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IndyCar Mid-Ohio: Scott McLaughlin siegt - Will Power von ganz hinten auf P3

Jubel im Doppelpack für Penske: Während Scott McLaughlin seinen zweiten IndyCar-Sieg erringt, stürmt Will Power nach frühem Dreher noch auf das Podium

(Motorsport-Total.com) - Starke Vorstellung des Chevrolet-befeuerten Penske-Teams beim Honda Indy 200 auf dem Mid-Ohio Sports Car Course: Scott McLaughlin gewann das neunte Rennen der laufenden IndyCar-Saison 2022 und hat damit seinen zweiten Sieg (nach St. Petersburg) gefeiert.

Scott McLaughlin, Alex Palou

Zweiter IndyCar-Sieg für Supercars-Star Scott McLaughlin (Penske-Chevrolet) Zoom

Will Power, der sich in der ersten Runde des Rennens im Hinterfeld gedreht hatte und auf die 27. und letzte Position zurückgefallen war, stürmte als Dritter noch auf das Podest. Und auch Josef Newgarden zeigte von P14 in der Startaufstellung ein starkes Rennen, das er auf P7 beendete. (Fotos: IndyCar in Mid-Ohio)

"Das war ein hartes Stück Arbeit. Entscheidend war unser Drive aus den Kurven heraus", so McLaughlin, der sich im letzten Stint des Rennens der Angriffe des amtierenden IndyCar-Champions Alex Palou (Ganassi-Honda; 2.) erwehren musste. (Ergebnis: IndyCar in Mid-Ohio)

Patricio O'Ward auf Pole - Will Power dreht sich in Runde 1

Von der Pole ging Patricio O'Ward (McLaren-Chevrolet) ins Rennen. Während sich der Mexikaner am Samstag zum neunten Polesetter im neunten Qualifying der Saison machte, verbockten die Top 3 der IndyCar-Gesamtwertung ihr Qualifying allesamt.

Tabellenführer Marcus Ericsson war auf Startplatz 13 noch der Bestplatzierte des Trios. Penske-Pilot Josef Newgarden ging von P14 ins Rennen, dessen Teamkollege Will Power gar nur von P21. Und für Power ging es zu Beginn gleich mal schief.

Nur fünf Kurven nach dem Start geriet Power im Hinterfeld mit Takuma Sato (Coyne-Honda) aneinander und drehte sich. Damit war der Tabellenzweite Letzter im Rennen. Am anderen Ende des Feldes hatte Polesetter O'Ward den Start gewonnen. Er kam aus der ersten Runde als Spitzenreiter vor Scott McLaughlin und seinem eigenen McLaren-Teamkollegen Felix Rosenqvist zurück.

Rosenqvist aber musste seinen McLaren-Chevrolet schon acht von 80 Runden an dritter Stelle liegend mit qualmendem Motor abstellen - erster von fünf Ausfällen im Rennen. Im Gegensatz dazu machte Teamkollege O'Ward in der Anfangsphase das Tempo.

O'Ward verliert Leistung und die Führung

Nach 29 Runden kam O'Ward als Spitzenreiter zum ersten Boxenstopp. Kurz zuvor aber hatte er über Funk hektisch durchgegeben: "Ich verliere Leistung!". Nahezu zeitgleich mit O'Wards Boxenstopp krachte Kyle Kirkwood (Foyt-Chevrolet) in Kurve 9 in die Reifenstapel. Eine Gelbphase gab es aber nicht sofort.

McLaughlin, der die Führung geerbt hatte, kam eine Runde später (Runde 30) zusammen mit Scott Dixon (Ganassi-Honda), Colton Herta (Andretti-Honda) und Marcus Ericsson (Ganassi-Honda) an die Box. Erst danach schaltete die Rennleitung doch auf Gelb - ein Vorteil für alle die, die erst in Runde 30 stoppten.

