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MotoGP-Ehrung: Lorenzo, Biaggi und Anderson erhalten Legendenstatus

2020 werden drei Fahrer in die "Hall of Fame" der MotoGP-Legenden aufgenommen - Neben Jorge Lorenzo dürfen sich Max Biaggi und Hugh Anderson freuen

(Motorsport-Total.com) - Nicht nur Jorge Lorenzo wird in diesem Jahr die Ehre zuteil, mit der Aufnahme in die "Hall of Fame" zur MotoGP-Legende ernannt zu werden. Nachdem Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta das bereits beim Rücktritt der fünffachen Weltmeisters ankündigt hatte, wurden nun bestätigt, dass auch Max Biaggi und Hugh Anderson den Titel erhalten.

Jorge Lorenzo

Über alle drei WM-Klassen erzielte Jorge Lorenzo in seiner Karriere 68 Siege Zoom

Lorenzo wird beim diesjährigen Spanien-Grand-Prix in Jerez als erster der drei Fahrer ausgezeichnet. Auf dem Circuito Jerez-Angel Nieto feierte er im Alter von 15 Jahren nicht nur sein WM-Debüt, dort ist auch die letzte Kurve nach ihm benannt. "Die Ernennung zur MotoGP-Legende macht mich sehr glücklich", sagt er zu der Ehrung.

"Als ich anfing, in dieser Welt zu starten, war mein eigentlicher Wunsch, in die Weltmeisterschaft zu kommen. In der Lage zu sein, Rennen und dann fünf Weltmeisterschaften zu gewinnen, ist etwas, das meine Erwartungen bei weitem übertrifft, und eine MotoGP-Legende zu sein, ist noch einmal schwieriger zu erreichen."

Denn eine Legende zu sein, bedeute nicht nur, viele Titel errungen, sondern auch die Menschen und die Geschichte des Sports geprägt zu haben, weiß Lorenzo. In seiner Karriere gewann er fünfmal die WM, zweimal in der 250er-Klasse mit Aprilia (2006/2007) und dreimal in der Königsklasse mit Yamaha (2010, 2012 und 2015).


Fotostrecke: Hall of Fame: Alle MotoGP-Legenden

44 Siege konnte er mit Yamaha feiern, bevor er 2017 zu Ducati wechselte, wo er drei weitere Siege einfuhr. Bei Honda endete die Erfolgsgeschichte in der vergangenen Saison. Schließlich trat Lorenzo beim Saisonfinale in Valencia zurück - Comeback nicht ausgeschlossen. Jüngst wurde der Spanier als Testfahrer bei Yamaha ins Spiel gebracht.

Biaggi: "Rennsport-Vermächtnis bleibt in Erinnerung"

Biaggi - eng mit Lorenzo befreundet - hing den Rennsport als aktiver Fahrer bereits vor geraumer Zeit an den Nagel, ist aber mittlerweile mit einem eigenen Team in der Moto3 vertreten. Er selbst wurde von 1994 bis 1997 viermal in Folge Weltmeister in der 250er-Klasse. In der Königsklasse holte er dreimal den Vizetitel.

Max Biaggi

Max Biaggi prägte die MotoGP zu seiner Zeit als Herausforderer von Valentino Rossi Zoom

Der 48-Jährige soll die Auszeichnung bei seinem diesjährigen Heim-Grand-Prix in Mugello erhalten. "Ich fühle mich geehrt, eine MotoGP-Legende zu werden und weiß, dass mein Name für immer mit anderen wichtigen Rennfahrern wie Agostini, Aspar, Nieto, Sheene verbunden sein wird", ist sich auch er der Bedeutung des Titels bewusst.

"Ich bin glücklich, dass mein Rennsport-Vermächtnis immer in Erinnerung bleiben wird und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass all die Jahre harter Arbeit auch heute noch anerkannt werden", sagt Biaggi weiter. Nach seinem Abschied aus der MotoGP setzte er seine Karriere in der Superbike-WM fort, wo er zweimal den Titel gewann.

Späte und unverhoffte Ehre für 83-jährigen Anderson

Auch Anderson war nicht nur in der Motorrad-WM erfolgreich. Von 1960 bis 1966 in verschiedenen Klassen unterwegs wurde er insgesamt viermal Weltmeister (alle Titel mit Suzuki) und triumphierte außerdem zweimal bei der legendären Isle of Man TT. Mit seinen 83 Jahren noch den Legendenstatus zu erhalten, überraschte ihn.

Hugh Anderson

Hugh Anderson war einer der ersten, der Suzukis GP-Projekt zum Erfolg führte Zoom

"Wie fühlte ich mich, als ich die Nachricht erhielt? Zuerst die Befürchtung: Rechtfertigen meine relativ bescheidenen Leistungen diese Ehre? Werde ich, kann ich dieser Einladung gerecht werden?", gibt der Neuseeländer voller Bescheidenheit zu. "Einige Stunden später spürte ich, dass mich ein Gefühl des Wohlbefindens umgab."

Schließlich sei es für ihn eine große Genugtuung, "dass nach all dieser Zeit die moderne Welt die Vergangenheit nicht vergessen hat und die Fahrer einer ganz anderen Epoche immer noch einen gewissen Wert haben. Es ist eine Frage der Anerkennung der Geschichte unseres Sports, und das auf höchstem Niveau. Ich danke Ihnen."

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