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Puch G Pick-Up von Lorinser Classic: Retro-Praktiker

Die Mercedes G-Klasse gab es früher auch als Puch G und als Pick-up - Genau diese Kombination steht bei Lorinser Classic nun zum Verkauf

(Motorsport-Total.com/Motor1) - Genug stillgestanden! Lorinser Classic ermöglicht zahlreichen Puch G der Schweizer Armee einen Neustart ins Zivilleben. Neuester Wurf ist ein cooler Pick-up-Umbau. Das Unternehmen aus Waiblingen hat seit einiger Zeit ein Faible für die G-Klasse der ersten Generation entwickelt.

Auslöser war ein größerer Posten der Schweizer Armee aus der ersten Hälfte der 1990er-Jahre, der zum Verkauf stand. Dort dienten die Fahrzeuge seinerzeit nicht als Mercedes, sondern als "Puch G". Nach der Übernahme durch Lorinser gingen zahlreiche Exemplare im Originalzustand in den Verkauf, andere wurden in coole Restomods verwandelt: Nach mehreren Autos mit Plane und einem Wohnmobil kommt nun endlich auch der lang erwartete Pritschenwagen an die Reihe.

Hierfür wurden der originale Aufbau entfernt und alle Karosseriedurchbrüche mit festen Kunststoffelementen beziehungsweise einer beheizbaren Glasheckscheibe verschlossen. Die Ladefläche hat das erfahrene Team mit einer robusten Schutzverkleidung und einer wetterfesten Abdeckung versehen, die sich über Gasdruckdämpfer bequem anheben und arretieren lässt.

Mercedes 290 GD der Baureihe 461 von 1992

Pritsche ab Werk: Mercedes 290 GD der Baureihe 461 von 1992 Zoom

Einen G Pick-up respektive Pritschenwagen gab es übrigens lange im offiziellen Modellprogramm. Dort diente die "nutzfahrzeugige" Baureihe 461 als Grundlage. Doch zurück zu Lorinser: Der coole G sieht jedenfalls aus keiner Perspektive so aus, als wäre er fast 30 Jahre alt und hätte bereits fünfmal die Erde umrundet.

Schließlich hat Lorinser Classic das im Oktober 1993 erstmals zugelassene Fahrzeug im Zuge der Umbauten umfassend restauriert. Der Trockeneisstrahl fegte dabei alle Manöverspuren vom Unterboden hinweg. Die Karosserie hingegen wurde mit einer kompletten Neulackierung in RAL 7009 (Grüngrau matt) von allen Kampfspuren befreit.

Ein kleines, aber stilvolles Modernisierungsprogramm gab es für das ehemalige Armeegefährt überdies. Die Mechaniker installierten neben LED-Hauptscheinwerfern mit Schutzgittern auch eine Anhängerkupplung, die 3,5 Tonnen an den Haken nehmen darf. Spur- und Kotflügelverbreiterungen in Kombination mit 16-Zoll-Offroad-Stahlfelgen von DOTZ 4x4 sorgen für einen satten Stand auf der Straße.

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Dazu gibt es All-Terrain-Bereifung von BFGoodrich. Schließlich ist eine G-Klasse kein Boulevard-Beau und erst recht kein Racer - doch dafür ein in der Wolle gefärbter Offroader. Als Benziner 230 GE mit 116 PS (85 kW) liebt es der Pick-up eher gemütlich und mit der serienmäßigen 4-Gang-Automatik kann man herrlich cruisen, während man auf den komplett neu mit Alcantara-bezogenen Sitzen lümmelt.

Mehr Luxus wollte man den Insassen bei Lorinser nicht zumuten, denn schließlich sollte der puristische Charakter erhalten bleiben. Der Preis für das extravagante Einzelstück: 52.900 Euro.

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