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MotoGP-Legende Freddie Spencer: "Der Rennsport ist auf dem Höhepunkt"

Als Chef-Steward der MotoGP zieht Ex-Rennfahrer Freddie Spencer den Vergleich zwischen damals und heute - Doppelchampion 1985 würde nicht tauschen wollen

(Motorsport-Total.com) - 2019 kehrte Freddie Spencer, Doppelweltmeister von 1985, als MotoGP-Steward in die Königsklasse zurück. Holte er selbst vor mehr als 30 Jahren den Titel in der 250er- und 500er-Klasse, schaut er nun der Fahrergeneration von heute über die Schultern. Im Vergleich zu damals stellt er allerdings keine großen Unterschiede fest.

Freddie Spencer

Heute steht Freddie Spencer (rechts) am Streckenrand und ist zufrieden damit Zoom

"Die Realität ist: Rennfahrer sind Rennfahrer. Was den Spirit, die Motivation und Entschlossenheit angeht, hat sich nicht viel geändert", sagt der 58-Jährige. "Natürlich hat die Öffentlichkeit, das Ausmaß an Publicity, dem die Fahrer ausgesetzt sind, mit Sicherheit zugenommen. Aber ansonsten ist es nicht so viel anders als früher."

Mit der breiteren TV-Abdeckung werde nicht nur den Fans "ein wunderbarer Einblick" gewährt, "sie gibt uns auch Werkzeuge an die Hand, die uns in einer Reihe von Situationen helfen, wenn es zum Beispiel um Track-Limits oder dergleichen geht", weiß Spencer. Insofern sei der Rennsport heute um einiges professioneller organisiert.

Doch nicht nur das: "Er ist so wettbewerbsfähig geworden und befindet sich wahrscheinlich auf seinem Höhepunkt. Das macht es umso spannender, involviert zu sein", schwärmt der Ex-Rennfahrer und Steward. "Unsere Aufgabe ist es, den Fahrern die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit sie ihren Job machen können."

Tauschen wollen würde er nicht. "Ich gehöre zu jenen Menschen, die glauben, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert. Du wirst in eine Zeit geboren, um dort gewisse Dinge zu tun", sagt Spencer, der mit 72 Starts auf eine vergleichsweise kurze Karriere in der Motorrad-WM zurückblickt. Drei WM-Titel fuhr er insgesamt ein.


Fotostrecke: Honda: Von der NSR500 bis zur RC213V

"Natürlich gibt es immer die Frage nach dem 'Was wäre wenn?' Ich bin schon oft gefragt worden, ob ich eine längere Karriere gehabt hätte, wenn ich nicht in beiden Meisterschaften gleichzeitig angetreten wäre", blickt er auf seinen erfolgreichen Doppelstart auf der Honda NSR 250 und der Honda NSR 500 im Jahr 1985 zurück.

Danach gewann Spencer nie wieder einen Grand Prix - auch bedingt durch Verletzungen am Handgelenk, von denen einige glaubten, dass die körperliche Belastung der Teilnahme an zwei Meisterschaften in einer Saison dazu geführt habe. Der US-Amerikaner selbst sieht andere Gründe und bereut bis heute nichts.

"Ich hatte zu dem Zeitpunkt 19 Saisons bestritten, wenn man bis auf meine Anfänge im Alter von vier oder fünf Jahren zurückrechnet. Meine Körper konnte einfach nicht mehr. Aber die Chance zu haben, zu dieser Zeit ein Teil davon sein, war unbezahlbar. Was wir in der Entwicklung damals gelernt haben, wirkte bei Honda noch lange fort."

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