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  • 06.12.2022 · 13:06

  • von Javier Álvarez, Übersetzung: Manuel Lehbrink

Vergessene Studien: Jeep Jeepster (1998)

Wir blicken zurück auf die Geschichte des 1998 vorgestellten Jeep Jeepster, einem Konzeptfahrzeug auf halbem Weg zwischen Sportcoupé und Geländewagen

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Auf der Detroit Auto Show (NAIAS) enthüllte Jeep im Jahr 1998 einen interessanten Prototyp mit dem Codenamen "Project Grizzly", der schließlich auf den Namen Jeep Jeepster getauft wurde. Und zwar in Anlehnung an einen traditionsreichen Namen der Marke, der Ende der 1940er Jahre einem kuriosen Willys-Cabriolet seinen Namen gegeben hatte.

Jeep Jeepster Concept (1998)

Jeep Jeepster Concept (1998) Zoom

Das Jeep Jeepster Concept wurde als Crossover konzipiert, das heißt als ein Modell auf halbem Weg zwischen zwei verschiedenen Karosserietypen: Beim einen Teil der Gene handelt es sich deshalb um ein leistungsstarkes Sportcoupé und den Rest der DNA steuerte ein reiner Geländewagen bei. Das Ergebnis dieser Paarung sehen Sie nun auf den folgenden Bildern ...

Es handelte sich um einen hoch aufragenden Sportwagen mit V8-Motor, der eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Wrangler aufweist, der nach den damaligen Worten der Marke das ultimative Lifestyle-Fahrzeug war und das über genügend Offroad-Fähigkeiten verfügte, um die berühmte Rubicon-Trail-Geländestrecke zu bewältigen.

Karosserie konnte abgesenkt und angehoben werden

Der Motor besaß 4,7 Liter Hubraum und debütierte mit seinen 238 PS und 400 Nm Drehmoment schon etwas zuvor im Grand Cherokee. Gepaart wurde der Verbrenner mit einem Viergang-Automatikgetriebe.

Natürlich gab es auch den für die Marke damals neuen permanenten Allradantrieb Quadra-Trac II mit Untersetzungsgetriebe, der es ermöglichte, die Motorkraft unter normalen Fahrbedingungen nur auf die Hinterräder zu übertragen oder bei mangelnder Haftung auf beide Achsen zu verteilen.


Fotostrecke: Vergessene Studien: Jeep Jeepster (1998)

Der Jeepster verfügte auch über eine Einzelradaufhängung an beiden Achsen, die zudem verstellbar war, sodass die Karosserie um fast 9 Zentimeter angehoben oder abgesenkt werden konnte. Je nachdem, ob der Wagen als Sportcoupé auf der Straße oder als Offroader im Gelände gefahren werden sollte. In der Onroad-Konfiguration betrug die Bodenfreiheit 14,6 Zentimeter, während sie im Offroad-Modus 22,9 Zentimeter betrug.

Instrumenttafel wie im Weltall

Ästhetisch wurde das Modell in der Farbe "Intense Red" lackiert, mit schwarzen Kunststoffbereichen, den für die damalige Zeit charakteristischen runden Scheinwerfern und dem klassischen Jeep-Kühlergrill mit sieben vertikalen Schlitzen. Die riesigen 19-Zoll-Aluminiumräder im Fünfspeichendesign waren mit Goodyear Extended Mobility-Reifen bestückt, die zwar nicht ideal waren, sich aber im Gelände bewähren sollten.

Der Innenraum des Jeepster bot eine Instrumententafel, die wie aus der Welt der Luftfahrt aussah. Sie war mit vielen Anzeigen auf dem Armaturenbrett und der Konsole ausgestattet. Einige Designelemente fanden Eingang in die Produktion der Dodge Viper SRT-10 aus dem Jahr 2003 an der auch Ralph Gilles mitarbeitete, der für das Interieur des Konzepts verantwortliche Designer und spätere FCA-Chefdesigner.

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