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Letzter Brite in der MotoGP: Cal Crutchlow sieht schwarz

Cal Crutchlow glaubt, dass er auf absehbare Zeit der letzte Brite in der MotoGP sein könnte - Aktuell keine aussichtsreichen Nachwuchsfahrer in der Weltmeisterschaft

(Motorsport-Total.com) - Noch 2017 war Großbritannien mit vier Piloten in der MotoGP vertreten. 2019 wird davon nur noch Cal Crutchlow übrig sein. Sam Lowes verlor seinen Platz bei Aprilia bereits in diesem Jahr und wechselte zurück in die Moto2. Bradley Smith und Scott Redding haben für die kommende Saison keinen Platz mehr in der Königsklasse gefunden - und vielversprechender Nachwuchs ist aktuell nicht in Sicht.

Bradley Smith, Cal Crutchlow

Cal Crutchlow muss nächstes Jahr ohne seinen Kumpel Bradley Smith auskommen Zoom

In der Moto2 geht aktuell neben Lowes nur der glücklose Danny Kent an den Start, in der Moto3 ist der Schotte John McPhee sogar der einzige Brite. Crutchlow selbst erklärte zuletzt, dass er - Stand jetzt - plant, seine MotoGP-Karriere nach der Saison 2020 zu beenden. Sollte es bei diesem Plan bleiben, besteht eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit, dass es 2021 gar keinen Briten mehr in der Königsklasse geben wird.

Auch Crutchlow selbst weiß, dass es "schwierig" wird, in so einem kurzen Zeitraum einen neuen Briten in die MotoGP zu bringen. "Wir haben niemanden in der Moto3, von dem man sagen würde: 'Er ist großartig und wird es in die MotoGP schaffen und dort konkurrenzfähig sein'", sagt Crutchlow und erklärt: "Und wenn sie es in die MotoGP schaffen, dann aber nicht konkurrenzfähig sind, dann werden sie auch nach einem Jahr wieder weg sein."

Ein Beispiel dafür ist Lowes, für den nach nur einem Jahr in der Königsklasse schon wieder Feierabend war. Auch der Abschied von Smith nach dieser Saison macht Crutchlow traurig. Er erklärt: "Ich denke, er macht einen guten Job in der MotoGP. Aber leider war in diesem Jahr in zwei oder drei Rennen nicht schnell genug - zu einer Zeit, als er schnell sein musste. Grundsätzlich ist er schnell genug, aber das ist die Schwierigkeit in der MotoGP."


Fotostrecke: Überblick: Das MotoGP-Fahrerfeld 2019

Der Weg zurück in die MotoGP dürfte für alle drei Fahrer schwierig sein. Und so bleibt eigentlich nur die Hoffnung, neue Piloten aus Großbritannien in die WM zu bringen. Doch auch das ist problematisch. Denn Crutchlow, laut eigener Aussage selbst ein "großer Unterstützer" der Nachwuchsfahrer, erklärt, dass es schwierig ist, einen Vertrag für die WM zu bekommen. Selbst dann, wenn man in den Nachwuchsklassen mit Leistung überzeugt.

"Ich weiß nicht, woran es liegt. Wenn ich es wusste, dann würde ich versuchen, etwas dagegen zu unternehmen. Denn ich habe die Ressourcen und das Geld dazu", zuckt Crutchlow die Schultern. Er findet es "traurig" und "schade", dass die jungen Talente keine Chance bekommen, sich in der WM zu beweisen. Es könnte also im schlimmsten Fall noch viele Jahre dauern, bis wieder ein Brite den Sprung in die MotoGP schafft.

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