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Pol Espargaro beim Jerez-Test in den Top 10, KTM-Rookies tun sich schwer

KTM arbeitet beim MotoGP-Test in Jerez weiter am neuen Chassis, mit dem Pol Espargaro erneut in die Top 10 vordringt - Brad Binder und Iker Lecuona lernen

(Motorsport-Total.com) - Pol Espargaro bildete beim MotoGP-Test in Jerez wie so oft die Speerspitze von KTM, und das nicht nur im Klassement. Mit einer Zeit von 1:38.211 Minuten hielt sich der Spanier am Ende der beiden Testtage auf dem neunten Rang. Auf ihn entfiel auch der Großteil der Entwicklungsarbeit.

Pol Espargaro

Pol Espargaro arbeitete mit KTM in Jerez weiter an der neuen Chassis-Konstruktion Zoom

Während sich die beiden KTM-Rookies Brad Binder und Iker Lecuona weiter auf die Anpassung ihres Fahrstils konzentrierten, fiel Testpilot Dani Pedrosa am Montag wegen einer Magenverstimmung aus. Am Dienstag legte er dann aufgrund des verregneten Wetters insgesamt nur elf Runden zurück.

Den neuen Prototypen für 2020 auf Herz und Nieren zu prüfen und die Eindrücke aus Valencia zu bestätigen, war demnach Aufgabe von Espargaro. Seine Arbeit konzentrierte sich dabei auf ein neues Aerodynamik-Paket sowie das Chassis.

Pol Espargaro lobt Konstanz auf gebrauchten Reifen

"Im Moment ist es noch nicht die größte Verbesserung, aber schon ein kleiner Schritt", kommentiert Espargaro. "Mir sind auch mit dem alten Bike gute Rundenzeiten gelungen, aber das ist erst der Anfang mit dem neuen Chassis." Bei einem Sturz am Montag blieb es glücklicherweise unbeschädigt.

Der KTM-Pilot führte den Crash auf die kühlen und windigen Bedingungen vor Ort zurück. Mit einem Motor-Update war er in Jerez nicht unterwegs. Bis Malaysia werde im Werk weiter daran gearbeitet, um dort noch einen Schritt nach vorn zu machen.


Fotos: MotoGP-Test in Jerez


Trotz der widrigen Bedingungen, die die Testarbeit am Dienstag behinderten, hält Espargaro fest: "Glücklicherweise haben wir am Morgen einige Runden gemacht, als wir uns recht gut fühlten, und wir waren nur drei Zehntel vom Spitzenreiter entfernt, mit zehn Runden auf dem Reifen, was für die Konstanz wichtig war."

Rookies in Jerez mit Rückstand: Warten auf den Kick

Insgesamt sei die bisherige Vorsaison gut verlaufen. "Wir haben viel getan und viele neue Sachen in Valencia getestet und wir waren schnell", resümiert der Spanier. "Ich freue mich schon jetzt, die RC16 2020 wieder in Malaysia zu testen."

Dann wollen auch die KTM-Rookies weiter an sich arbeiten. In Jerez testeten beide mit dem Standard-Bike. Lecuona belegte nach zwei Tagen Platz 21 und hatte 2,749 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Binder rangierte direkt dahinter als Vorletzter. Ihm fehlten 2,812 Sekunden zur Gesamtbestzeit.

"Ich denke, ich habe mich hier besser geschlagen als beim letzten Test, auch wenn die Rundenzeit das nicht zeigt", sagt er. "Ich fühlte mich wohler und auch der Rhythmus war besser. Aber es ist noch ein langer Weg. Ich warte auf den Klick."

Brad Binder schwärmt über gutes Gefühl im Nassen

Brad Binder

Brad Binder hatte von allen Rookies auch in Jerez wieder den größten Rückstand Zoom

Der Südafrikaner gibt zu: "Es war nicht einfach, sich an das neue Motorrad anzupassen. Ich denke, ich muss mein Fahrverhalten noch verbessern, mehr Gefühl für das Vorderrad und mehr Vertrauen aufbauen, um das Bike so zu bewegen, wie ich es will, insbesondere am Kurveneingang."

Seine ersten Runden auf nasser Strecke bewertet Binder als positiv. "Besser als in der Moto2", schwärmt der MotoGP-Rookie und nennt die Traktionskontrolle und die Michelin-Reifen als Pluspunkte. "Es war wirklich großartig."

Auch für Lecuona war es in der MotoGP das erste Mal bei nassen Bedingungen. "Mir gefiel das Gefühl, obwohl ich nicht an jedem Punkt das Limit fand", sagt er. "Für nächstes Jahr weiß ich, dass ich mich auf der Bremse und beim Aufstellen des Bikes verbessern muss, aber schließlich ist bei Nässe alles ganz gut gelaufen."

Iker Lecuona gestürzt: "Manchmal noch zu aggressiv"

Auf trockener Strecke hatte der Spanier am Montag in Kurve 4 noch einen heftigen Sturz verkraften müssen. Generell tat er sich in Jerez etwas schwerer als in Valencia. "Auf dieser Strecke muss man mit dem Motorrad sehr sanft umgehen, um schnell zu sein. Ich bin manchmal noch etwas zu aggressiv", erklärt Lecuona.

Iker Lecuona

Iker Lecuona überstand einen bösen Abflug am Montag zum Glück unbeschadet Zoom

Das Testfazit von KTM-Teammanager Mike Leitner fällt positiv aus: "Wir konnten viele Dinge bestätigen, die wir in Valencia ausprobiert haben. Im Allgemeinen sind wir glücklich und können unsere Fahrer in die Winterpause schicken."

"Auch die technischen Zusammenfassungen, die wir gemacht haben, waren gut. Wir sind immer noch nicht an dem Punkt, an dem wir sagen können: 'Alles ist fixiert', aber die wichtigen Informationen sind angekommen und wir können für Malaysia und Katar planen", blickt Leitner auf die Tests 2020 voraus.

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