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Marc Marquez kein Fan der TT: "Auf der Isle of Man spielt man mit dem Leben"

Marc Marquez schließt einen Start bei der Isle of Man TT kategorisch aus - Er hat Respekt vor den Fahrern, aber die Strecke ist viel zu gefährlich

(Motorsport-Total.com) - Die Tourist Trophy auf der Isle of Man zählte von 1949 bis 1976 zur Motorrad-Weltmeisterschaft. Anfang der 1970er-Jahre wurden die Rennen allerdings von den Spitzenfahrern wie Giacomo Agostini, Phil Read und Barry Sheene boykottiert. Die Strecke wurde als zu gefährlich erachtet.

Marc Marquez, Maverick Vinales

Die Isle of Man TT erachtet Marc Marquez als zu gefährlich Zoom

Deswegen waren Anfang der 1970er-Jahre hauptsächlich Privatfahrer am Start, weshalb sich die FIM Ende 1976 dazu entschied, die TT aus der WM zu nehmen. Der Grand Prix von Großbritannien fand dann lange Zeit in Silverstone statt.

Aktuelle Grand-Prix-Fahrer machen einen Bogen um die TT. Im Jahr 2009 fuhren Valentino Rossi und Agostini gemeinsam eine Runde um den 60 Kilometer langen Snaefell Mountain Course. Es war eine Showrunde bei langsamem Tempo für die Fans.

Und Marc Marquez? Der Weltmeister besuchte noch nie die TT. "Ich habe großen Respekt für die Fahrer, die dort antreten", sagt der Spanier bei einem Fantalk von Sponsor Estrella Galicia. Dass er eines Tages selbst die Tourist Trophy fahren wird, schließt Marquez kategorisch aus.

"Ich möchte Spaß haben und das Fahren genießen. Ich will das Limit suchen. Aber auf der Isle of Man spielt man mit seinem Leben. So sehe ich das", hält Marquez fest. "Ich fahre Motorrad, um Spaß zu haben und nicht um zu leiden und mein Leben aufs Spiel zu setzen."

Die TT ist das gefährlichste Motorradrennen der Welt. 1907 wurden die ersten Rennen auf der Isle of Man ausgetragen. Das erste Todesopfer gab es 1911 zu beklagen. Bis 2019 verloren insgesamt 260 Rennfahrer ihr Leben. 2020 musste die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden.