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Rivola denkt an größeres Engagement: Aprilia-Werksteam plus Satellitenteam

Massimo Rivola will in Zukunft Aprilia als eigenständiges Werksteam etablieren und zusätzlich ein Partnerteam haben - Für diese Pläne muss er Piaggio überzeugen

(Motorsport-Total.com) - Aprilia tritt zwar mit einem eigenen Werksteam an, ist aber formal ein Privatteam in der MotoGP. Als die italienische Marke 2015 in die Königsklasse zurückgekehrt ist, ging man eine Partnerschaft mit dem Rennstall von Fausto Gresini ein und übernahm die beiden Startplätze. Formal heißt das Team deshalb Aprilia-Racing-Team-Gresini.

Aleix Espargaro, Andrea Iannone

Auch 2019 beendete Aprilia auf dem letzten Platz der Konstrukteurswertung Zoom

In Zukunft will Aprilia-Motorsportchef Massimo Rivola das Engagement anders aufstellen, wie er gegenüber 'Motorsport-Total.com' verrät: "Alle Verträge laufen Ende 2021 aus. Mein Ziel ist es, ein offizielles Werksteam für die Phase 2022 bis 2026 zu werden. Und idealerweise haben wir dann ein zusätzliches Satellitenteam."

Das Projekt soll also ähnlich aufgestellt werden wie bei der Konkurrenz. Es gibt ein eigenständiges Werksteam und dazu ein Partnerteam wie Gresini. "Mit vier Motorrädern kann man schneller entwickeln", so Rivola. "Es wäre ein anderes Engagement, aber aus meiner Sicht ist das der Weg, den wir einschlagen müssen."


Fotostrecke: Von RS-Cube bis RS-GP: Alle MotoGP-Bikes von Aprilia seit 2002

Ob das umsetzbar ist, ist derzeit allerdings offen. 2022 könnte zu früh kommen, denn um zwei Teams ausrüsten zu können, müssten im Hintergrund schon jetzt die Planungen anlaufen. Es benötigt mehr Manpower und auch die Zulieferer müssten aufstocken, um das Projekt praktisch verdoppeln zu können.

Dazu braucht es auch finanziellen Einsatz. Rivola stimmt zu, dass 2022 für diesen Plan noch zu früh kommen könnte: "Bevor wir diesen Punkt erreichen, müssen wir auch innerhalb von Piaggio unsere Glaubwürdigkeit beweisen. Wir müssen Piaggio überzeugen, dass das der Weg ist." Zunächst liegen die Hoffnungen auf dem neu entwickelten Motorrad für 2020, mit dem ein Schritt nach vorne gelingen soll.

Mit guten Ergebnisse könnte Rivola auch innerhalb der Piaggio-Gruppe für ein größeres Engagement argumentieren. "Der Ball liegt bei uns. Wenn wir ihn gut spielen, dann könnten sie uns zustimmen und wir könnten diese Richtung einschlagen. Es ist noch nichts offiziell, aber das würde ich gerne tun. Ich kann natürlich nicht garantieren, dass das passieren wird."

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