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Vergessene Studien: Hyundai HCD6 (2001)

Wir lassen die Geschichte des Hyundai HCD6 Concept aus dem Jahr 2001 Revue passieren, ein vergessener Prototyp in Form eines Roadsters

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Was fehlt im Programm von Hyundai bis heute? Richtig, ein offenes Auto. Dabei gab es solch eine Idee schon vor langer Zeit: Im Februar 2001, also vor zwei Jahrzehnten, nutzte der koreanische Riese die Chicago Auto Show, um einen interessanten zweisitzigen Roadster-Prototypen zu präsentieren, das so genannte Hyundai HCD6 Concept, das später in Europa auf dem Genfer Autosalon gezeigt wurde.

Die Marke selbst definierte diesen in Kalifornien entworfenen Prototyp als "erschwinglichen Exoten", und die Verantwortlichen des Unternehmens sagten, dass dieses Konzept eine Vorschau auf das war, was in der Marke in Bezug auf Sportmodelle kommen sollte, obwohl es von Anfang an nicht für die Produktion gedacht war.

Interessant sind die Parallelen zum Mazda MX-5, dem er von der Idee und dem Format her ähnelt. Auch dieser war in Kalifornien entstanden und erstmals 1989 auf der Chicago Auto Show präsentiert worden.

Front- und Heckstoßfänger aus Kohlefaser

Doch zurück zum Hyundai HCD6: Er zeichnete sich durch viele spezifische Details aus, wie etwa scheinbar schwebende Front- und Heckstoßfänger aus Kohlefaser, prismatische Scheinwerfer (wie heute ähnlich beim Tucson), eine transparente Motorabdeckung, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Run Flat-Reifen in der Dimension 245/45 R18 oder ein doppelter zentraler Auspuffauslass, der hoch montiert und von einer Keramikblende umgeben ist.

Die für das HCD6 gewählte Farbe namens Mysteria kombinierte blaugrüne Töne mit einem dunklen Violett (die Farbe ändert sich je nach Blickwinkel) und wurde mit experimentellen Pigmenten hergestellt, die von DuPont geliefert wurden.

Laut Hyundai-Designer Dragan Vukadinovic diente die gesamte Seite des Fahrzeugs als Lufteinlass für den Motor, dank des geformten Einlasses, der die verwirbelte Luft aus den Radkästen zur Kühlung des Motors nutzte.

Futuristischer Innenraum mit großem Drehzahlmesser

Apropos Motor: Hinter den Insassen verbarg sich ein 2,7-Liter-V6-Saugmotor, der damals im Hyundai Santa Fe (und später im Hyundai Coupe) zum Einsatz kam, allerdings in entsprechend modifizierter Form und in Verbindung mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe. Eine konkrete Leistungsangabe wurde aber nie gemacht.

Hyundai HCD6

Hyundai HCD6 Zoom

Der Innenraum war für die damalige Zeit recht futuristisch, mit einigen Leder- und Stoffbezügen, Metalldetails und Kunststoffleisten, sowie einem Lenkrad mit einem einzelnen Radio, einem großen zentralen analogen Drehzahlmesser oder einer schwebenden Mittelkonsole mit zwei großen Drehreglern, die für das Audiosystem (CD/MP3!) und die Klimaanlage bestimmt waren.

Weitere vergessene Studien:

Vergessene Studien: Opel Maxx (1995)
Vergessene Studien: Mercedes-Benz F 100 (1991)

Wenn Sie in den letzten zwei Jahrzehnten Gran Turismo-Titel gespielt haben, dann ist Ihnen dieses Hyundai HCD6-Konzept vielleicht bekannt, da es in verschiedenen Videospielen der japanischen Saga aufgetaucht ist, wie zum Beispiel in Gran Turismo 4, 5 und 6.

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