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Philipp Öttl über Vater Peter: "Hält am Rennplatz die Stellung"

Moto3-Pilot Philipp Öttl plaudert über seine Beziehung zu Vater Peter - Wie der KTM-Fahrer von der Erfahrung seines Vaters profitiert und wie das Duo zusammenarbeitet

(Motorsport-Total.com) - Wie der Vater, so der Sohn - dieses Sprichwort trifft beim Familiengespann Öttl definitiv zu. Vater Peter siegte 1996 zwei Wochen nach der Geburt seines Sohnes Philipp über Valentino Rossi in der 125er-Klasse. Mittlerweile sitzt Öttl jun. in der Moto3 im Sattel, 2018 wird der Deutsche seine insgesamt sechste Saison absolvieren. Das Vater-Sohn-Duo ist im Team Schedl-GP-Racing bereits eingespielt. "Natürlich habe ich schon einmal überlegt, woanders zu fahren - aber hier finde ich es am besten", erklärt der 21-Jährige gegenüber 'Motorsport-Total.com'.

Philipp Öttl

Philipp Öttl vertraut bereits seit Karrierebeginn auf die Ratschläge von Vater Peter Zoom

Bei den Testfahrten zum Saisonauftakt 2018 ist Öttl im Spitzenfeld mit dabei. In Jerez kann er sich auf der KTM auf Rang sechs platzieren, eine halbe Sekunde fehlte ihm auf die Spitze. Bereits nach seiner Entscheidung, in der Moto3 zu verbleiben, stellte Öttl im Interview klar: "Wenn man schlecht ist, braucht man nicht in die nächste Klasse aufsteigen, wo es noch schwieriger ist." Im sechsten Jahr sollen nun konstante Topplatzierungen das Ziel sein. Mit dem Podium in Österreich 2017 setzte er bereits ein Ausrufezeichen.

Vater Peter erlebte den zweiten Platz in Spielberg hautnah mit, seine Unterstützung hat Öttl jun. bis in die Weltmeisterschaft gebracht. Bereits mit fünf Jahren bekam er sein erstes Motorrad geschenkt, der Vater stand mit Rat und Tat zur Seite. "Es gibt schon ein paar Leute, die mich schief anschauen, weil ich mit meinem Vater zusammenarbeite. Aber für mich ist das ganz normal", spricht Öttl offen. "Wenn wir Zeit miteinander verbracht haben, dann sind wir eben Motorradfahren gegangen. In der heutigen Zeit stellen sich anscheinend viele Leute vor, dass man mit seinen Eltern zerstritten sein muss."

Philipp Öttl, Joan Mir

Spielberg 2017: Philipp Öttl feiert hinter Champion Mir sein zweites Moto3-Podium Zoom

Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist auch nach den Strapazen mehrerer WM-Jahre nach wie vor intakt. "Für mich passt das so. Er weiß immer, was er sagen soll. Er hat Erfahrung mit anderen Fahrern, er hat zum KTM-Werksteam ein gutes Verhältnis. Er weiß, wie er alles organisieren muss." Öttl ist froh, dass Vater Peter die Organisation gut im Griff hat. "Ich möchte auch nirgendwo anders fahren. Natürlich habe ich schon einmal überlegt, woanders zu fahren - aber hier finde ich es am besten."

Von 1989 bis 1997 war Peter Öttl in der 125er-Klasse am Start. Zwei Grands Prix konnte er gewinnen, insgesamt 14 Podestplätze einfahren. Philipp Öttl steht bei insgesamt zwei Podestplätzen und einer Pole-Position. Der Rat des Vaters habe mit den Jahren zwar abgenommen, dennoch verlässt sich Öttl jun. immer noch auf die väterlichen Tipps. "Wenn ich wirklich einmal eine Frage habe, dann weiß er es auch. Er schaut immer, dass er darauf vorbereitet ist. So wie zu Hause meine Mutter die Stellung hält, ist es am Rennplatz der Vater."

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