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MotoGP-Shakedown in Katar: Stefan Bradl am Freitag der Schnellste

Die MotoGP-Saisonvorbereitungen beginnen mit den Testfahrern und MotoGP-Rookies - Wind und Sand beeinträchtigen den Tag - Stefan Bradl fährt Bestzeit

(Motorsport-Total.com) - Der Startschuss für die MotoGP-Saison 2021 ist mit dem Beginn der Testfahrten in Katar gefallen. Am ersten Tag waren die Topstars noch nicht auf der Strecke. Honda-Testfahrer Stefan Bradl stellte mit 1:55.614 Minuten die Bestzeit auf. Diese Zeit fuhr der Deutsche am Abend unter Flutlicht. Zum Vergleich lautet der Rundenrekord 1:53.380 Minuten. Mit 60 Runden legte Bradl auch die meisten Kilometer zurück.

Stefan Bradl

Honda-Testfahrer Stefan Bradl springt wie gewohnt für Marc Marquez ein Zoom

Der Freitag war prinzipiell für die Testfahrer, die Rookies sowie für Aprilia als einziges "Concession-Team" reserviert. 13 Fahrer waren beim sogenannten Shakedown auf der Strecke. Allerdings waren die Verhältnisse alles andere als optimal.

Es wehten sehr starke Windböen über den Losail-Kurs, wodurch auch Wüstensand auf den Asphalt befördert wurde. Einmal gab es eine kurze Unterbrechung, weil sich ein Airfence gelöst hatte und wieder montiert werden musste.

"Es war sehr windig und staubig", berichtet Bradl. "Fahren war schwer, weil man viel Kraft braucht, um das Motorrad ruhig zu halten. Am Ende wurden die Verhältnisse etwas besser. Zumindest konnten wir die wichtigen Dinge erledigen. Ich hatte schon befürchtet, dass es ein Tag zum Vergessen wird."

"Ich glaube, ich bin zum letzten Mal 2016 in Katar gefahren. Von Beginn an habe ich mich auf dem Motorrad wohlgefühlt. Wir haben die Aufgaben erledigen können. Heute haben wir uns auf die Elektronik konzentriert. Es war ein guter erster Tag. Für jeden Tag haben wir einen Plan."


Fotos: MotoGP-Test 2021 in Doha (1)


Ans Limit konnten die Fahrer aufgrund des starken Windes und des Sands nicht gehen, was sich auch in den Rundenzeiten widerspiegelte. Deshalb ging es in erster Linie darum, ein paar Runden zu drehen und nach der Winterpause wieder in einen Rhythmus zu finden. (Hier alle Fotos vom Test!)

Ducati-Testfahrer Michele Pirro nutzte beispielsweise den Tag, um unter anderem auch Checkrunden mit den Motorrädern von Jack Miller, Francesco Bagnaia und Johann Zarco zu fahren, damit für den Samstag alles für den Testbeginn vorbereitet ist.

Crutchlow testet erstmals die aktuelle Yamaha M1

Erstmals war Cal Crutchlow als neuer Yamaha-Testfahrer im Einsatz. Der Brite muss sich die drei Testmotorräder mit den japanischen Testfahrern Katsuyuki Nakasuga und Kohta Nozane teilen. Man wird auch nichts am Set-up verändern, um Vergleichsdaten ziehen zu können.

Cal Crutchlow

Zum ersten Mal seit 2013 saß Cal Crutchlow wieder auf der Yamaha M1 Zoom

Crutchlow wird auch an den kommenden Tagen fahren. Sein primärer Plan lautet, die Yamaha und die Ingenieure kennenzulernen und mit Fortdauer auch die Sitzposition und Details anzupassen. Im Laufe des Jahres ist für den Briten ein umfassendes Testprogramm geplant.

Für Honda war wie gewohnt Bradl im Einsatz. Gearbeitet wurde über den Winter auch am Chassis. Heute lag der Fokus auf der Elektronikabstimmung. Weiteren Aspekten des Bikes wollen sich die Ingenieure in den nächsten Tagen widmen.

