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Toyota mit Wurz, Lapierre und Nakajima nach Le Mans

Die ersten Fahrer sind fix: Alexander Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima werden beim Le-Mans-Comeback von Toyota am Steuer des Hybrid-Benziners sitzen

(Motorsport-Total.com) - Das Team, mit dem Toyota im kommenden Jahr zu den 24 Stunden von Le Mans zurückkehren und in der neuen Langstrecken-WM antreten wird, nimmt Konturen an. Mit Alexander Wurz, Nicolas Lapierre und Kazuki Nakajima präsentierte die Toyota Motorsport GmbH (TMG) heute die ersten drei Fahrer. Während Nakajima ein Toyota-Eigengewächs ist und Lapierre zusammen mit seinem jetzigen Arbeitgeber Oreca zu den Japanern wechselt, konnte mit Wurz ein Peugeot-Pilot abgeworben werden.

Alexander Wurz

Alexander Wurz grefit für Toyota beim Le-Mans-Comeback ins Lenkrad Zoom

Alle drei Fahrer werden eng in den Aufbau des Teams und die Entwicklung des neuen Fahrzeugs eingebunden. Schon in Kürze werden sie ihre ersten Runden im Rennsimulator von TMG drehen, der neben dem Kurs von Le Mans auch schon mit den ersten Daten des LMP1-Hybrid-Benziners gefüttert wurde. Auch beim Rollout des neuen Fahrzeugs, das Anfang 2012 stattfinden soll, werden alle drei Fahrer zum Einsatz kommen. Wo in Europa der Toyota seine ersten Meter auf der Rennstrecke absolvieren wird, steht noch nicht fest.

Einsätze in der Langstrecken-WM stehen noch nicht fest

Das Rennprogramm der Saison 2012 befindet sich ebenfalls noch im Diskussionsstadium. Neben Le Mans möchte Toyota bei "ausgewählten Rennen" der Langstrecken-WM antreten. Auch die endgültige Bezeichnung des Werksteams ist noch unklar. Als Partner für die Renn- und Testeinsätze konnte die Mannschaft aus Köln-Marsdorf das französische Oreca-Team gewinnen, das in diesem Jahr mit dem Sieg bei 12-Stunden-Rennen von Sebring seinen größten Erfolg in der Sportwagen-Szene feiern konnte. Toyota selbst bezeichnet 2012 als Lernsaison.

"Ich liebe Langstreckenrennen und bin schon seit meiner Kindheit ein Fan von Le Mans" Alexander Wurz

Über die größte Erfahrung der drei Fahrer verfügt ohne Zweifel Alexander Wurz, der nach vielen Jahren in der Formel 1 seit 2009 Werksfahrer bei Peugeot war. Zweimal gewann der 37-Jährige den Langstrecken-Klassiker an der Sarthe. 1996 triumphierte er gleich bei seinem Debüt als jüngster Fahrer aller Zeiten, 2009 folgte ein weiterer Gesamtsieg mit Peugeot. Darüber hinaus genießt Wurz seit seiner Zeit als Tester bei McLaren und Williams einen exzellenten Ruf als Entwicklungsfahrer.

"Als sich die Möglichkeit ergeben hat, Teil des Teams zu werden, war ich sofort davon begeistert. Ich liebe Langstreckenrennen und bin schon seit meiner Kindheit ein Fan von Le Mans. Ich erinnere mich gerne an die Auftritte von Toyota in Le Mans zurück, vor allem an den GT-One, der wirklich toll und sexy aussah. Es reizt mich, diese Geschichte weiterzuschreiben, zusammen mit den technischen Möglichkeiten von TMG ist das ein sehr attraktives Paket", sagt Wurz.

Wurz: "Zusammenarbeit der Fahrer ist entscheidend"

"Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Nicolas und Kazuki. Das Verhältnis der Fahrer untereinander ist im Langstreckensport von entscheidender Bedeutung. Wenn die Fahrer gut zusammenarbeiten, bringt das das ganze Team voran und sorgt für bessere Rundenzeiten und Ergebnisse. Nicolas hat schon bewiesen, dass er ein schneller Fahrer ist, und Kazuki schätze ich als Mensch und Fahrer sehr. Daher bin ich davon überzeugt, dass wir ein starkes Team sein werden."

