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Benzineinspritzung: McLaren bekommt Auftrag

McLaren zeichnet für die Entwicklung des Einspritzsystems im Sprint-Cup verantwortlich - Geplante Einführung zum Saisonstart 2012

(Motorsport-Total.com) - Mit Beginn der Saison 2012 steht dem NASCAR-Sprint-Cup eine der weitreichendsten technischen Änderungen ins Haus: die Umstellung von Vergaser- auf Einspritzmotoren. Wenn man bedenkt, dass die NASCAR-Topliga seit der Premierensaison 1949 auf Vergasertechnik setzt, muss man fast schon von einer Revolution sprechen.

Robin Pemberton

Wettbewerbsdirektor Robin Pemberton gab die Zusammenarbeit in Daytona bekannt

Wie nun bekannt gegeben wurde, konnte für die Entwicklung und Einführung des Systems ein großer Name im Motorsport an Land gezogen werden. McLaren Electronic Systems (MES), ein Ableger der McLaren-Gruppe, zu der auch die Formel-1-Schmiede gehört, ist mit dem Auftrag betraut worden. Gerüchte in diese Richtung gab es schon seit längerem. Unter anderem weilte Ron Dennis im vergangenen Juli anlässlich des Brickyard 400 in Indianapolis, um sich vor Ort selbst ein Bild der NASCAR-Szene zu machen.

In Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Halbleiterproduzenten Freescale wird man im Hause McLaren die Entwicklung der Einspritztechnik bis hin zur geplanten Einführung im Sprint-Cup vorantreiben. Freescale kommt in diesem Zusammenhang die Rolle des Produzenten der Prozessoren für die Motorsteuerung zu.

Im Verlauf des Jahres 2011 werden sowohl seitens der NASCAR-Organisation als auch durch einige der Topteams ausführliche Tests durchgeführt werden, um eine reibungslose Umstellung des Motorenkonzepts zur nächstjährigen Saison sicherzustellen. Bei NASCAR verspricht man sich von der Umstellung unter anderem eine weitere Senkung des Spritverbrauchs. Bereits durch das in dieser Saison erstmalig zum Einsatz kommende Benzin mit 15 Prozent Ethanol-Anteil konnten die Verbrauchswerte im Vergleich zur Vergangenheit nach unten korrigiert werden.