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KTM bestätigt Fortschritte: "Motorrad funktioniert jetzt deutlich besser"

KTM optimiert das Paket und zeigt sich mit den Fortschritten in Indonesien zufrieden - Brad Binder und Miguel Oliveira sprechen von einem guten Gefühl

(Motorsport-Total.com) - Am Ende der drei Testtage auf der neuen Mandalika-Strecke in Indonesien zog KTM ein positives Fazit. Brad Binder und Miguel Oliveira haben das Gefühl, dass man Fortschritte gemacht hat. Sie sind guter Dinge für den MotoGP-Saisonauftakt 2022 Anfang März in Katar. Aber trotzdem muss die Arbeit fortgesetzt werden, um die nächsten Schritte zu machen.

Brad Binder

Brad Binder spürt die Fortschritte, wünscht sich aber mehr Grip am Hinterrad Zoom

Denn KTM arbeitet mit der RC16 von Ende 2021 weiter und versucht, sich auf Details zu konzentrieren. Neue Entwicklungen gibt es dennoch. Das wäre die neue Verkleidung, eine neue Schwinge und man probierte auch einen anderen Auspuff-Endtopf von Akrapovic.

"Es ist kein neues Motorrad", sagt Teamchef Francesco Guidotti. "Es gibt zwar neue Teile, aber die Basis des Motorrads ist gleich wie im Vorjahr. Die Details machen den Unterschied. Wir müssen uns überall ein wenig verbessern. Wir müssen damit arbeiten, was uns zur Verfügung steht."

Die Mechaniker und Ingenieure haben mit Hochdruck gearbeitet. Sebastian Risse, der die Technik vor Ort an der Rennstrecke überwacht, schildert: "Nach Sepang hatten wir ein Paket, das den Fahrern gefallen hat. Deshalb war es wichtig, damit auch auf einer anderen Strecke zu fahren."

"Es ist wichtig zu verstehen, wie sich das Paket mit normalen Änderungen beim Set-up verhält, die wir von Strecke zu Strecke machen. Ich glaube, wir waren erfolgreich, weil das Motorrad sofort funktioniert hat. Obwohl die Bedingungen nicht großartig waren, konnten wir darauf reagieren."

Sebastian Risse

Sebastian Risse überwacht an der Strecke die technischen Aspekte Zoom

"Den Homologationsteilen haben wir Priorität eingeräumt, weil sie erneut gecheckt werden mussten", so Risse. Die Verkleidung und der Motor müssen vor dem ersten Rennen homologiert werden. "Der letzte Bereich des Tests umfasste tiefgehende Entwicklungsarbeit."

Neue Herangehensweise: Qualität statt Quantität

"Wir haben immer eine große Transportbox mit Teilen dabei. Wir haben uns die Zeit genommen, was für die nächsten Schritte besser funktionieren könnte. Ich denke, wir haben etwas Interessantes gefunden. Bei unserer Arbeit für 2022 haben wir zwei Bereiche verändert."

Brad Binder

Grip am Hinterrad und am Kurvenausgang bleibt ein Thema Zoom

"Zunächst haben wir kein komplett anderes Motorrad zu diesen Tests gebracht. Wir hatten verschiedene Teile dabei und haben damit das Motorrad anders aufgebaut. Wir haben uns darauf konzentriert, dass sie untereinander auswechselbar sind und wir sie einfacher bewerten können."

"Zweitens haben wir viel Zeit investiert, das Beste aus diesen Komponenten herauszuholen. Nicht nur um sie zu testen, sondern auch um Ziele zu definieren, die wir damit erreichen wollen, sowie um das Potenzial zu verstehen. Die Herangehensweise lautet Qualität vor Quantität."

Es geht in die richtige Richtung

Binder und Oliveira zeigten sich im Laufe der drei Testtage in Indonesien immer zufriedener. Nach dem ernüchternden Fazit des Sepang-Tests war die Stimmung nun deutlich besser. "Soweit so gut. Wir haben etwas gefunden, das uns hilft", sagt Binder nach dem dritten Testtag in Mandalika.

"Ich würde sagen, wir haben unser Paket vom Vorjahr verbessert. Aber wir müssen weiterarbeiten, um den nächsten Schritt zu machen, den wir brauchen. In diesen fünf Tagen haben wir gute Fortschritte geschafft."

Brad Binder

Brad Binder sieht KTM besser aufgestellt als Ende vergangenen Jahres Zoom

"Ich bin glücklicher als am Ende der vergangenen Saison. Das Motorrad funktioniert besser und ich fühle mich besser. Danke an das Team! Wir haben einen guten Schritt vorwärts gemacht. Ich bin auch viel glücklicher als am Ende des Sepang-Tests vorige Woche."

"Ich habe das Gefühl, dass wir ein paar Aspekte noch besser machen können. Das wäre zum Beispiel der Kurvenausgang und generell mehr Grip am Hinterrad. Wenn wir das aussortieren, dann könnten wir recht gut aufgestellt sein."

Qualifying-Versuch ganz zum Schluss des Tests

Am Sonntag hat sich KTM hauptsächlich auf Longruns mit dem Medium-Reifen konzentriert und das Set-up angepasst, um die Konstanz zu optimieren. "Als wir dann noch einmal den weichen Reifen probiert haben, hat das Motorrad ganz anders funktioniert", hält Binder fest.

Miguel Oliveira

Auch Miguel Oliveira glaubt, dass KTM gute Fortschritte gefunden hat Zoom

In der letzten Stunde rückten er und Oliveira noch einmal für eine Qualifying-Simulation aus. Binder fuhr auf Rang neun und Oliveira auf Platz elf. Beide hatten rund eine halbe Sekunde Rückstand auf den neuen Rundenrekord von Pol Espargaro (Honda).

"Ich schätze", meint Oliveira, "wir haben verstanden, was wir an den Rennwochenenden tun müssen, damit wir eine bessere Startposition haben. In der Hitze bin mit dem Medium-Reifen eine Rennsimulation gefahren. Das lief gut, ich zählte zu den Schnellsten."

Und die Prognose für das erste Rennen in Katar? "Warten wir ab", sagt Binder. "Ich möchte natürlich stark sein und dem Podium so nahe wie möglich kommen. Ich hoffe, dass wir beim Set-up noch ein wenig finden, damit wir vorne mitmischen können. Wir wissen aus dem Vorjahr, dass es für uns eine schwierige Strecke ist."

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