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Montoya lässt's krachen: Der alte Draufgänger ist zurück

Der Kolumbianer erklärt, wie er seinen Killer-Instinktwiedergefunden hat, wie schmerzhaft das Jahr 2014 war und warum er "doch nicht so bescheuert" ist

(Motorsport-Total.com) - Juan Pablo Montoya hat Selbstvertrauen getankt: Nach seinem Sieg beim IndyCar-Auftakt in St. Petersburg am Sonntag lässt der Kolumbianer verlauten, dass er zu alter Zuversicht zurückgefunden hätte. Bisweilen für raue Sitten auf der Piste bekannt, will er Qualitäten im Zweikampf zunächst verloren und wiedergefunden haben. "Im vergangenen Jahr dachte ich bei Restarts nur: 'Schieß' bloß niemanden ab!' Es hat einfach alles Klick gemacht", sagt ein entzückter Montoya im Nachgang des Rennens.

Juan Pablo Montoya

Montoya will auch auf Straßenkursen wieder kraftvoll zubeißen Zoom

Zögerliche Manöver, wie sie 2014 zu beobachten waren, sollen der Vergangenheit angehören. "Ich wollte überholen, war hinter dem Auto und hatte nicht genügend Zeit, meine Chance zu suchen", erinnert sich Montoya mit Unbehagen an das Jahr seines Comebacks. Der Kuschelkurs gehört allerdings der Vergangenheit an: "Bei diesen Restarts wusste ich, wie spät ich bremsen und die Kurve dennoch erwischen kann", so der Penske-Star. "Ich suchte nach der Lücke, wie ich immer nach der Lücke suche."

Schlüssel zum Erfolg war auch, dass das Team mit seinem Promipiloten in St. Petersburg einen eigenen Weg beim Setup einschlug und ganz anders arbeitete als mit Will Power, Helio Castroneves und Simon Pagenaud. "Ich habe das Rennen gewonnen. So bescheuert bin ich wohl doch nicht", schmunzelt Montoya. Das Jahr 2014 bezeichnet er rückblickend als enttäuschend. Besonders auf Straßenkursen hätte er gelitten und "schmerzhafte" Erfahrungen gemacht.

Obwohl er mit Siegen beim Formel-1-Rennen in Monaco und dem Formel-3000-Rennen in Pau auf diesem Parkett bedeutende Erfolge in der Vita stehen hat, bereitete ihm gerade das gelobte Land die größten Probleme. "Ich bin jemand, der auf allen Straßenkursen über sich hinausgewachsen ist. Zurückzukommen und ein Jahr mit wirklich schlechten Auftritten auf Straßenkursen zu erleben, war schon ein hartes Brot", erklärt der 39-Jährige.

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