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Startplatz sechs für Rossi: "Quartararo und Vinales sind schneller als ich"

Valentino Rossi muss sich als Sechster im Qualifying von Aragon erneut hinter der eigenen Markenkonkurrenz einordnen - Dennoch deutliche Steigerung zum Vorjahr

(Motorsport-Total.com) - Die zweite Startreihe war für Valentino Rossi im MotoGP-Qualifying von Aragon das Maximum. Auf Platz sechs trennten den Yamaha-Piloten 1,006 Sekunden von Pole-Setter Marc Marquez (Honda) - und damit Welten. Rossis Markenkollegen Fabio Quartararo und Maverick Vinales schafften es zwar erneut in Reihe eins, doch auch sie hatten Rückstand.

Valentino Rossi

Valentino Rossi zeigte sich mit Startplatz sechs in Aragon durchaus zufrieden Zoom

"Wenn man aus den ersten zwei Reihen startet, ist das immer gut, denn das heißt, dass man nicht allzu weit weg ist. Im Qualifying lief es recht gut und auch meine Pace ist nicht schlecht", resümiert Rossi. Was das Kräfteverhältnis in Aragon angeht, ähnele die Situation der beim vergangenen Rennwochenende in Misano, findet der "Doktor".

Er analysiert: "Marc ist der Schnellste, diesmal mit Abstand, aber auch Quartararo und Vinales sind schneller als ich. Es sieht so aus, als würden sie um das Podium kämpfen. Auch Rins ist hier schnell, muss aber von weiter hinten starten. Trotzdem hat er eine gute Pace und kann oft rasch aufholen." Der Suzuki-Pilot scheiterte bereits in Q1.

Im Vorjahr Startplatz 18: Rossi zieht Vergleich

Aufgrund des halbnassen dritten Freien Trainings fiel die Zeit auf trockener Strecke am Samstag kürzer aus als sonst. Mit der Abstimmung seiner Yamaha M1 war Rossi daher noch nicht ganz zufrieden. "Wir müssen uns verbessern, denn ich bin mit der Balance meines Motorrads nicht komplett glücklich, und das seit ein paar Rennen", räumt er ein.

"Ich bin auf der Bremse zu sehr am Limit. An diesem Bereich müssen wir arbeiten. Aber die Situation ist insgesamt recht positiv, insbesondere wenn wir uns ansehen, wo wir im vergangenen Jahr standen. Damals war ich im Qualifying Achtzehnter. Im Rennen wurde ich Achter und war beste Yamaha. Jetzt scheint das Motorrad konkurrenzfähiger zu sein."


Fotos: MotoGP in Aragon, Qualifying


Vor allem in der Beschleunigung und bei der Haltbarkeit der Reifen sieht Rossi Fortschritte. Letzteres führt er auf die Arbeit von Yamaha und nicht Reifenhersteller Michelin zurück: "Wir haben keine großen Veränderungen vorgenommen oder das Motorrad auf den Kopf gestellt. Aber wir arbeiten auf eine bessere Art und Weise", bekundet der Italiener.

Entwicklung bei Yamaha: "Jeder geht seinen Weg"

"Ich denke, Yamaha engagiert sich jetzt mehr und agiert cleverer. Deshalb sehen wir eine Steigerung. Ich hoffe, so geht es weiter, sodass wir in den Kampf um den Sieg zurückkehren können." In Aragon sieht es für ihn mit Blick auf seine Markenkollegen so aus, "als könnten alle Yamahas um die Top 5 oder das Podium kämpfen. Das ist positiv."

"Aber für mich persönlich müssen wir uns noch steigern, um mit Quartararo und Vinales kämpfen zu können", hält Rossi fest. Angesprochen auf die unterschiedlichen Entwicklungslinien, die er und Teamkollege Vinales etwa bei der neuen Carbon-Hinterradschwinge verfolgen, betont der 40-Jährige: "Ich kenne nur meine Situation wirklich genau."

Valentino Rossi

Rossi setzt seit Misano auf die neue Carbonschwinge und den Doppelaufpuff Zoom

Während Rossi die neue Schwinge seit Misano nutzt, hat Vinales diese vorerst zurückgestellt und fährt mit der Aluminium-Variante. Dazu erklärt der Italiener: "Ich habe viel Erfahrung und normalerweise ein gutes Gespür, wenn es um die Entwicklung geht. Ich freue mich immer, wenn Yamaha etwas Interessantes mitbringt, um daran zu arbeiten."

Das beste Bike im Feld? "Es ist ein Auf und Ab"

Schließlich müsse man auch an die Zukunft und nicht nur an morgen denken, so Rossi. "Abgesehen davon ist Maverick sehr, sehr schnell. Er befindet sich in einer tollen Form, stand mehrfach auf dem Podest und hat ein Rennen gewonnen", und das ohne die neuen Teile von Yamaha. "Ich denke, da geht jeder seinen eigenen Weg", betont Rossi.

Damit, seine M1 in ein Ranking der aktuellen MotoGP-Bikes zu bringen, tut er sich schwer. Dafür seien die Schwankungen - auch bei anderen Herstellern - zu groß: "Wenn man zum Beispiel Ducati nimmt: Sie haben in Spielberg gewonnen, hatten in Silverstone aber zu kämpfen. Oder Rins: Er war in Silverstone fantastisch, in Misano hingegen langsam."

"Es gibt also einige Aufs und Abs, die schwer einzuordnen sind. Deshalb ist auch ein Ranking der Hersteller schwierig", findet Rossi. "Was uns betrifft, haben wir nichts Weltbewegendes verändert, sondern arbeiten besser mit der Elektronik und machen so in der Beschleunigung Fortschritte. Das Motorrad hat ein gutes Potenzial und das ist positiv."

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