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Valentino Rossi auf Phillip Island: Keine Chance gegen Vinales

Während Maverick Vinales mit Sieg die fast 500 Tage lange Yamaha-Durststrecke beendet, unterliegt Valentino Rossi gegen Alex Rins, der von Vinales getroffen wurde

(Motorsport-Total.com) - 490 Tage hat Yamaha in der Königsklasse der Motorrad-WM auf einen weiteren Sieg warten müssen. Nachdem zuletzt Valentino Rossi in der Saison 2017 in Assen gewonnen hatte, triumphierte am Sonntag beim Grand Prix von Australien auf Phillip Island dessen Teamkollege Maverick Vinales und hat sich damit in den Kampf zwischen Rossi und Andrea Dovizioso (Ducati) um den MotoGP-Vizetitel 2018 eingemischt.

Alex Rins, Valentino Rossi

Suzuki-Pilot Alex Rins bezwang Rossi trotz früher Kollision mit Sieger Vinales Zoom

So souverän Vinales nach (einmal mehr) schlechtem Start unterwegs war, so schwer tat sich Rossi. Zwischenzeitlich an zweiter Stelle hinter seinem führenden Teamkollegen liegend, fiel "The Doctor" in der Schlussphase des 27-Runden-Rennens auf der australischen Insel sukzessive zurück. Am Ende duellierte er sich mit Alex Rins (Suzuki) um Platz fünf, unterlag dabei aber um 0,115 Sekunden. Auf seinen siegreichen Teamkollegen Vinales fehlten Rossi unterm Strich etwas mehr als fünf Sekunden.

"Leider hatte ich von der ersten Runde an beim Herausbeschleunigen aus den Kurven nicht genügend Grip. Das Motorrad rutschte ein bisschen zu stark", schildert Rossi sein Hauptproblem am Australien-Sonntag, an dem es verglichen zum Samstag deutlich wärmer war. "Ich versuchte, behutsam zu fahren und die Reifen zu schonen, aber nach 15 Runden steckte ich in Schwierigkeiten", bedauert der Italiener.

Rins bezwingt Rossi nach Kollision mit Vinales

"Ehrlich gesagt hatte ich damit gerechnet, dass ich stärker sein würde", bekennt Rossi und erklärt, was der Unterschied zwischen ihm und Vinales war: "Grundsätzlich unterscheiden sich unsere Abstimmungen nicht allzu sehr. Unsere Fahrstile sind aber ein wenig unterschiedlich. Beim Beschleunigen rutsche ich ein bisschen zu viel, während Maverick auch beim Sliden einen etwas besseren Vorwärtsdrang hat. Speziell an diesem Wochenende ist er sehr stark gefahren und hatte weniger Probleme als ich."

Valentino Rossi

Valentino Rossi kämpfte am Sonntag auf Phillip Island mit stumpfen Waffen Zoom

So kam es, dass sich Rossi anstatt mit Vinales um die Spitze zu kämpfen, im Duell gegen Suzuki-Pilot Rins um Platz fünf wiederfand. Der Spanier bezwang den Italiener und berichtet: "Es war ein interessantes Rennen. In der Anfangsphase habe ich viel gelernt. Dann aber wurde ich von hinten getroffen und verlor den Anschluss an die Spitzengruppe."

Auf Nachfrage, wer ihn von hinten getroffen hat, antwortet Rins: "Es war Vinales. Als er in den ersten Runden des Rennens hinter mir lag, fuhr er auf mich auf. Anschließend konnte ich nicht mehr ganz so aggressiv fahren. Im Zweikampf mit Miller habe ich sehr viel Zeit verloren. Das Positive ist aber, dass ich den wirklich engen Kampf gegen Valentino für mich entschieden habe."

Rossi verliert im Kampf um Vizetitel doppelt an Boden

Rossi hält nach dem Australien-Grand-Prix zusammenfassend fest: "Für Yamaha war es natürlich ein guter Tag, denn es ist lange her, dass wir zuletzt gewonnen haben. Wir dürfen aber nicht nachlassen und müssen weiter hart arbeiten. Was mich persönlich betrifft, so hatte ich das Problem [mit dem mangelnden Grip und hohen Reifenverschleiß] schon oft. Wir müssen jetzt verstehen, warum das so ist und müssen einen Weg finden, das Ganze zu verbessern."

Andrea Dovizioso, Maverick Vinales, Valentino Rossi

Vinales hat sich mit seinem Sieg in den Kampf Dovizioso vs. Rossi eingemischt Zoom

In der WM-Situation hat Rossi als aktueller Dritter nun 15 Punkte Rückstand auf Dovizioso, der das Rennen auf Platz drei abgeschlossen hat. Gleichzeitig liegt Vinales nach seinem ersten Saisonsieg nun nur noch 15 Punkte hinter Rossi und hat somit bei den zwei verbleibenden Grands Prix (Malaysia und Valencia) ebenfalls noch Chancen auf den Vizetitel 2018.

"Ich habe heute einige Punkte auf 'Dovi' verloren, aber vor allem auf Maverick. Er liegt jetzt nicht mehr weit zurück", weiß Rossi und setzt seine eigenen Erwartungen für Sepang und Valencia niedrig an, indem er sagt: "Daher wird es für mich wohl eher um den dritten Rang als um den zweiten Rang gehen."

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