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Takuma Sato: "IndyCar macht mehr Spaß als Formel 1"

Der Japaner Takuma Sato findet die Formel 1 nicht mehr so interessant wie zu seiner aktiven Zeit - Die IndyCar-Serie bietet einem Fahrer mehr Spaß und besseres Racing

(Motorsport-Total.com) - Takuma Sato fuhr in seiner Karriere 90 Formel-1-Rennen zwischen 2002 und 2008. Höhepunkt war die starke Saison von BAR-Honda im Jahr 2004. Sato kletterte damals in Indianapolis als Dritter auf das Podest. Damit war er erst der zweite Japaner nach Aguri Suzuki, der an einer Siegerehrung teilnahm. Später schaffte dieses Kunststück auch Kamui Kobayashi. Seit 2010 ist Sato nun in der IndyCar-Serie unterwegs. 2013 feierte er in Long Beach seinen bisher einzigen Sieg. Mit der Formel 1 hat der mittlerweile 39-Jährige nichts mehr zu tun und beobachtet die Geschehnisse aus der Ferne.

Takuma Sato

Seit der Saison 2010 fährt Takuma Sato in der IndyCar-Serie Zoom

Dass in der selbsternannten Königsklasse die Dinge derzeit nicht rund laufen, ist auch Sato nicht entgangen. "Für mich ist die Formel 1 nicht mehr so attraktiv wie früher", findet er in der spanischen 'Marca' deutliche Worte. "Ich verstehe, dass die heutige ökonomische Situation und die hochentwickelte Technologie vieles verändert hat. Aber den Fans gefällt das nicht. Ich bin nicht gegen die Formel 1, weil sie immer eine technologische Herausforderung ist, die mir gefällt."

Waren sich die Formel 1 und die IndyCar-Serie zu Beginn der 1990er-Jahre sehr ähnlich, so unterscheiden sich die Autos heute nicht nur optisch deutlich voneinander. In den USA wird mit einem 2,2 Liter V6-Turbomotor gefahren. Hybridsysteme gibt es nicht. Statt DRS gibt es seit vielen Jahren das "Push-to-Pass"-System. Den Trick, dass zwei unterschiedliche Reifenmischungen im Rennen eingesetzt werden müssen, gab es bei den IndyCars schon lange vor der Formel 1.

Takuma Sato

Insgesamt 90 Formel-1-Rennen startete Takuma Sato in seiner Karriere Zoom

Der wesentliche Unterschied zwischen den Serien besteht darin, dass in den USA Teams gegeneinander antreten und die Formel 1 auf Hersteller setzt. Bei den IndyCars sind die Autos von Chevrolet und Honda auf einem ähnlichen Niveau, das Feld liegt eng beisammen. "Wenn man ein schlechtes Qualifying hat, kann man immer noch das Rennen gewinnen. In der Formel 1 ist das viel komplizierter", weiß Sato aus eigener Erfahrung. "Uns Fahrern machen die IndyCars mehr Spaß."

Auch die Rennstrecken unterscheiden sich in Nordamerika deutlich von den modernen Renntempeln der Formel 1. Dazu kommt die Variation mit den schnellen Ovalkursen. "Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist so hoch, dass wir das Auto präziser als in der Formel 1 einstellen müssen", sagt Sato über die Ovale. Das Rennfahren in den großen "Nudeltöpfen" ist deutlich anders als bei Rundkursen.

Auch die physische und mentale Belastung ist in den Ovalen eine Herausforderung. "Körperlich ist es ähnlich wie zu meiner Zeit in der Formel 1", vergleicht der Japaner. "Die Formel 1 ist auf der Geraden sehr schnell, aber die Fliehkräfte in den Kurven sind geringer als bei den IndyCars. In den Ovalen wird das multipliziert, wir sind jetzt bei 6G. In der Formel 1 habe ich das nie gesehen. Dort dauert eine Kurve zwei Sekunden, in den Ovalen scheint die Kurve nie zu enden."

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