat.

Leute, ich werde in dieser Hinsicht an mir arbeiten. Zum Glück ist noch kein Mensch perfekt auf die Welt gekommen und das Leben ist ja auch zum Lernen da.

Apropos Lernen: Für talentierte Motorsportler gibt es in diesem Jahr eine coole Aktion von Porsche. Ihr wisst ja aus meinen vorherigen Kolumnen, dass ich Porsche-Junior bin und von Porsche gefördert werde. Damals wurde ich von Porsche angesprochen, ob ich nicht an einer Talentsichtung teilnehmen wolle. Zum Glück wurde ich Ende 2013 nach zahlreichen Gesprächen und einem Testprogramm im Porsche 911 GT3 Cup ausgewählt!

In diesem Jahr können sich Nachwuchsfahrer direkt bewerben. Wenn ihr zwischen dem 1. Januar 1994 und dem 28. Februar 1998 geboren seid, schaut mal unter www.porsche.de/juniorprogramme!

Im Porsche Mobil 1 Supercup bin ich vom 24. bis 26. Juli wieder im Einsatz. Wir fahren auf dem Hungaroring in Ungarn. Bis dahin!

Euer Sven

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