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Wird eine Indy-500-Tradition gebrochen? Garantierte Startplätze "in Diskussion"

Roger Penske deutet an, dass es bei der Qualifikation zum wichtigsten Rennen im IndyCar-Kalender künftig Bevorzugungen für Vollzeit-Teams geben könnte

(Motorsport-Total.com) - Der Monat Mai steht in Indianapolis seit mehr als 100 Jahren im Zeichen des Indy 500. Das gilt nicht nur, weil das Rennen stets Ende Mai stattfindet, sondern weil sich die Trainings und das Qualifying traditionell über mehrere Wochen hinziehen.

Startaufstellung zum Indy 500 2019

Erhalten Vollzeit-Teams der IndyCar-Serie künftig Vorzug im Indy-500-Starterfeld? Zoom

Der Modus für das Qualifying zum Indy 500 wurde in jüngster Vergangenheit mehrfach verändert. So werden die Startplätze in den ersten drei Reihen seit einigen Jahren im Top-9-Shootout ermittelt. Zudem wurde das Format des "Bump Day" mehrfach angepasst, also die Vorgaben, unter denen die letzten der traditionell 33 Startplätze für das Rennen aufgefüllt werden.

Eines war jedoch immer gleich: Für eben diese 33 Startplätze konnten sich bislang sowohl Vollzeit-Teams aus der IndyCar-Serie qualifizieren als auch Teams, die nur beim Saisonhöhepunkt aufkreuzten. Das könnte sich in Zukunft aber ändern.

Roger Penske

Roger Penske: Neuer Besitzer der IndyCar-Serie und des Indianapolis Motor Speedway Zoom

Roger Penske, der neue Besitzer des Indianapolis Motor Speedway und der IndyCar-Serie, schließt nicht aus, dass es beim Indy 500 künftig garantierte Startplätze für die fest in der IndyCar-Serie eingeschriebenen Vollzeit-Teams gibt. Man denkt über ein System nach, das an das Charter-System der NASCAR angelehnt ist.

"Dieses Thema wurde schon in der Vergangenheit diskutiert und ich sehe als es strategische Diskussion in der Führungsetage", so Penske vor wenigen Tagen anlässlich der Bekanntgabe, dass er die Besitzrechte am Indianapolis Motor Speedway (IMS) und der IndyCar-Serie von Hulman & Company übernimmt.

"Momentan möchte ich [zum Thema garantierte Startplätze beim Indy 500] weder einen Kommentar in die eine noch in die andere Richtung abgeben", so Penske und weiter: "Ich finde, ein Teil der Spannung bestand in der Vergangenheit darin, zu sehen, wer es ins Starterfeld schafft. Wir müssen aber auch an die Leute denken, die die gesamte Saison fahren und damit diese Rennserie im gesamten Land, und potenziell weltweit, repräsentieren. Wir müssen sicherstellen, dass das entsprechend gewürdigt wird."

Bedenken, wonach es einen Interessenskonflikt geben könnte, weil das Team Penske künftig gewissermaßen in der eigenen Rennserie an den Start geht, versuchte Roger Penske aber umgehend zu entkräften. "Ich weiß, was Integrität ist und deshalb muss es eine klare Trennung geben", leitete er seine Ausführungen zum Thema Interessenskonflikt ein.

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