powered by Motorsport.com

MotoGP Montagstest in Jerez: Vinales Schnellster, Detailarbeit bei den Teams

Maverick Vinales fährt beim offiziellen Montagstest in Jerez Bestzeit - Fabio Quartararo verzichtet auf Testtag - Marc Marquez packt auch nach sieben Runden ein

(Motorsport-Total.com) - Einen Tag nach dem Grand Prix von Spanien fand in Jerez de la Frontera noch ein offizieller Testtag für die MotoGP-Klasse auf dem Programm. Die Teams konzentrierten sich auf Details, es gab kaum große Neuerungen. Viele "neue" Komponenten waren schon im März beim Katar-Test zu sehen gewesen. Sie wurden nun auf einer anderen Strecke gegengecheckt.

Maverick Vinales

Maverick Vinales drehte am Montag in Jerez 101 Runden Zoom

Nach den Armpump-Problemen im gestrigen Rennen legte Fabio Quartararo eine Pause ein und ließ den Testtag aus. Die Arbeit übernahm sein Yamaha-Teamkollege Vinales. Der Spanier konzentrierte sich auf Arbeit beim Set-up und Elektronik.

Zu Beginn des Tages blieb Vinales wegen eines Öllecks in Kurve 6 stehen. Am Nachmittag führte er Vergleichstests mit dem anderen Aerodynamikpaket durch, das schon in Katar getestet wurde. Die Winglets auf der Seitenverkleidung sind dabei anders geformt.

Vinales war am Montag mit 1:36.879 Minuten nicht nur der Schnellste, sondern mit 101 Runden auch der Fleißigste. Valentino Rossi versuchte Lösungen für seine Gripprobleme am Wochenende zu finden. Nach 73 Runden betrug sein Rückstand auf Vinales 0,8 Sekunden.

Aprilia-Ass Aleix Espargaro stürzte gegen Ende der ersten Teststunde auf dem Öl von Vinales in Kurve 6. Die Reinigungsarbeiten hatten eine kurze rote Flagge zur Folge. Aleix Espargaro ging für einen Check ins Medical Center, war aber okay. Sein Tag war nach zwölf Runden trotzdem vorbei.

Der Spanier wollte eigentlich auch Komponenten für 2022 ausprobieren. Teamkollege Lorenzo Savadori arbeitete an der Sitzposition und an generellen Dingen beim Set-up. Der Italiener stürzte gegen 15:00 Uhr ebenfalls in Kurve 6 - der Dani-Pedrosa-Kurve.

Marc Marquez gibt nach sieben Runden auf

Marc Marquez (Honda) rückte am Vormittag für sieben Runden aus und erklärte den Tag für beendet. Von seinem Crash am Samstag hat er einen steifen Nacken und Schmerzen. Marquez war kurz mit einer neuen Verkleidung auf der Strecke, bei der die Winglets an Yamaha erinnerten.

Marc Marquez

Honda testete eine neue Verkleidung mit anders geformten Winglets Zoom

Teamkollege Pol Espargaro hatte nach zweieinhalb Stunden einen Sturz in Kurve 1. Insgesamt drehte der Honda-Neuling 89 Runden. Auch Alex Marquez blieb am Nachmittag einmal mit einem technischen Problem in Kurve 5 stehen.

Takaaki Nakagami testete ein anderes Chassis und übernahm dann die Tests der neuen Verkleidung, nachdem Marquez die Segel gestrichen hatte. Diese Verkleidung hatte Stefan Bradl schon in Katar getestet. Heute rückte der Deutsche nicht aus. Er wird in drei Wochen privat in Jerez testen.

Suzuki testet wieder Motor für 2022

Suzuki setzte die Testarbeit für die Zukunft fort. Schon beim Wintertest in Katar kam ein neues Chassis und der Motor für 2022 zum Einsatz. Diese Komponenten wurden nun von Joan Mir und Alex Rins auf einer anderen Strecke mit dem aktuellen Material verglichen.

Alex Rins

Alex Rins reist nach Barcelona, um seine rechte Schulter untersuchen zu lassen Zoom

Mir arbeitete auch an der mechanischen und elektronischen Abstimmung. Rins beendete den Tag nach 59 Runden ebenfalls vorzeitig. Von seinem Trainingssturz hat der Spanier Schmerzen in der rechten Schulter. Deshalb will er sich im Krankenhaus in Barcelona gründlich untersuchen lassen.

KTM mit viel Arbeit, Ducati hat nichts Neues dabei

KTM probierte etwas beim Chassis aus und testete verschiedene Set-ups durch, für die im Laufe eines Rennwochenendes zu wenig Zeit ist. Vor allem Miguel Oliveira suchte nach Lösungen für seine Probleme in den vergangenen Tagen. Brad Binder hatte heute keinen Sturz.

Im Tech-3-Team arbeitete Danilo Petrucci weiter an seiner Anpassung an die KTM. Der ehemalige Ducati-Fahrer versucht auch seine Erfahrung einzubringen, denn die RC16 muss den Reifen in der Bremsphase und bei der Beschleunigung besser nutzen.

Ducati beendete den Testtag nach dem Doppelsieg am Vortag ebenfalls vorzeitig. Es gab keine neuen Entwicklungen. Man feilte an Set-ups, um kleine Probleme auszumerzen. Johann Zarco konzentrierte sich auf die Dämpfer, weil er in diesem Bereich sensibel ist und etwas finden möchte.

Der nächste offizielle Montagstest findet am Tag nach dem Grand Prix von Katalonien in Barcelona am 7. Juni statt.

Die Zeiten vom Montagstest in Jerez:
01. Maverick Vinales (Yamaha) - 1:36.879 Minuten (101 Runden)
02. Alex Rins (Suzuki) +0,034 Sekunden (59)
03. Joan Mir (Suzuki) +0,431 (64)
04. Takaaki Nakagami (LCR-Honda) +0,469 (71)
05. Johann Zarco (Pramac-Ducati) +0,556 (75)
06. Pol Espargaro (Honda) +0,627 (89)
07. Miguel Oliveira (KTM) +0,629 (72)
08. Luca Marini (Esponsorama-Ducati) +0,680 (66)
09. Franco Morbidelli (Petronas-Yamaha) +0,748 (67)
10. Francesco Bagnaia (Ducati) +0,811 (40)
11. Brad Binder (KTM) +0,819 (66)
12. Valentino Rossi (Petronas-Yamaha) +0,821 (73)
13. Enea Bastianini (Esponsorama-Ducati) +0,838 (54)
14. Aleix Espargaro (Aprilia) +1,006 (12)
15. Alex Marquez (LCR-Honda) +1,291 (75)
16. Marc Marquez (Honda) +1,424 (7)
17. Iker Lecuona (Tech-3-KTM) +1,495 (64)
18. Jack Miller (Ducati) +1,576 (44)
19. Danilo Petrucci (Tech-3-KTM) +1,729 (63)
20. Tito Rabat (Pramac-Ducati) +1,947 (65)
21. Lorenzo Savadori (Aprilia) +2,145 (54)
NC Stefan Bradl (Honda) - keine Zeit
NC Fabio Quartararo (Yamaha) - keine Zeit

Neueste Kommentare