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Long Beach: Franchitti auf Pole - Andretti und Dixon bestraft

Dario Franchitti holt die Pole-Position von Long Beach - Ryan Hunter-Reay knapp geschlagen, Strafen für Scott Dixon und Marco Andretti

(Motorsport-Total.com) - Dario Franchitti erwischte einen wahren Horrorstart in die IndyCar-Saison 2013. In St. Petersburg und im Barber Motorsports Park landete der vierfache IndyCar-Champion jeweils nur auf Platz 25 und belegt in der Gesamtwertung derzeit den letzten (!) Platz. Pünktlich zu seinem 250. IndyCar-Start gab der Schotte nun ein kräftiges Lebenszeichen von sich: Mit einer Runde von 1:07,238 Minuten holte sich Jubilar Franchitti die prestigeträchtige Pole-Position von Long Beach.

Dario Franchitti

Jubilar Dario Franchitti beginnt seine persönliche IndyCar-Saison in Long Beach Zoom

Das Aufatmen war weithin spürbar. "Das bedeutet mir eine Menge", freute sich der 39-jährige Ganassi-Pilot. "Schon in Barber hatten wir ein schnelles Auto, haben es dann aber in der Qualifikation vermasselt. Heute war es einfach nur schön, ein gutes Auto zu fahren und alles herausholen zu können. Ich kann mich nur bei allem im Team bedanken, denn wir haben wirklich einen hundsmiserablen Saisonstart hingelegt." Nun muss er am Sonntagabend ab 22:45 Uhr eigentlich "nur" noch die 80 Long-Beach-Runden überstehen ...

Startplatz zwei ging an den amtierenden IndyCar-Champion Ryan Hunter-Reay (Andretti-Chevrolet; 1:07,293), der sich anschließend nicht ganz zufrieden zeigte. "Das war Pech", meinte Hunter-Reay mit Blick auf die knappe Entscheidung im dritten Segment. "Die Pole um eine halbe Zehntelsekunde zu verlieren, ist schlimmer als wenn es vier Zehntel gewesen wären." Sein Trost: "Wir werden morgen nachlegen, immerhin starten wir aus der ersten Reihe."

Diese verpasste Will Power (Penske-Chevrolet; 1:07.399) als Dritter. Der Vorjahressieger aus Australien gab sich jedoch mit seiner Platzierung zufrieden: "Es ist alles so knapp, da war es schon gut, dass wir überhaupt in den Top 6 gelandet sind", sagte Power. "Ich bin zufrieden mit Startplatz drei, das ist eine gute Ausgangsposition." Direkt neben Power steht Takuma Sato (Foyt-Honda; 1:07,447), der sich in allen drei Qualifikationssegmenten schadlos hielt und sich souverän weit nach vorne kämpfte.

Dixon startet als Letzter

Ein starker IndyCar-Rückkehrer Mike Conway fuhr in seinem Rahal-Honda in 1:07,194 Minuten in Q2 die absolut schnellste Runde der Long-Beach-Qualifikation, konnte diese Marke in Q3 aber nicht mehr wiederholen und wurde in 1:07,599 Minuten Fünfter. Rang sechs ging an den zweiten Penske-Chevy von Helio Castroneves, der in Q2 Andretti-Pilot James Hinchcliffe (7.) den Einzug in die Firestone-Fast-Six verwehrte. Castroneves war dabei in 1:07,434 Minuten um ganze zwei Tausendstelsekunden schneller als der Kanadier (1:07,436).


Fotos: IndyCars in Long Beach


Tony Kanaan holte als Achter eine Top-10-Platzierung für KV Racing, während seine Teamkollegin Simona de Silvestro (20.) in der stark besetzten zweiten Gruppe von Q1 hängenblieb. Die 24-jährige Schweizerin musste in ihrer Gruppe gegen alle drei Penske-Piloten und drei der vier starken Andretti-Fahrer antreten. Überhaupt kam es in dieser zweiten Gruppe im ersten Segment zu einigen Turbulenzen. Im Mittelpunkt standen dabei Scott Dixon (Ganassi-Honda) und Oriol Servia (Dreyer/Reinbold-Chevrolet).


DIe Höhepunkte der Long-Beach-Qualifikation

Dixon drehte sich in Kurve 1, was den direkt dahinter fahrenden Servia natürlich behinderte. "Ich hatte nur die Wahl, entweder Scott zu treffen oder in die Reifenstapel zu fahren", schilderte der Spanier. Zunächst bestrafte die Rennleitung beide Piloten, was nach einem Protest des Dreyer/Reinbold-Teams aber zurückgenommen wurde. "Sie müssen schon ihren guten Menschenverstand einsetzen und nicht immer nur auf die Papiere blicken", argumentierte Mitbesitzer Robbie Buhl.

Marco Andretti ebenfalls bestraft

So kann Servia am Sonntagabend aus Startplatz 18 heraus ins Rennen gehen. Für Dixon gab es natürlich keine Gnade: Dem Neuseeländer wurden seine beiden schnellsten Runden gestrichen, was ihn auf den 27. und letzten Startplatz zurückwarf. So weit hinten stand der Ganassi-Pilot in seiner langen IndyCar-Karriere noch nie. "Eine harte Entscheidung", kommentierte Dixon. Sein Argument: "Mein Auto lief noch und ich bin ja aus eigener Kraft weitergefahren."

Simon Pagenaud

Simon Pagenaud: Nach der Trainingsbestzeit nur Startplatz 17 Zoom

Natürlich wurde es in den Straßen von Long Beach auch einige Male eng, was wie in Barber zu einigen Blockademanövern führte. Es erwischte Marco Andretti, der sich als Sechster eigentlich für Q2 qualifiziert hätte. Dem Andretti-Piloten wurde vorgeworfen, J.R. Hildebrand (Panther-Chevy; 12.) blockiert zu haben. "Es mussten einige Fahrer in die Bremsen steigen, aber mich bestrafen sie", meckerte Andretti. "Das ist schon frustrierend". Seine beiden schnellsten Runden wurden ebenfalls gestrichen, Startplatz 26 ist die bittere Konsequenz.

Die große Überraschung war das frühe Scheitern von Simon Pagenaud, der im dritten Freien Training noch die Bestzeit gefahren war. "Wir haben es einfach nicht geschafft, die Reds zum Arbeiten zu bringen", sagte der 28-jährige Franzose, der gleich in der ersten Gruppe von Q1 hängenblieb. Pagenaud wird am Sonntagabend nur aus Startposition 17 ins Rennen gehen. Seinem Schmidt-Teamkollegen Tristan Vautier erging es keinen Deut besser: Der schnelle Rookie steht als 19. noch eine Reihe hinter Pagenaud.

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