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Valencia-Test: Rossi und Vinales noch mit vielen Baustellen

Während Maverick Vinales am Dienstag weiter Chassis verglich, legte Valentino Rossi seinen Fokus auf den neuen Motor - Bei beiden gibt es Unsicherheiten

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Maverick Vinales am ersten MotoGP-Testtag in Valencia die Spitzenposition für sich verbuchen konnte, büßte der Yamaha-Pilot diese am Mittwoch ein. Weltmeister Marc Marquez war mit einer Bestzeit von 1:30.033 Minuten anderthalb Zehntelsekunden schneller als Vinales am Tag zuvor. Der wiederum kam nicht mehr ganz an seine Anfangspace hinan und beendete den zweiten Testtag als Fünfter. Im Gesamtklassement hält er aber Rang zwei.

Maverick Vinales, Valentino Rossi

Maverick Vinales und Valentino Rossi sind beim Chassis noch unsicher Zoom

"Der Test hier verlief am ersten Tag gut, heute nicht so gut...", resümiert Vinales. "Wir verloren pro Runde drei bis vier Zehntelsekunden mit dem gleichen Motorrad. Es gibt also immer noch etwas, dass wir nicht verstehen und woran wir arbeiten müssen, um uns für eines der Chassis zu entscheiden. Denn dafür muss man sich klar und sicher sein." Wie schon am Vortag lag der Fokus bei Vinales auch am Mittwoch auf Chassis-Vergleichstests.

Dabei erkennt der 22-Jährige sowohl beim 2016er- als auch beim 2017er-Chassis Vorteile: "Mit der aktuellen Variante habe ich eine bessere Traktion und Beschleunigung. Mit der Variante von 2016 habe ich ein besseres Gefühl für das Vorderrad. So ging es mir das ganze Jahr über." Auch in den Kurven fühle er sich mit dem Vorgängermodell wohler. Noch sei es aber zu früh, eine definitive Entscheidung über den weiteren Weg zu treffen.

Vinales: Beide Chassis haben ihre Vorteile

"Wir müssen abwarten", beschwichtigt Vinales. "Entweder wir arbeiten daran, die Beschleunigung beim 2016er-Chassis zu verbessern oder wir machen das 2017er-Chassis beim Bremsen und in den Kurven besser. Wir müssen uns im Klaren werden, welches der einfachste Weg ist, schnell zu sein." Das MotoGP-Saisonfinale am vergangenen Wochenende war Vinales mit dem alten Chassis gefahren und landete abgeschlagen auf dem zwölften Platz.

Beim Test am Dienstag gelang ihm dann auf rätselhafte Weise mit dem gleichen Material die Bestzeit. Um Gewissheit zu erlangen, woran die Schwankungen genau liegen, soll der Fokus beim Privattest in Malaysia Ende des Monats abermals auf dem Vergleich beider Varianten liegen, wie Vinales vorausblickt: "Ich werde wie hier in Valencia beide Motorräder ausprobieren. Vielleicht eignet sich die Strecke dort besser."

Die neue Aero-Verkleidung, die Vinales bereits am Dienstag testete, kam auch am zweiten Testtag wieder zum Einsatz. Darauf angesprochen, ob sie aufgrund der deutlich erkennbaren Winglets möglicherweise nicht dem Reglement entsprechen und damit illegal sein könnte, entgegnet der Yamaha-Pilot: "Warum? Aprilia tut es, Ducati auch. Es sieht wie ein Winglet aus, ist aber Teil der Verkleidung. Daher denke ich nicht, dass es illegal ist."

Rossi konzentriert sich auf neuen Motor

Letzten Endes sei es aber Aufgabe der Dorna, das zu beurteilen. "Was auch immer sie entscheiden, akzeptiere ich", so Vinales. Behalten würde er die neue Aero-Variante aber gern. Denn sie fühle sich sehr, sehr gut an: "Wir machen damit Fortschritte. Gerade hier in Valencia hilft sie uns." MotoGP-Technikdirektor Danny Aldridge deutete jedoch bereits an, dass Änderungen nötig seien und dies daher nicht die finale Version der Verkleidung sein werde.


MotoGP-Test in Valencia

Gut möglich, dass Yamaha zum Test in Sepang ein entsprechendes Update mitbringen wird. Dort hofft Vinales auf mindestens einen Regentag. "Ein kompletter Tag im Nassen wäre perfekt für uns, um die Motorräder, die Elektronik und die neuen Motoren zu testen", erklärt der Spanier, der bei Regenrennen in der vergangenen Saison oft über fehlenden Grip und mangelnde Beschleunigung klagte. Ähnlich ging es oft auch Valentino Rossi.

Der Italiener beendete den Mittwoch als Siebter, in der Gesamtwertung hielt er Platz vier. Sein Fokus für den zweiten Testtag war klar: "Wir haben verschiedene Motoren getestet. Es war ein langer, aber positiver Tag. Wir haben auch andere Dinge ausprobiert, aber nichts Großes." Weil das Hauptaugenmerk auf dem neuen Motor lag, verzichtete Rossi auf Vergleichstests beim Chassis und nutzte nur das 2016er-Motorrad, mit dem er schon am Vortag schneller war.

Neues Chassis für 2018 nicht vor Februar?

Zum neuen Antrieb erklärt der Yamaha-Pilot: "Ziel ist es, mehr Leistung zu haben, aber nichts vom Charakter des Motors zu verlieren. Da gibt es positive und negative Erkenntnisse. Im Allgemeinen sieht es aber nicht so schlecht aus. Valencia ist nicht gerade prädestiniert, um den Motor zu testen, weil die Strecke sehr eng ist. Aber um ein erstes Verständnis zu entwickeln, war es in okay. In Sepang werden wir damit weitermachen."

Dort beabsichtigt Rossi, den Vergleich von altem und neuem Chassis wieder verstärkt in den Blick zu nehmen. Noch sei er sich diesbezüglich nämlich nicht sicher. Ein komplett neues Chassis für 2018 erwartet er nicht vor Februar. "Das jüngste Chassis, das wir nutzen, war eigentlich für das Ende der Saison geplant", so der Italiener. "Wir entschieden uns aber, es schon früher zu nutzen. In diesem Sinne sind wir quasi einen Schritt voraus."

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