KTM setzt auf Edeltestfahrer Dani Pedrosa. Mika Kallio, der sich vor kurzem beim Motocross-Training im Schnee ein Bein gebrochen hat, war von vornherein nicht für den Katar-Test vorgesehen gewesen. Pirro, Bradl und Pedrosa haben vor wenigen Wochen schon in Jerez getestet.

Suzuki beginnt so wie Yamaha erst in Katar mit dem Testprogramm für die neue Saison. Auf der GSX-RR sitzt weiterhin Routinier Sylvain Guintoli. Mit Takuya Tsuda hat Suzuki auch den japanischen Testfahrer auf der Strecke.

Erster MotoGP-Test für drei Rookies

Der 5. März war für drei Rookies ein ganz besonderer Tag. Jorge Martin, Enea Bastianini und Luca Marini fuhren zum ersten Mal ihre MotoGP-Bikes von Ducati. Es ging in erster Linie darum, die Sitzposition zu checken und ein erstes Gefühl für die Power zu finden.

Enea Bastianini

Moto2-Weltmeister Enea Bastianini war am Freitag der schnellste Rookie Zoom

Moto2-Weltmeister Bastianini kam schon auf einen Topspeed von 341,7 km/h. "Bestia" war am Freitag auch der beste Rookie. Bei seinem Esponsorama-Teamkollegen Marini gab es an einem Bike ein Elektronikproblem. Pramac-Fahrer Martin stürzte am Ausgang von Kurve 3, als sich sein Bike extrem aufgeschüttelt hatte.

Als "Concession-Team" durfte Aprilia schon am Freitag mit den beiden Stammfahrern Aleix Espargaro und Lorenzo Savadori ausrücken, wobei Espargaro heute keine Rundenzeit aufstellte. Tags zuvor wurde die in vielen Details überarbeitete RS-GP vorgestellt und Savadori als Stammfahrer bestätigt.

Aprilia hat die Aerodynamik überarbeitet. Dazu gibt es ein neues Chassis und eine neue Carbon-Schwinge. Für den V4-Motor wurden neue Zylinderköpfe entwickelt. Da Aprilia im Gegensatz zur Konkurrenz am meisten machen durfte, rechnen die Italiener mit einem Schritt nach vorne.


Fotos: MotoGP 2021: Aprilia zeigt die neue RS-GP


Damit der MotoGP-Tross in Katar einreisen durfte, musste bei der Ankunft am Flughafen ein negativer PCR-Test vorgewiesen werden. Am Flughafen wurde dann ein weiterer PCR-Test gemacht. Es gab auch positive Testergebnisse.

Laut einem Bericht von 'GPOne.com' befinden sich drei Personen in Quarantäne. Eine Person arbeitet bei Esponsorama für Marini. Dazu traf es einen Ingenieur vom Ducati-Testteam und eine Person von Aprilia.

Der richtige Test mit allen Fahrern und Teams findet am Samstag und Sonntag statt. Kommende Woche stehen von Mittwoch bis Freitag drei weitere Testtage für alle zur Verfügung. An allen Tagen ist die Boxengasse von 14:00 bis 21:00 Uhr Ortszeit (12:00 - 19:00 Uhr MEZ) geöffnet.

Ergebnis MotoGP-Shakedown-Test in Losail (Freitag):
01. Stefan Bradl (Honda) - 1:55.614 Minuten (60 Runden)
02. Yamaha-Testfahrer 2 (Yamaha) +1,236 Sekunden (58)
03. Yamaha-Testfahrer 1 (Yamaha) +1,518 (39)
04. Enea Bastianini (Esponsorama-Ducati) +2,437 (35)
05. Michele Pirro (Ducati) +2,442 (58)
06. Yamaha-Testfahrer 3 (Yamaha) +2,624 (11)
07. Lorenzo Savadori (Gresini-Aprilia) +2,659 (38)
08. Luca Marini (Esponsorama-Ducati) +2,762 (33)
09. Sylvain Guintoli (Suzuki) +3,000 (53)
10. Jorge Martin (Pramac-Ducati) +3,261 (31)
11. Dani Pedrosa (KTM) +3,441 (34)
12. Takuya Tsuda (Suzuki) +5,776 (24)
NC. Aleix Espargaro (Gresini-Aprilia) - keine Zeit

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