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Dani Pedrosa

Dani Pedrosa
Spanien

Porträt

(Stand: Januar 2018) Der Spanier Daniel Pedrosa galt lange Zeit als legitimer Nachfolger von Valentino Rossi, doch er konnte den Erwartungen nie gerecht werden. Mit seiner Körpergröße von gerade mal 1,60 Metern und seinen 51 Kilogramm hat Pedrosa mit den MotoGP-Motorrädern nur am Start seine Mühe, ist aber häufig der schnellste Pilot auf den Geraden. Der schmächtige Pedrosa hätte beinahe ins Mountainbike-Lager gewechselt, wenn ihn am Beginn der Saison 1999 nicht ein Freund auf den Movistar-Activa-Cup aufmerksam gemacht hätte. Pedrosa schaffte die Aufnahme nach nur wenigen Trainingsfahrten auf einem Motorrad mit Schaltgetriebe.

Der aus der Nähe von Barcelona stammende Pedrosa ging danach durch die berühmte spanische Movistar-Nachwuchsschule, in welcher nur 25 Piloten aus einer Schar von hunderten Bewerbern pro Jahr Aufnahme fanden.

Lehrmeister Alberto Puig erkannte früh das Talent des damals 15-jährigen Pedrosa und nahm ihn unter seine Fittiche. Bereits mit 20 Jahren konnte der Spanier drei Weltmeistertitel vorweisen. Mit 19 Jahren und 19 Tagen war Pedrosa 2004 jünger als Rossi bei dessen erstem Viertelliter-WM-Titel. Das erste MotoGP-Jahr beendete der ruhige Spanier als WM-Fünfter und heimste damit die Trophäe des Rookie of the Year ein. 2007 wurde er sogar Vizeweltmeister - vor Rossi. 

2008 erlebte Pedrosa zwei Seiten der MotoGP-Medaille: In der ersten Saisonhälfte fuhr ganz vorn, ab Assen folgten Verletzungen und Ausfälle. Der anhaltende Reifenkrieg in der MotoGP verleitete Pedrosa zu einer umstrittenen Entscheidung, denn der Spanier stieg mitten in der Saison von Michelin auf Bridgestone um. 2011 laborierte Pedrosa ebenfalls an diversen Sturzverletzungen und kam erst im Laufe des Jahres in Fahrt.

Pedrosa hat sich im Laufe seiner Grand-Prix-Karriere bereits viele mittelschwere und schwere Verletzungen zugezogen, die ihn immer wieder zurückwarfen. Keine seiner MotoGP-Saisons überstand der Spanier bislang sturz- bzw. verletzungsfrei. Erst 2012 lief alles reibungslos. Pedrosa verletzte sich nicht und fuhr konstant an der Spitze mit. So richtig in Fahrt kam er allerdings erst in der zweiten Saisonhälfte, als er ganze sechs Siege erobern konnte. In der WM zog er allerdings gegen seinen Landsmann Jorge Lorenzo den Kürzeren, denn Pedrosa machte in Australien den entscheidenden Fehler und stürzte.

So blieb für Pedrosa zum dritten Mal der Vizeweltmeistertitel, obwohl er sieben Saisonsiege - mehr als Lorenzo - feierte. 2013 konnte für Pedrosa das Ziel nur WM-Titel lauten, doch es kam anders. Sein Teamkollege Marc Marquez war stärker und holte sich die Krone. Für Pedrosa blieb nur der dritte Rang. Drei Siege konnte er erringen.

Und auch 2014 hatte Pedrosa keine Chance gegen seinen Teamkollegen. Während Marquez mit 13 Siegen erneut Weltmeister wurde, gewann Pedrosa nur ein Rennen und beendete die Saison als WM-Vierter. Ende 2014 ging auch die Zusammenarbeit mit seinem langjährigen Crew-Chief Mike Leitner zu Ende. Dennoch wurde Pedrosas Vertrag mit Honda für zwei weitere Jahre verlängert.

2015 sollte sich erneut schwierig gestalten. Nach dem Saisonauftakt hing auch die Fortsetzung seiner Karriere in der Schwebe, denn Pedrosa hatte erneut mit Armpump zu kämpfen. Er entschied sich für eine Pause und eine Operation. Mit Erfolg, denn in der zweiten Saisonhälfte meldete sich Pedrosa stark zurück und fand im Herbst zu seiner alten und lange vermissten Form zurück.

Diesen Schwung konnte er 2016 nicht mitnehmen. Wegen seines geringen Gewichts hatte Pedrosa mühe mit der Umstellung auf die Michelin-Reifen, Honda kämpfte mit der Einheitselektronik. Es dauerte lange, bis Pedrosa konkurrenzfähig wurde. In Misano zeigte er eine starke Vorstellung und holte sich den Sieg. Dann verletzte sich der Spanier allerdings bei einem Trainingssturz in Motegi und fiel für drei Rennen aus.

Trotz ausbleibender Erfolge verlängerte Honda seinen Vertrag bis Ende 2018. Seine Formkurve zeigte 2017 mit seinem neuen Crew-Chief Giacomo Guidotti auch wieder nach oben. Pedrosa gewann zwei Rennen. Bei Regen oder kühlen Temperaturen hatte er jedoch große Schwierigkeiten mit den Michelin-Reifen und fuhr teilweise chancenlos hinterher. 2018 wird über seine weitere Zukunft bei Honda entscheiden.

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