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Yamaha-Werkspiloten rutschen am Freitag in Brünn herum

Maverick Vinales klagt nach FT1-Sturz über wenig Grip und viele Bodenwellen in Brünn - Valentino Rossi stimmt zu, glaubt aber nicht an baldige Neuasphaltierung

(Motorsport-Total.com) - Während die beiden Petronas-Yamaha-Piloten am Freitag in Brünn den ersten Trainingstag zum Grand Prix von Tschechien 2020 bestimmten und sowohl auf eine schnelle Runde (Fabio Quartararo) als auch auf dem Longrun (Franco Morbidelli) das Tempo vorgaben, taten sich die beiden Werkspiloten Maverick Vinales und Valentino Rossi schwerer.

Valentino Rossi

Für Valentino Rossi reichte es im Freitagserbebnis in Brünn nur zu P12 Zoom

Vinales begann den Tag direkt mit einem Sturz. In den ersten Minuten des ersten Freien Trainings am Vormittag rutschte dem Spanier in Kurve 13, der vorletzten Kurve des Autodrom Brno, das Vorderrad weg und er ging zu Boden.

"Da ist mir ein Fehler unterlaufen. Ich hatte die Linie nicht genau getroffen, musste weit gehen und bin dann auf einer Bodenwelle gestürzt", berichtet Vinales und weiter: "Ich habe mir die rechte Schulter angeschlagen, aber sie scheint okay zu sein."

Maverick Vinales

Maverick Vinales begann den Freitag mit Sturz und beendete ihn auf P5 Zoom

Trotz des Sturzes brachte es Vinales am Vormittag auf 14 Runden. Im FT1-Ergebnis reihte er sich als Fünfter ein. Am Nachmittag drehte er 17 Runden und war abermals Fünftschnellster. Und weil der Großteil der Piloten ihre persönlich schnellste Runde des Tages am Nachmittag fuhr, wurde es für Vinales auch im Tagesergebnis der fünfte Platz.

"Das Gefühl ist insgesamt ganz gut, aber die Bedingungen sind hier ganz anders als in Jerez", vergleicht Vinales mit den beiden Rennen in Spanien, die er jeweils vom zweiten Startplatz als Zweiter beendet hatte. Einer der größten Unterschiede: "Die Strecke ist extrem rutschig und es gibt viele Bodenwellen", klagt der spanische Yamaha-Werkspilot, der sich am Samstag noch steigern will.

Rossi glaubt nicht an baldige Neuasphaltierung

Valentino Rossi begann den Brünn-Freitag als Achter im FT1. Am Nachmittag rutschte er bis auf P12 ab und schloss den Tag auch auf dieser Position ab. Damit wäre er nach aktuellem Stand der Dinge nicht für den direkten Q2-Einzug qualifziert.

Auch der Italiener hatte mit dem niedrigen Gripniveau zu kämpfen: "In Brünn gibt es generell wenig Grip. Deshalb hatten wir schon damit gerechnet. Das Layout der Strecke ist wunderschön, aber der Asphalt nicht gerade fantastisch."

"Das Gripniveau der Strecke ist sehr niedrig. Das führt dazu, dass das Hinterrad stark durchdreht und der Reifen dabei schnell verschleißt. Das ist für uns eher ein Nachteil, aber grundsätzlich ist es ein Problem, das alle betrifft", so Rossi.

Valentino Rossi

Trotz des "nicht fantastischen Asphalts" kommt Rossi immer wieder gern nach Brünn Zoom

Zum niedrigen Grip hinzu kommen die zahlreichen Bodenwellen, die nach Auskunft zahlreicher Piloten schlimmer geworden sind als sie es 2018 und 2019 gewesen sind. An eine baldige Neuasphaltierung der tschechischen Grand-Prix-Strecke glaubt Rossi aber nicht.

"Wir werden das Thema sicherlich in der Sicherheitskommission ansprechen. Die Situation ist aber sehr schwierig. Für einen komplett neuen Belag bräuchte man Millionen von Euro. Und das ist jetzt, ohne Fans und mit wenig Events auf der Strecke, sicherlich alles andere als einfach. Daher weiß ich nicht, ob sie sich eine Neuasphaltierung leisten können. Abgesehen davon bleibt Brünn aber eine großartige Rennstrecke."

Auf eben jener "großartigen Rennstrecke" hatte Rossi 1996 in der 125er-Klasse seinen ersten Grand-Prix-Sieg eingefahren. Am Sonntag hat er erstmals die Gelegenheit, seinen 200. Podestplatz in der Königsklasse einzufahren.

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