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Aprilia-Testfahrer Bradley Smith kann Frust von Espargaro nachvollziehen

Bradley Smith versteht die Unzufriedenheit der Stammfahrer, aber er betont das Gesamtbild und glaubt an große Fortschritte mit der RS-GP im nächsten Jahr

(Motorsport-Total.com) - Aprilia-Werksfahrer Aleix Espargaro ließ jüngst seinem Frust über die Situation im italienischen Team freien Lauf. Nach dem Misano-Test Ende August kritisierte der Spanier, dass es keine neuen Dinge zum Ausprobieren gab, während gleichzeitig die Konkurrenz viele neue Teile und neue Prototypen für 2020 getestet hat.

Bradley Smith

In Aragon wird Bradley Smith seinen vierten Wildcard-Start absolvieren Zoom

In der Hackordnung ist Aprilia auf den letzten Platz gefallen. KTM hat in den vergangenen Monaten deutliche Fortschritte gemacht, während Aprilia auf der Stelle tritt. In jedem Rennen wird es für Espargaro schwieriger, überhaupt in die WM-Punkteränge zu kommen. Oft profitiert er von Ausfällen vor ihm.

Den Frust von Espargaro kann Aprilia-Testfahrer Bradley Smith nachvollziehen. "Es ist sehr schwierig, denn man will das bestmögliche Paket seinen Kollegen zur Verfügung stellen. Als Testfahrer versuche ich, das bestmögliche Paket zusammenzustellen", sagt Smith im Gespräch mit 'Motosport-Total.com' über seine Aufgabe.

Bradley Smith: Fokus liegt komplett auf 2020

Technikdirektor Romano Albesiano hat bereits im Sommer eine "Revolution" für das nächste Jahr angekündigt. "Aprilia hat verstanden, dass wir eine größere Änderung brauchen, als nur Feinabstimmung für 2020. Da wir eine kleine Firma sind, brauchen wir mehr Zeit als alle anderen", so Smith. "Als Firma haben wir uns dazu entschieden, den Fokus auf 2020 zu legen. Deshalb sind auch Upgrades für 2019 nicht wie erwartet gekommen."

Bradley Smith

Parallel zu seiner Testfahrerrolle fährt Smith auch im MotoE-Weltcup Zoom

"Ich kann den Frust der Fahrer verstehen, denn in dieser Meisterschaft entwickeln sich alle konstant weiter. Die Konkurrenz bringt neue Dinge im August oder schon im Juli, und man selbst gerät in Rückstand. Aber ich hoffe, dass sich die Anstrengungen von Aprilia auszahlen. Wir sollten das neue Motorrad im November, Dezember für einen Privattest haben. Wenn Aleix noch ein paar Monate Geduld hat, dann ändert er hoffentlich seinen Ton und ist mit Aprilia zufrieden."

Smith wird an diesem Wochenende in Aragon seinen vierten und letzten Wildcard-Start absolvieren. Platz 17 in Jerez war sein bestes Ergebnis bei den ersten drei Rennen. Obwohl er bei den Tests in Brünn und in Misano im August nicht dabei war, fühlt sich der 28-Jährige in das Entwicklungsprojekt von Aprilia eingebunden. Parallel bestreitet Smith auch den MotoE-Weltcup, wo er derzeit Dritter der Meisterschaft ist.

Basiskonzept der derzeitigen RS-GP ist ausgereizt

"Ich kann mir alles im Detail ansehen, weil ich mit jedem sprechen kann. Ich spreche mit Massimo Rivola, mit Romano Albesiano und allen Ingenieuren. Ich verstehe das größere Bild und die Arbeit, die im Hintergrund in der Fabrik stattfindet", schildert Smith seine Eindrücke. "Ich weiß, dass alle die Dinge ernst nehmen, aber es geht nicht so schnell. Ich bin mir sicher, dass Yamaha und Honda im Februar, März beginnen, um das Motorrad im Juli bereit zu haben."

Aleix Espargaro

Nur zweimal fuhr Aleix Espargaro in dieser Saison in den Top 10 ins Ziel Zoom

"Diesen Luxus haben wir momentan nicht. Wir versuchen die Dinge immer früher und früher zu bringen. Aleix weiß, dass er einen Zweijahresvertrag hat und 2020 immer noch dabei ist. Momentan ist die Situation für ihn schwer zu schlucken, aber wenn wir ihm ein gutes Motorrad liefern, dann wird er ein gutes nächstes Jahr haben. Das ist jetzt vielleicht kein Trostpflaster, aber man muss das größere Bild sehen."

Wie die angekündigte Revolution von Albesiano aussehen wird, ist derzeit unklar. Fest steht nur, dass man am V4-Motorkonzept festhalten wird. "Wir haben unser derzeitiges Konzept ausgereizt", sagt Smith. "Dieses generelle Basiskonzept haben wir seit 2017. 2018 war ein Fragezeichen und 2019 stehen wir an. Ich denke, um weiterzukommen müssen wir etwas Neues bringen. Es muss eine Revolution sein, wie Romano gesagt hat. Er hat ein klares Verständnis, was getan werden muss. Ich denke, das wird wichtig sein, um gegen die anderen Jungs kämpfen zu können."

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