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"Es ist ein Wunder": Paolo Simoncelli erlebt in Jerez einen emotionalen Sieg

Das Simoncelli-Team feierte in Jerez den ersten Moto3-Doppelsieg - Für Marcos Vater Paolo war der Gang auf das Siegerpodest ein sehr emotionaler Moment

(Motorsport-Total.com) - Nach dem Moto3-Rennen in Jerez waren emotionale Szenen im Parc Ferme und auf dem Siegerpodest zu sehen. Das Team SIC58 Squadra Corse hatte mit Niccolo Antonelli und Tatsuki Suzuki den ersten Sieg gefeiert und noch dazu einen Doppelerfolg. Es ist das Team von Paolo Simoncelli, dem Vater von Marco Simoncelli, der 2011 beim MotoGP-Rennen in Sepang tödlich verunglückt ist.

Paolo Simoncelli

Paolo Simoncelli mit Tatsuki Suzuki und Niccolo Antonelli Zoom

Trotz des Schicksalsschlags wollte sich Paolo Simoncelli für den Motorrad-Nachwuchs in Italien engagieren. 2013 wurde das Team gegründet, 2017 stieg man in die Moto3-Weltmeisterschaft ein. Seit damals ist Suzuki der Fahrer. Erfolge blieben aber aus. Zuletzt in Austin führte der Japaner das Rennen lange an, bis er stürzte.

Antonelli stieß im vergangenen Jahr zum Simoncelli-Team, nachdem er 2017 im Ajo-KTM-Team hinter den Erwartungen geblieben war. 2018 war ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Podestplätze blieben aus. Und nun klappte es ausgerechnet in Jerez. Im Jahr 2004 gewann Marco Simoncelli auf dieser Strecke in Andalusien seinen ersten Grand Prix in der 125er-Klasse.

"Ich bin gerührt, weil Marco hier mit dem Caponera-Team seinen ersten Sieg gefeiert hat. Jenkner war damals Zweiter", erinnert sich Paolo Simoncelli gegenüber der 'AS' zurück. Und auch 2005 war Marco in der Achtelliterklasse als Erster über die Ziellinie gefahren.

Nun kletterte Paolo Simoncelli in Jerez auf das Podest, um den Doppelsieg seines Teams zu feiern: "Und jetzt haben wir hier zum ersten Mal gewonnen. Es ist ein Wunder." Zum ersten Mal überhaupt stand ein Fahrer von SIC58 Squadra Corse auf dem Podest. Und gleich wurde es ein Doppelsieg.

Für Antonelli war es der erste Triumph seit Katar 2016. "Es ist eine schwierige Welt, aber es gibt so viele Menschen, die uns lieben", richtet Paolo Simoncelli die Worte an die unzähligen Fans, die weltweit die Erinnerung an die Startnummer 58 hochhalten. "Wir widmen diesen Sieg allen Menschen, die uns lieben."

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