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"Man ist nie bereit dafür" - Simoncelli fühlt mit Jason Dupasquiers Familie

Der Vater des verstorbenen Marco Simoncelli äußert sich zum Tod von Moto3-Pilot Jason Dupasquier in Mugello spricht über die unschöne Seite des Motorradsports

(Motorsport-Total.com) - Nach dem tragischen Tod von Jason Dupasquier in Mugello hat sich auch Moto3-Teamchef Paolo Simoncelli zu den Geschehnissen geäußert. Vor knapp zehn Jahren musste Simoncelli am eigenen Leib erfahren, wie es ist, sein Kind zu verlieren. Beim Grand Prix von Malaysia stürzte Sohn Marco Simoncelli und verstarb wenig später an den Folgen.

Paolo Simoncelli

Paolo Simoncelli betreibt selbst ein Team in der Moto3-WM Zoom

"Es ist schlimm, es zu sagen, und es ist schlimm, es zu hören, aber Motorradfahren fordert gelegentlich etwas zurück, wie eine Steuer, die man zahlen muss", bemerkt Paolo Simoncelli, der dem Motorradsport auch nach dem Tod von Sohn Marco erhalten blieb.

"Es ist ein riskanter und teurer Sport. Das wissen die Fahrer. Wir wissen es", so Paolo Simoncelli. "Wenn der Zeitpunkt gekommen ist, an dem man den Preis zahlen muss, dann ist man nie bereit dafür. Meine Gedanken sind bei Jasons Familie."

Jason Dupasquier

Jason Dupasquier verlor am Sonntag im Alter von 19 Jahren sein Leben Zoom

"Ich weiß, welche Schmerzen sie durchmachen und weiß, dass es keinen Trost gibt. Ich weiß, dass sie einen weiteren Sohn haben, der fährt. Sie stehen vor einer weiteren schwierigen Entscheidung", so Paolo Simoncelli.

Marco Simoncelli

Marco Simoncelli verlor sein Leben beim MotoGP-Rennen in Sepang 2011 Zoom

"In all den Interviews, die ich im Laufe der Jahre gegeben habe, habe ich mich immer als Glückspilz betrachtet", erklärt der Vater des verstorbenen MotoGP-Pilots und begründet: "Wegen der Art und Weise, wie ich Marco verloren habe, ohne dass er gelitten hat, dass er gegangen ist, während er das tat, was er am meisten liebte, dass er nicht auf eine schmerzhafte oder eingeschränkte Weise am Leben geblieben ist, nach all den Erfahrungen, die er gemacht hatte."

"Denn es ist eine Sache, damit geboren zu werden, es ist eine andere, nach einem Unfall den Gebrauch der Beine und Arme für immer zu verlieren, ich denke, es ist noch schwieriger, sich damit abzufinden", so der Italiener.