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IndyCar-Test: Aeroscreen-Probleme noch immer nicht gelöst

Obwohl die IndyCar-Teams bei den Testfahrten in Austin mit zahlreichen Belüftungen experimentierten, bleiben die Sorgen bestehen

(Motorsport-Total.com) - Noch immer kämpft die IndyCar-Serie mit den Belüftungsproblemen beim neuen Cockpitschutz Aeroscreen. Das von Red Bull Technologies entwickelte Konzept hat schon bei den experimentellen Testfahrten im Oktober Bedenken auf sich gezogen. Diese sind auch vier Wochen vor Saisonstart noch nicht restlos ausgeräumt.

Takuma Sato

Der IndyCar-Cockpitschutz hat in vielen Bereichen, aber noch nicht restlos überzeugt Zoom

Die Teams warteten bei den offiziellen Testfahrten auf dem Circuit of the Americas diese Woche mit verschiedenen Lösungen zur Helmbelüftung auf, wie man sie von Touren- und Sportwagen kennt. Bei Temperaturen von unter 15 Grad Celsius gab es keine Probleme. Aber was, wenn im Hochsommer bei 35 Grad gefahren werden sollte?

Ein Fahrer, der namentlich nicht genannt werden möchte, sagt gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass noch viel Arbeit bevorstehe. "COTA ist eine relativ schnelle Strecke und man hat eine gute Luftzirkulation. Im April [beim Rennen] sollte es hier auch nicht zu heiß werden. Mehr Sorgen machen mir die Rennen im Sommer, wenn wir mit unter 100 km/h dem Pace-Car hinterherschleichen."

IndyCar hat auf die Kritik im vergangenen Oktober mit Belüftungsschlitzen in der Nase unmittelbar vor dem Cockpit reagiert, die bei grellen Farben deutlich sichtbar sind. Sind diese vielleicht zu klein ausgefallen?


Fotostrecke: Die Autos der IndyCar-Saison 2020

"Ich glaube nicht, dass das das Problem ist", antwortet der anonyme Fahrer. "Ich glaube, dass es mehr der Luftstrom an sich ist, wie er sich im Cockpit verteilt. Er scheint einfach den Helm nicht zu erreichen." Weil der Aeroscreen nach oben offen ist, entsteht ein Unterdruck. Der Luftstrom könnte so schlicht am Helm vorbeigeleitet werden. Auch die Belüftungsschläuche für den Helm schaffen keine ausreichende Abhilfe.

Viel Lob für alles Weitere

Ein Fahrer, der mit der namentlichen Nennung einverstanden ist, ist Charlie Kimball, der Vollzeit in die IndyCar-Serie bei A.J. Foyt Racing zurückkehrt. "Es gibt noch ein paar Belüftungsprobleme, an denen wir arbeiten müssen", findet er.

Graham Rahal (RLL) spricht nur davon, dass es "etwas wärmer" im Auto gewesen sei als normal. Zach Veach (Andretti) geht noch weiter: "Für diese kühlen Bedingungen war die Belüftung vielleicht ein bisschen zu gut!"

Simon Pagenaud

Die Belüftung vor dem Cockpit ist bei hellen Farben gut zu erkennen Zoom

Davon abgesehen sind die Fahrer begeistert vom Aeroscreen: Obwohl die Strecke stellenweise noch feucht war, gab es keine Probleme mit der Sicht. "Nur bei Sonnenuntergang war der Schmutz gut zu sehen, das sollten wir uns anschauen", findet Ganassi-Pilot Felix Rosenqvist. Auch alle anderen Fahrer äußersten sich voll des Lobes über die bessere Sicht.

Kimball kann dem fehlenden Luftstrom sogar noch Positives abgewinnen: "Alles ist im Cockpit jetzt viel leiser und man versteht die Funkansagen viel besser. Wenn wir noch rauskriegen, wie wir an einem heißen Sommertag einen kühlen Kopf behalten, sieht es gut aus."

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