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Stefan Bradl erklärt: Darum macht der Vorderreifen Probleme

Stefan Bradl war am Dienstag in Valencia nur eins von insgesamt zehn Sturzopfern - Er erklärt, warum sich die MotoGP-Asse mit den neuen Reifen so schwertun

(Motorsport-Total.com) - Zwölf Stürze von zehn unterschiedlichen Piloten notierten die Statistiker beim MotoGP-Test in Valencia am Dienstag. Auch Stefan Bradl flog während der sieben Stunden auf dem Circuit Ricardo Tormo einmal ab. Fast alle Piloten machen den neuen Vorderreifen von Michelin dafür verantwortlich. "Fast 50 Prozent der Fahrer sind heute mindestens einmal gestürzt, ich wir auch dabei. Das ist natürlich nicht der perfekte Einstand", weiß Bradl, der eine Erklärung für die vielen Abflüge liefert.

Stefan Bradl

Stefan Bradl hat Probleme, sich an den neuen Vorderreifen zu gewöhnen Zoom

"Es fehlt uns am Gefühl für das Vorderrad, das müssen wir nicht groß verheimlichen, das war heute ganz offensichtlich. Der Grip am Hinterreifen ist gut, das wusste man vorher auch schon, aber es fehlt am Gefühl fürs Vorderrad. Daran haben wir heute gearbeitet und ein paar Veränderungen gemacht, um das Setup anzupassen", verrät Bradl am Abend nach der langen Testsession.

"Natürlich muss man auch dementsprechend reagieren, weil der Grip am Hinterrad sehr gut ist, dass man das Motorrad nicht zu nervös macht", erklärt Bradl und grübelt: "Wir haben noch keine klare Idee, ob wir mehr oder weniger Gewicht auf das Vorderrad transferieren müssen oder wie die Balance generell aussieht. Das ist noch ein Fragezeichen und da werden wir jetzt rumspielen."

Im Hinblick auf den Vorderreifen erklärt er: "Er ist nicht direkt genug und vermittelt nicht die Information, die der Bridgestone uns gegeben hat. Das vermissen wir etwas." Gleichzeitig weiß er allerdings auch: "Wir sind noch ganz am Anfang. Ich hatte einen Tag in Aragon und jetzt einen hier in Valencia. Jetzt müssen wir Anpassungsarbeit leisten." Bei den kommenden Tests wollen Bradl und Aprilia die Probleme in den Griff bekomme.


MotoGP: Wintertest in Valencia

"Bis zu einem gewissen Punkt kann man sehr gut pushen, aber darüber hinaus ist der Grat zum Limit einfach zu schmal", erklärt Bradl, der allerdings auch positive Erkenntnisse aus dem ersten Testtag mitnehmen konnte. "Das Gefühl fürs Hinterrad war nach einer Runde direkt sehr gut", freut sich der Deutsche und erklärt: "Das passt." Außerdem scheinen die Reifen sehr stabil zu sein.

Bradl fuhr mehr als 30 Runden auf einem Satz, muss allerdings einräumen, dass er dabei nicht konstant gefahren ist. Eine Rennsimulation war es also nicht. Außerdem hat Bradl nach seinem Sturz weniger gepusht als zuvor. Der Crash verhinderte außerdem, dass der Deutsche die neue Einheitselektronik ausprobieren konnte. Diesen Test möchten er und seine Crew nun am Mittwoch nachholen.

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