"Ich kann kaum erwarten, dass es losgeht, und bin gespannt auf die erste Fahrt im Hybrid-Auto. Das ist eine ganz neue Herausforderung und die Zukunft des Motorsports, daher bin ich froh, dass Toyota auf diese Technologie setzt. Sie haben viel Erfahrung in diesem Bereich. Ich hoffe, das wird ein Vorteil für uns sein", so Wurz voller Vorfreude.

Für Nicolas Lapierre ist Le Mans ebenfalls kein neues Pflaster. Der heute 27-Jährige durchlief die klassische Entwicklung eines Nachwuchsfahrers, vom Kart über die Formel Renault und Formel-3-Euroserie bis in die GP2, wo er 2007 zwei Rennen gewinnen konnte. Nachdem ihm der Sprung in die Formel 1 nicht gelang, wandet sich Lapierre dem Langstreckensport zu und ging seit 2007 für das Team Oreca an den Start. Zwei fünfte Plätze bei den 24 Stunden von Le Mans stehen in seiner Erfolgsbilanz. Im Frühjahr gelang ihm mit seinem Team beim 12-Stunden-Rennen von Sebring ein vielbeachteter Triumph über die Werksteams von Audi und Peugeot.

Lapierre: "Hybrid-Antrieb ist neuer Aspekt beim Fahren"

Nicolas Lapierre

Nicolas Lapierre wird Werksfahrer bei Toyota Zoom

"Von einem Unternehmen wie Toyota für solch ein neues und interessantes Projekt ausgewählt zu werden, macht mich stolz. Ich bin sehr gespannt darauf, diese große Herausforderung anzugehen. Das Team hat große technische Kapazitäten, und in Kombination mit dem Hybrid-Antrieb sollten wir die Möglichkeit haben, ein wirklich starkes Auto zu entwickeln. Ich bin auf meine ersten Erfahrungen mit dem Hybrid-Antrieb gespannt. Das ist ein ganz neuer Aspekt beim Fahren und auch bei der Strategie", gibt Lapierre zu bedenken.

"Es freut mich, Teil eines starken Fahrerteams zu sein. Gegen Kazuki bin ich schon in der GP2 gefahren. Er ist ein schneller Fahrer, aber auch ein guter Teamplayer, was im Langstreckensport wichtig ist. Alex ist als zweifacher Le-Mans-Sieger natürlich der Maßstab für uns, aber ich denke, er bringt auch gute Stimmung ins Team. Ich glaube, die Fahrerauswahl ist sehr gut. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit."

Kazuki Nakajima ist bei Toyota ein alter Bekannter. Schon früh wurde der Japaner im Toyota-Nachwuchsprogramm gefördert. Über die Formel 3 und GP2 führte ihn sein Weg Ende 2007 in die Formel 1, wo er bei Williams-Toyota das Cockpit von Wurz übernahm. 2008 und 2009 trat Nakajima als Teamkollege von Nico Rosberg in der Königsklasse an. Mit dem Rückzug von Toyota nach der Saison 2009 nahm die Formel-1-Karriere des 26-Jährigen ein vorläufiges Ende. 2011 fuhr Nakajima für Toyota in der Formel Nippon und der Japanischen GT-Meisterschaft.

Nakajima will von Wurz und Lapierre lernen

"Ich kann es kaum erwarten, zum ersten Mal dort zu fahren" Kazuki Nakajima

"Nach Le Mans zurückzukehren und in der neuen Langstrecken-WM anzutreten, bedeutet Toyota sehr viel. Ich fühle mich geehrt, ein Teil des Teams zu sein. Le Mans wird für mich eine neue Herausforderung sein. Ich kann es kaum erwarten, zum ersten Mal dort zu fahren. Dank meiner Zeit in der japanischen GT-Meisterschaft sind Langstreckenrennen nichts Neues für mich", erklärt Nakajima.

"Es ist großartig, zu einem solch starken Fahrerteam zu gehören, vor allem, da meine Teamkollegen keine Unbekannten für mich sind. Mit Alex habe ich in der Formel 1 zusammengearbeitet und gegen Nicolas bin ich in der GP2 gefahren. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit, möchte von ihnen viel über Le Mans lernen und hoffe, dass ich selbst einen guten Job abliefern kann."

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