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Heikle Reifenwahl: Rossi scheiterte beim Versuch, Bagnaia umzustimmen

Valentino Rossi ärgert sich über die Reifenwahl von Schützling Francesco Bagnaia in Misano und bedauert, dass die MotoGP-WM bereits entschieden ist

(Motorsport-Total.com) - Lange sah es danach aus, als ob die Meisterschaft noch nicht in Misano entschieden wird. Francesco Bagnaia befand sich auf Kurs zum Sieg, während WM-Leader Fabio Quartararo außerhalb der Top 10 fuhr. Durch Bagnaias Sturz fünf Runden vor Rennende änderte sich alles und der WM-Traum des Italieners platzte endgültig.

Francesco Bagnaia, Valentino Rossi

Valentino Rossi mit VR46-Schützling Francesco Bagnaia Zoom

Mentor Valentino Rossi macht die Reifenwahl für den Sturz verantwortlich und ärgert sich ein bisschen über Bagnaia, der mit dem harten Vorderreifen ins Rennen ging. "Ich habe das gleiche wie in Aragon probiert. Ich wollte 'Pecco' hypnotisieren und ihm einreden, dass er Medien/Medium fahren soll. Doch dieses Mal funktionierte es nicht", bedauert Rossi.

"Der harte Vorderreifen war für mich zu riskant. Ich versuchte, das auch 'Pecco' zu sagen, doch sie verwendeten diesen Reifen. Der harte Vorderreifen ist so, wie man sah. Gegen Rennende sank die Temperatur. Die Sonne ließ nach. Wenn die Temperatur nach unten geht, lässt der Reifen nach und man stürzt ohne Vorwarnung", weiß Rossi aus Erfahrung.

Bagnaia verteidigte trotz Sturz die Reifenwahl. Damit gibt sich Rossi aber nicht zufrieden. "Es ist sehr schade, weil 'Pecco' an diesem Wochenende der schnellste Fahrer war. Er hätte gewinnen und die Meisterschaft damit offen halten können. Es ist unterm Strich sehr schade. Ich fuhr mit dem Medium-Vorderreifen und der war sehr gut", kommentiert der "Doctor".


Fotos: Moto2: Grand Prix der Emilia-Romagna (Misano 2) 2021


Mit Bagnaias Sturz war klar, dass Fabio Quartararo vorzeitig Weltmeister ist. "'Pecco' zeigte eine sehr gute Saison. Ich ärgere mich ein bisschen über ihn, denn mit dem Medium-Vorderreifen hätte er gewinnen können, weil er der Schnellste war. Er hatte eine sehr gute Chance, die Meisterschaft offen zu halten", bemerkt Rossi.

"Es wäre so oder so schwierig geworden, doch es wäre wichtig gewesen, es bis Portugal offen zu halten", erklärt Rossi und schaut vorfreudig auf die MotoGP-Saison 2022: "Ich gehe davon aus, dass 'Pecco', Franco (Morbidelli) und auch Luca (Marini) im kommenden Jahr sehr stark sein werden."

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