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"Hayden Hill": Erinnerung an Nicky Hayden in Austin

Als Symbol der Erinnerung an Nicky Hayden wurde der Bereich um Kurve 18 auf dem Circuit of the Americas umbenannt - Emotionen bei Randy Mamola

(Motorsport-Total.com) - Gedenken an Nicky Hayden am Circuit of The Americas (COTA) in Austin. Auf der Rennstrecke, auf der an diesem Wochenende das dritte Rennen der Motorrad-WM 2018 über die Bühne geht, wurde im letzten Sektor eine Passage nach Hayden benannt.

Nicky Hayden

Der Circuit of the Americas erinnert an Ex-Weltmeister Nicky Hayden Zoom

Es handelt sich um den letzten Teil des langgezogenen Rechtsknicks, der um den COTA-Tower - den die Strecke überragenden Aussichtsturm - führt. Besagte Kurve ist in der Zählweise der Strecke als Kurve 18 benannt, ist nun aber mit dem Namen "Hayden Hill" verknüpft. Hill deshalb, weil sich dort zwischen Rennstrecke und Aussichtsturm ein kleiner Hügel befindet.

An diesem Hügel wurde anlässlich der neuen Namensgebung Haydens charakteristische Startnummer 69 in US-Farben groß auf den Rasen gepinselt.

"Kentucky Kid" Hayden hatte mit der 69 den Großteil seiner Profi-Karriere bestritten, deren Krönung der WM-Titel in der MotoGP-Saison 2006 war. Zwei seiner insgesamt drei MotoGP-Rennsiege holte Hayden in den USA, allerdings nicht in Austin, sondern in Laguna Seca, wo er 2005 und 2006 gewann (Fotostrecke: Leben und Karriere von Nicky Hayden).

Bewegende Worte von Randy Mamola

Auf dem Circuit of The Americas in Austin trat Hayden in den Jahren 2013, 2014 und 2015 an, wobei das Rennen im Jahr 2015 das 200. seiner MotoGP-Karriere war. Anlässlich seines Rückzugs aus der MotoGP-Szene im November 2015 in Valencia wurde Hayden in den erlesenen Kreis der MotoGP-Legenden aufgenommen, in den nun am Austin-Wochenende 2018 unter großen Emotionen auch Randy Mamola aufgenommen wurde.

Nicky Hayden

"Kentucky Kid" Nicky Hayden bleibt auch in Austin unvergessen Zoom

Als Mamola im Zuge seiner ohnehin schon tränenreichen Aufnahme in die Hall of Fame auf Hayden angesprochen wurde, war es vollends um ihn geschehen: "Meine Tränen kommen wieder zurück. Nicky war ein ganz ganz besonderer Kerl. Die gesamte Hayden-Familie liegt mir sehr am Herzen. Wir alle wissen, dass es ein riesiger Verlust war, aber ich finde es bewundernswert, wie sich diese Familie immer noch einbringt."

In diesem Zusammenhang musste Mamola auch sofort an seinen langjährigen Rivalen Wayne Rainey denken, den dreimaligen 500er-Weltmeister, der in Misano 1993 auf dem Weg zum vierten Titel schwer stürzte und seither querschnittsgelähmt ist.

"Kurz nach seinem Unfall schrieb ich Wayne einen Brief. Es waren drei oder vier Seiten und die Kernbotschaft war: 'Ich bin so froh, dass du noch da bist. Du kannst zwar nicht mehr laufen, aber du bist immer noch da. Ich kann mit dir sprechen, ich kann dir die Hand schütteln und ich kann dich umarmen.' Genau das können wir mit Nicky nicht mehr", so Mamola unter Tränen.

Nicky Hayden erlag am 22. Mai 2017 in Italien seinen schweren Verletzungen, die er sich fünf Tage zuvor beim folgenschweren Verkehrsunfall mit dem Rennrad in unmittelbarer Nähe zur Rennstrecke Misano zugezogen hatte.

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