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"Frustriert, aber glücklich": Quartararo unterliegt Marquez in letzter Kurve

Nur 0,171 Sekunden trennen Fabio Quartararo in Buriram zum Sieg - Auf der letzten Runde fängt Marc Marquez ihn und kann einen finalen Gegenangriff abwehren

(Motorsport-Total.com) - Der Sieg war zum Greifen nah, doch wie schon in Misano musste sich Fabio Quartararo auf der letzten Runde des Thailand-Grand-Prix in Buriram Marc Marquez geschlagen geben. Während der Honda-Pilot mit seinem neunten Saisonsieg zum vorzeitigen Titelgewinn stürmte, blieb dem MotoGP-Rookie trotz einer beherzten Schlussattacke in der finalen Kurve letzten Endes wieder "nur" der zweite Platz (zum Rennbericht).

Fabio Quartararo, Marc Marquez

Quartararo führte das Rennen bis zur Schlussrunde an, dann kam der Angriff Zoom

"Ja, sicher war dieses Rennen mehr oder weniger wie Misano, aber am Ende hat uns Marc in Misano ziemlich weit vor der letzten Kurve überholt und hier haben wir es bis zum letzten Moment gekämpft", erklärt Quartararo. "Ich habe versucht, möglichst hart zu bremsen, und ich denke, dass ich das ganze Wochenende über nicht so hart bremste in der letzten Kurve." Zwar kam er an Marquez vorbei, dieser entschied die Zieldurchfahrt mit der besseren Beschleunigung jedoch für sich.

Entsprechend gemischt fielen die Gefühle aus, wie Quartararo zugibt: "Ich war auf der Start-Ziel-Geraden sehr frustriert, aber wir kämpfen mit einem Fahrer, der achtfacher Weltmeister ist - und das in unserem Rookie-Jahr. Ich denke also, dass wir über die Arbeit, die wir mit dem Team geleistet haben, wirklich glücklich sein können, und wir werden weiterhin auf die gleiche Weise arbeiten."


Fotos: MotoGP in Buriram, Rennen


Der Petronas-Yamaha-Pilot hatte sich in Buriram von Beginn an stark präsentiert, sicherte sich am Samstag seine vierte Pole-Position der Saison und führte im Rennen 24 von 25 Runden. Dabei half ihm an diesem Wochenende auch etwas mehr Drehzahl. Auf die Frage, inwiefern sich das auf die komplette Renndistanz bemerkbar gemacht hat, tut sich Quartararo mit einem klaren Urteil schwer.

"Im zweiten Freien Training, als ich hinter (Alex) Rins (Suzuki; Anm. d. R.) war, fühlte es sich besser an", sagt der Franzose. "Aber jetzt war ich allein, es war keiner vor mir, insofern ist es schwierig zu beurteilen. Auf den Geraden hat es mit Sicherheit ein bisschen geholfen. Dies ist eine Strecke, die ohnehin gut zu Yamaha passt, aber wir erwarteten nicht, dass es so gut läuft, da sich Honda beim Topspeed in diesem Jahr stark verbessert hat. Ich bin wirklich glücklich mit dem Ergebnis."

Fabio Quartararo

Für den MotoGP-Rookie war es der bereits fünfte Podestplatz in dieser Saison Zoom

Auf den Sieg fehlten Quartararo im Ziel nur 0,171 Sekunden. Mit dem Gedanken, Marquez im Verlauf des Rennens vorbeizulassen, um nicht alle Führungsarbeit allein zu machen und ihn studieren zu können, spielte der MotoGP-Rookie nach den Erfahrungen von Misano offenbar nicht. Einen Plan für eine potenzielle Attacke auf der Schlussrunde hatte er sich aber schon zurecht gelegt.

"Am letzten Bremspunkt fühlte ich mich seit dem ersten Freien Training stark. Ich fühlte mich selbstbewusst mit dem Motorrad und wusste, dass es die letzte Chance für mich war, ihn zu überholen", verrät der Zweitplatzierte und ergänzt: "Ich musste es probieren, sonst hätte ich bis Japan nicht schlafen können." Auch wenn es am Ende nicht klappte, geht er gestärkt aus diesem Rennwochenende.

"Wir sammeln Schritt für Schritt mehr Erfahrung. Die Strategie war die gleiche wie in Misano, nämlich das Rennen anzuführen. Und ich fühlte mich gut an der Spitze", betont Quartararo. "Sicherlich ist die Frustration hier noch einmal etwas größer, weil es so knapp war. Aber ich bin wirklich glücklich, mit Marc kämpfen zu können, weil wir wissen, dass er in dieser Saison - abgesehen von Austin - immer auf dem Podium stand und seit vielen Jahren die Referenz in der MotoGP ist."

Mit Quartararo steht jedoch ein neuer Herausforderer - auch im Kampf um den Titel - in den Startlöchern. Zwar schwärmt der MotoGP-Rookie noch ehrfürchtig: "Es ist einfach unglaublich, was er erreicht hat und wie er mit dem Motorrad umgehen kann. Ich denke, er wird noch lange Zeit vorn dabei sein, aber auch wir steigern uns und arbeiten hart. Unser Ziel ist es, ihn künftig herauszufordern."

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