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Kleine Aprilia-Sensation: Espargaro in Q1 schneller als Ducati

Aleix Espargaro ist in Argentinien in Q1 schneller als Andrea Dovizioso: Aprilia macht Fortschritte, aber in Q2 reicht es nicht zur großen Überraschung

(Motorsport-Total.com) - Zu den positiven Überraschungen des verrückten Qualifyings in Termas de Rio Hondo zählte Aleix Espargaro. Der Aprilia-Fahrer zauberte in Q1 die Bestzeit aus dem Hut und verwies Katar-Sieger Andrea Dovizioso auf den zweiten Platz. Es war die erste faustdicke Überraschung des Tages. "Das war schön", grinst Espargaro. Die Ducati-Fahrer Dovizioso und Lorenzo galten als Favoriten für die ersten beiden Plätze, die den Einzug ins Q2 bedeuteten. Beide mussten sich einer Aprilia geschlagen geben.

Aleix Espargaro © LAT
Aleix Espargaro stellte in Q1 vor den Ducati-Werksfahrern Bestzeit auf

Lorenzo wurde auch noch von Karel Abraham mit der Kunden-Ducati von 2016 auf den 14. Startplatz verdrängt. Aber was war das Geheimnis hinter Espargaros Traumrunde zum Schluss von Q1? "Ich habe mit meinem Crew-Chief gesprochen und ihm gesagt, dass es sehr wichtig ist, den Reifen zwischen den Versuchen abzukühlen", erklärt der Spanier. "Denn wenn man immer weiterpusht, dann geht der Druck im Hinterreifen in die Höhe und man hat keinen Grip."

Diese Taktik setzte Espargaro mit Regenreifen auf abtrocknender Strecke auch perfekt um: "Deswegen bin ich nach dem Stopp eine sehr langsame Runde gefahren. Ich habe versucht, sehr konzentriert zu sein, denn die trockene Linie war sehr schmal. Man musste genau darauf bleiben. Die Runde war fast perfekt, fast eine halbe Sekunde schneller als die Werks-Ducatis." Espargaro war um 0,390 Sekunden schneller als Dovizioso.

In Q2 riskierte Espargaro aber nicht den Wechsel auf Slicks und verpasste als Siebter die große Sensation. "Wenn man durch Q1 muss, dann ist ein Platz in der dritten Startreihe positiv", zeigt er sich dennoch nicht enttäuscht. "Ich denke, wir haben eine gute Gelegenheit verpasst, um die erste Reihe oder die Pole-Position zu kämpfen. In Q2 hatte ich dann keine weiteren Reifen mehr. Deshalb konnte ich keinen neuen Reifen aufziehen und sie waren am Ende komplett zerstört. Dadurch hatte ich keine gute Traktion mehr, um für die Pole zu kämpfen, aber Platz sieben ist für morgen gut genug."

Espargaro zeigte, dass Aprilia auf dem richtigen Weg ist. KTM hat man in dieser Saison bisher locker im Griff. "Wir entwickeln uns weiter", nickt er zufrieden. "Mit dem Schritt, den wir in Katar mit dem neuen Motor gemacht haben, bin ich zufrieden. Jeder weiß, dass wir in Katar das Problem mit dem Benzinverbrauch hatten, weil der neue Motor mehr Leistung hat. Wir müssen weiterarbeiten und dieses Problem lösen. Ich habe mir mehr PS gewünscht, die wir nun haben. Jetzt sind wir konkurrenzfähiger."

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