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Dominanter Sieg in Jerez: Marc Marquez meldet sich eindrucksvoll zurück

Nach dem Ausfall in Austin liefert Honda-Pilot Marc Marquez beim MotoGP-Rennen in Jerez mit einem Start-Ziel-Sieg eine eindrucksvolle Antwort

(Motorsport-Total.com) - Marc Marquez (Honda) hat am Sonntag beim Grand Prix von Spanien der MotoGP in Jerez mit einer Machtdemonstration alle Kritiker zum Schweigen gebracht und eindrucksvoll seine Titelambitionen untermauert. Nach seinem Sturz beim Rennen in Austin vor drei Wochen gelang Marquez zum Auftakt der Europa-Saison der MotoGP ein Start-Ziel-Sieg.

Marc Marquez

Marc Marquez' Sieg war in Jerez nie ernsthaft gefährdet Zoom

Nicht weniger als das hatte sich der Spanier vorgenommen. "Ich bin sehr glücklich darüber, dieses Rennen gewonnen zu haben. Vor allem auf diese Art und Weise. Nach dem Fehler in Austin wollte ich in Jerez auf diese Weise gewinnen, und das ist mir gelungen", sagt Marquez.

Dabei hatte der Tag mit einer kleinen Schrecksekunde begonnen. Im Warm-up war Marquez auf kuriose Weise bei langsamem Tempo gestürzt, nachdem er sehr spät in die Boxengasse abgebogen war.

"Das war ein Missverständnis mit der Box, kein mechanisches Problem", erklärt Marquez. "Ich habe etwas kontrolliert, weil irgendwas seltsam war. Dann war mein Fuß zwischen der Fußstütze und dem Schalthebel, und deshalb bin ich gestürzt, weil ich mit dem Fuß nicht herauskam."

Im Rennen blieb Marquez von solchen Problemen verschont. Von Platz drei aus startete er besser als die vor ihm platzierten Petronas-Yamaha-Piloten Fabio Quartararo und Franco Morbidelli, ging in der ersten Kurve in Führung und gab diese bis zum Fallen der Zielflagge nicht mehr ab.

"Ich war in diesem Rennen geduldig", berichtet Marquez. "In den ersten Runden hatte ich noch kein gutes Gefühl und habe abgewartet. Ich bin ein paar Mal weite Linien gefahren, was aber auch am vollen Tank und den Streckenbedingungen gelegen haben könnte."

In dieser Phase das Rennens waren Quartararo und Morbidelli seine ersten Verfolger, was Marquez gelegen kam. "Ehrlich gesagt habe ich mir gedacht: Fabio und Morbi können ruhig da bleiben, dann bekomme ich mehr Punkte", sagt er. Denn die beiden Yamaha-Fahrer spielen im Kampf um den Titel mutmaßlich keine Rolle und hätten daher seinen WM-Rivalen Punkte abnehmen können.

Außerdem war Marquez davon überzeugt, dass sie ihm auf die Renndistanz gesehen nicht gefährlich werden können. "Mit frischen Reifen haben die Yamaha-Fahrer mehr Grip, aber wenn er abbaut, sind wir stärker." Das zeigte sich in der zweiten Rennhälfte. "Als die Reifen abbauten und der Tank leerer wurde, hat es sich wieder wie im Training angefühlt", sagt Marquez.

"Dann habe ich attackiert, aber kontrolliert. Ich sah, dass Fabio kam und dann [Alex] Rins. In Runde 15 habe ich den Hammer fallen lassen, um meinen Gegnern zu zeigen: Hier bin ich!", so der Spanier. "Anschließend konnte ich es kontrollieren." Im Ziel lag Marquez 1,654 Sekunden vor Suzuki-Pilot Rins, Dritter wurde Maverick Vinales (Yamaha).

Mit seinem zweiten Saisonsieg übernahm Marquez nicht nur die Führung in der WM-Wertung, sondern demonstrierte auch, dass der Sturz in Austin für ihn nur ein Ausrutscher war. "Nach dem Sturz in Austin haben viele Leute gesagt: Das ist seine Schwachstelle, er stürzt, bla bla. Aber das kümmert mich nicht."

"Ich weiß, was in Austin passiert ist. Wir haben das verstanden, was eine große Hilfe war. Heute wollte ich einen Start-Ziel-Sieg einfahren, denn das zeigt den Leuten und meinen Gegnern, dass ich noch der alte Marc bin", so Marquez.


Fotos: MotoGP in Jerez


Den Schwung des Siege will Marquez nun auch in den morgigen Test in Jerez mitnehmen. Dort wird er zum ersten Mal den mit Carbon verstärkten Rahmen ausprobieren, den Testfahrer Stefan Bradl bei seinem Gaststart in Jerez gefahren ist.

"Ich habe mir schon einige Dinge für morgen angeschaut und musste mir dann einreden: Wir haben nur einen Tag, sei geduldig. Das motiviert einen zusätzlich", freut sich Marquez auf die neuen Teile. Die aus seiner Sicht auch notwendig sind. "Wir haben gezeigt, dass wir da sind, es läuft echt gut, aber es ist kein einfaches Motorrad. Das sieht man an den anderen Honda-Fahrern", so Marquez. "Wir brauchen etwas mehr Rückmeldung vom Vorderrad."

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