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  • 14.07.2021 · 14:58

  • von Mario Fritzsche, Co-Autor: German Garcia Casanova

"Stillstand": Maverick Vinales will Entscheidung für 2022 nicht überstürzen

Teamwechsel, Auszeit, Rücktritt? Maverick Vinales weiß noch nicht, wie es für ihn nach der Trennung von Yamaha zum Ende der MotoGP-Saison 2021 weitergeht

(Motorsport-Total.com) - Die vorzeitige Vertragsauflösung zwischen Maverick Vinales und Yamaha war das große Thema am Rande des letzten Rennwochenendes vor der derzeit laufenden MotoGP-Sommerpause 2021.

Maverick Vinales

Wie wird es für Maverick Vinales nach Ende der Saison 2021 weitergehen? Zoom

Während die Piloten anlässlich des Grand Prix der Niederlande in Assen ihre Runden drehten, sickerte durch, dass die Zusammenarbeit zwischen Vinales und Yamaha nicht wie vertraglich vorgesehen bis Ende 2022 andauern wird.

Am Tag nach dem Rennen in Assen wurde seitens Yamaha offiziell bestätigt, dass man schon Ende 2021 getrennte Wege gehen wird. Vinales ist somit für 2022 auf dem Markt. Mit einer Entscheidung, für wen beziehungsweise ob überhaupt er fahren wird, lässt sich der 26-jährige Spanier aber Zeit.

Vor wenigen Wochen ist Vinales erstmals Vater geworden. Tochter Nina, deren Namen er an der Sitzbank seiner Werks-Yamaha platziert hat, kam im Mai kurz vor dem Grand Prix von Italien zur Welt. Die Zeit mit der Familie ist das, worauf sich Vinales nun konzentriert. An die MotoGP-Szene denkt er in der Sommerpause fast gar nicht.

Maverick Vinales

Nina "fährt mit": Der Name von Vinales' Tochter prangt seit Mugello auf der M1 Zoom

Am Dienstag aber legte Vinales doch einen seltenen Streckentag ein. Denn auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya war einer einer von vier MotoGP-Piloten, die mit einer Serienmaschine ihres jeweiligen Arbeitgebers testeten. Neben Yamaha-Pilot Vinales waren Pol Espargaro (Honda), Jack Miller (Ducati) und Alex Rins (Suzuki) unterwegs. (Fotos: MotoGP-Piloten testen in Barcelona)

Am Rande des Privattests in Barcelona äußerte sich Vinales zu seiner aktuellen Situation, die er wörtlich mit "Stillstand" beschreibt. "Ich will jetzt meinen Urlaub genießen, denn die erste Saisonhälfte war ziemlich zäh. Ich will jetzt meine Familie genießen", so der Spanier, um auf Nachfrage, wie es mit einem Vertrag für das nächste Jahr aussieht, zu antworten: "Momentan habe ich nichts. Ich will es ruhig angehen lassen. Dann werden wir schon sehen, was 2022 passiert."

Im Zuge der Verkündung, dass seine Zeit im Yamaha-Werksteam, für das er seit 2017 fährt, bereits nach fünf und nicht wie geplant nach mindestens sechs Jahren zu Ende geht, hatte Vinales wiederholt einen Hauptgrund genannt. Mit der M1 ist er seit geraumer Zeit nicht in der Lage, sein Maximum zu geben. Dieser Punkt ist ihm auch bei einer Entscheidung für 2022 ganz wichtig.

"Das Wichtigste ist es, konkurrenzfähig zu sein. Was mich am meisten frustriert ist, dass ich nicht 100 Prozent meiner Leistungsfähigkeit umsetzen kann. Und wenn es so ist, dass ich mein volles Potenzial nicht zeigen kann, dann bleibe ich lieber zu Hause und genieße das Leben. Letzten Endes ist es doch so, dass die Zeit heutzutage wie im Flug vergeht. Es geht ganz schnell, dass zehn Jahre rum sind und du die nicht genossen hast", so der 26-Jährige, dessen Karriere in der Königsklasse MotoGP im Jahr 2015 bei Suzuki begann.


Fotostrecke: Die Karriere-Highlights von Maverick Vinales

Vorausgesetzt der MotoGP-Kalender 2021 bleibt so bestehen wie es aktuell geplant ist und die Zusammenarbeit zwischen Yamaha und Vinales geht nicht noch früher zu Ende als worauf man sich jetzt verständigt hat, dann bleiben dem Spanier noch zehn Rennen auf der M1. Weiter geht es am 8. August mit dem ersten der beiden Österreich-Rennen in Spielberg. Für dieses und für die folgenden Rennen hat Vinales ein klares Ziel.

"Momentan ist es so, dass wir einfach nur arbeiten. Wenn ich an der Strecke bin, habe ich überhaupt keinen Spaß. In der zweiten Saisonhälfte will ich diese Dynamik verändern. Ich will die Zeit genießen und ich will mein Maximum geben. Ich werde mich dabei so professionell verhalten wie es sein soll", beteuert der Noch-Yamaha-Werkspilot.

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