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Vergessene Studien: Bugatti EB112 (1993)

Mit der Limousine EB112 wollte die erste Neugründung von Bugatti ihr Programm ausweiten: Dann geriet man in die Krise

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Name: Bugatti EB112

Premiere: Genfer Autosalon 1993

Technische Daten: 6,0-Liter-V12, manuelles 6-Gang-Getriebe, Chassis vom EB110, 5.070 mm Länge, 3.100 mm Radstand

Hintergrund:

Mit dem kürzlich vorgestellten Citroën C5 X und dem neuen Ford Evos haben Marken begonnen, die traditionellen Limousine mit verschiedenen Karosseriedesigns zu kreuzen.

Die Geschichte von Bugatti war etwas turbulent, bevor die Marke 1998 vom Volkswagen-Konzern vollständig zum Leben erweckt wurde. Das EB112-Konzept, über das wir sprechen werden, stammt aus der Zeit des ersten Bugatti-Comebacks unter Federführung des italienischen Investors Romano Artioli durchgeführt wurde.

Der EB112, der auf dem damals von der Marke produzierten Supersportwagen EB110 basierte, war von Anfang an anders im Design. Das als viertüriges Fastback konzipierte Auto war 5.070 mm lang. Die Breite des EB112 von 1.960 mm und die Höhe von 1.406 mm gaben ihm seine einzigartige Form.

Giorgetto Giugiaro liefert das Design

Die rundliche Fastback-Form zitierte zugleich die Vergangenheit in Gestalt des legendären 57 SC Atlantic. Die Karosserie wurde komplett aus Aluminium gefertigt, das Chassis aus Kohlefaser lieferte der EB110.

Bugatti EB112

Bugatti EB112 Zoom

Italdesign war verantwortlich für all diese Designspiele und für den EB112, der 1993 vom Automobile Magazine als "das schönste Auto der Welt" eingestuft wurde. Verschiedene aerodynamische Aktualisierungen wurden auch im Prototyp des Fahrzeugs berücksichtigt, das von Giorgetto Giugiaro hergestellt wurde und ursprünglich in Blau lackiert war. Zum Beispiel waren der Frontsplitter und der Spoileraufsatz direkt unter den Heckscheiben bei anderen Testmodellen nicht verfügbar.

Angetrieben von einem V12 (den Volkswagen konzipierte) steigerte der EB112 seinen Hubraum im Vergleich zum EB110 von 3,5 auf 6,0 Liter. Auf diese Weise konnte das Fahrzeug eine Leistung von 456 PS (335 kW) und ein Drehmoment von 649 Nm erzeugen.

Das Bugatti-Team, das daran arbeitete, den Schwerpunkt mit dem Motor direkt hinter der Vorderachse zu optimieren, stattete den EB112 mit einem permanentem Allradantrieb aus. Auf diese Weise war in 4,3 Sekunden eine Geschwindigkeit von 100 km/h erreicht, maximal waren 300 km/h drin.

Weitere vergessene Studien:

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Bugatti, das 1995 Insolvenz anmeldete, wurde vom Geschäftsmann Gildo Pallanca Pastor gekauft, bevor die Marke zum Volkswagen-Konzern kam. Ein schwarzer EB112 (Seriennummer 39003), im Besitz von Gildo Pallanca Pastor, dem derzeitigen CEO und Besitzer der französischen Autofirma Venturi, wurde 2013 in Monaco bei einer Fahrt gesichtet. Das Auto wurde 2016 versteigert.

Der erste funktionierende Prototyp (rot, 39001) ist im Besitz von Italdesign, während ein drittes Auto in dunkler Anthrazit-Lackierung von Pastors Firma Monaco Racing Team an eine russische Privatperson verkauft wurde, die das Auto fertigstellte.

Der EB112 wurde dann mit zwei Nachfolgekonzepten etwas weiterentwickelt. Das erste davon war der 1999 eingeführte EB218. Dem größeren Fahrzeug mit W18-Motor und dem größeren Auto folgte 2009 das 16C Galibier-Konzept. In letzter Zeit gab es verschiedene Gerüchte über Bugattis "Einstiegsmodell". Wer weiß, vielleicht wird der EB112 nach 28 Jahren als elektrischer Fastback zum Leben erweckt ...

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