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Suzuki-Totalausfall im letzten Heim-GP: Was bei Rins und Tsuda los war

Das letzte MotoGP-Rennen von Suzuki auf seiner Heimstrecke endet im Pech: Alex Rins muss mit Reifenschaden aufgeben, Takuya Tsudas Bike geht in Flammen auf

(Motorsport-Total.com) - Für Suzuki hätte es beim letzten Heim-Grand-Prix in Japan kaum schlimmer kommen können. Joan Mir fehlte verletzungsbedingt. Teamkollege Alex Rins und Ersatzmann Tayuka Tsuda kamen nicht ins Ziel, und das wegen technischer Probleme.

Alex Rins

Alex Rins startete gut in den Grand Prix, musste dann aber aufgeben Zoom

Dabei begann das Rennen für Rins vielversprechend. "Ich hatte einen guten Start und konnte einige Positionen gutmachen", blickt der Spanier zurück. Von Startplatz 18 fuhr er zunächst auf Rang elf vor. Dann aber fiel der Suzuki-Pilot sukzessive zurück und musste das Rennen nach 14 Runden schließlich aufgeben.

Auslöser dafür war ein Vorfall, der sich schon kurz nach dem Start ereignet hatte. "In Kurve 3 der ersten Runde ging mir der Platz aus und ich musste auf dem Randstein bremsen", erklärt Rins. "Zunächst fühlte sich noch alles in Ordnung an, aber Runde für Runde bekam ich mehr Probleme mit dem Vorderreifen."

"Ich musste ständig aufpassen, nicht übers Vorderrad zu stürzen. Ich entschied mich dann, an die Box zu gehen, denn irgendetwas war definitiv nicht normal. Wir checkten die Daten und stellten fest, dass der Reifen nach vier, fünf Runden Luft verlor."

Felgenbruch zwingt Alex Rins zur Aufgabe

"Es sieht nach einem schleichenden Reifenschaden aus oder die Felge hat sich verdreht, sodass es zum Druckverlust kam." Ähnliches war in dieser Saison auch Enea Bastianini (Gresini-Ducati) passiert. Er erwischte in Spielberg einen Randstein unglücklich, beschädigte sich dabei die Felge und musste aufgeben.

Tatsächlich bestätigte sich im Falle von Rins bei genauerer Untersuchung ein Luftleck, verursacht durch eine Delle in der Felge. "Der Felgenbruch entstand beim harten Bremsen auf den Randsteinen in den ersten Runden, was zu einem Druckverlust führte und das Motorrad schließlich unfahrbar machte", so das Team.

"Es ist das erste Mal, dass uns so etwas passiert. Der Randstein in Kurve 3 ist kein doppelter Randstein wie etwa in Misano", zeigt sich Rins erstaunt und nimmt den Ausfall mit Galgenhumor: "Das Glück hat es mal wieder gut gemeint mit uns in diesem Jahr."

"Aber natürlich ist das eine Katastrophe. Wir hatten eine gute Pace. Alle waren sich bezüglich der Reifenwahl nicht so sicher. Wir hatten ja nicht so viel Zeit, das Motorrad abzustimmen. Aber es ist, was es ist. Es ist einfach schade, weil es das letzte Mal hier in Motegi mit Suzuki war und auch Tsuda Probleme hat."

Testfahrer Tsuda stellt brennende Suzuki ab

Das Motorrad des japanischen Testfahrers ging in der zwölften Runde plötzlich in Flammen auf. Schuld war laut Team ein Ölleck, das auf den Auspuff seine GSX-RR tropfte. Tsuda konnte sein Bike zum Glück noch gerade rechtzeitig abstellen und absteigen.

"Ich hatte einen guten Start, aber dann spürte ich etwas Seltsames mit dem Motor, also war ich vorsichtig und aufmerksam. Ich spürte einen Leistungsabfall, und dann passierte das Feuer und ich musste anhalten", schildert Tsuda die Situation. "Ich hatte eigentlich ein sehr gutes Gefühl, deshalb ist es wirklich enttäuschend."

Auch Teammanager Livio Suppo betont: "Natürlich wollten wir nicht, dass der Heim-Grand-Prix von Suzuki so verläuft, und auch nicht, dass wir uns so von all den tollen japanischen Fans verabschieden. Das einzig Positive ist, dass nicht lange über das Ergebnis grübeln können, da es direkt nach Thailand geht."

Und der technische Leiter Ken Kawauchi ergänzt: "Es tut mir so leid für die japanischen Fans, wir wollten hier zu Hause wirklich ein gutes Rennen haben. Aber es sind noch vier Rennen, und wir werden weiter daran arbeiten, gute Ergebnisse zu erzielen."

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