Beim Restart lag McLaughlin in Front. Zweiter war Alex Palou (Ganassi-Honda), der etwas früher unter Grün gestoppt hatte. O'Ward war nur noch Dritter, gefolgt von Herta und Dixon. Eine Kollision zwischen Jack Harvey (Rahal-Honda) und Dalton Kellett (Foyt-Chevrolet) in Kurve 2, die für Kellett in einem Dreher endete, sorgte direkt für die nächste Gelbphase.

Colton Herta zockt sich in Führung, aber ...

Beim nächsten Restart verteidigte sich McLaughlin abermals gegen Palou. Derweil fiel O'Ward hinter Herta zurück und büßte kurz darauf aufgrund des von ihm gemeldeten Leistungsverlusts weitere Positionen ein. Ins Ziel kam der Polesetter letzten Endes gar nicht, denn beim zweiten Boxenstopp sprang das Auto nicht mehr an - technisch bedingter Doppelausfall für McLaren SP nach P1 und P4 im Qualifying.


IndyCar 2022: Mid-Ohio

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In der Spitzengruppe ging es für die meisten in der 53. Runde zum zweiten und letzten Boxenstopp. Josef Newgarden war eine Runde früher drin, Colton Herta aber kam in dieser Phase gar nicht an die Box. Tatiana Calderon (Foyt-Chevrolet) war ausgerollt. Aber wie schon zuvor beim Crash ihres Teamkollegen Kyle Kirkwood schaltete die Rennleitung nicht sofort auf Gelb.

Der Großteil der Fahrer rechnete mit Gelb und bog zum Reifenwechsel und Auftanken ab. Herta aber blieb auf der Bahn. Und auch als es aufgrund des gestrandeten Autos von Calderon tatsächlich Gelb gab, stoppte Herta nicht. So führte er beim Restart und hatte McLaughlin und Palou hinter sich. Den größten Vorwärtsdrang aber entwickelte Will Power, der sich in ersten Runde gedreht hatte und seither auf Aufholjagd befand.

Andretti-Kollisionen: Rossi vs. Grosjean und Grosjean vs. Herta

Power lag schon wieder in den Top 5, als es in Runde 59 die nächste Gelbphase gab. Auslöser war eine teaminterne Kollision. Es betraf die Andretti-Teamkollegen Alexander Rossi und Romain Grosjean, die sich in Kurve 2 ins Gehege kamen. Grosjean strandete im Gras. Rossi, der nach Ansicht von Grosjean der Auslöser war, fuhr mit jeder Menge Zeit- und Positionsverlust weiter.

Colton Herta - Andretti-Teamkollege von sowohl Rossi als auch Grosjean - nutzte diese Gelbphase endlich zu seinem zweiten Boxenstopp. Damit ging die Führung wieder an Scott McLaughlin über. Alex Palou war beim Restart Zweiter und Will Power nach seiner furiosen Aufholjagd schon Dritter.

Herta reihte sich nach seinem späten Stopp an fünfter Stelle hinter Rinus VeeKay wieder ins Feld ein, wurde aber kurz nach dem Restart ausgerechnet von Teamkollege Grosjean von der Piste gefahren und fiel seinerseits weit zurück. Die Platzierungen im Ziel: Herta P15, Rossi P19, Grosjean P21.

McLaughlin siegt knapp vor Palou - Power der Mann des Rennens

In der Spitzengruppe betraf der Unterschied die Reifen. Denn während McLaughlin und Palou im letzten Stint die harten Reifen (Blacks) drauf hatten, fuhren die von Power angeführten Verfolger auf den weichen Reifen (Reds). Somit hatten die Verfolger mehr Grip zur Verfügung, mussten aber mit geringerer Lebenszeit der Reifen haushalten.

Letzten Endes wurde das Podium in genau der Reihenfolge besetzt wie schon beim Saisonauftakt Ende Februar auf dem Stadtkurs in St. Petersburg. McLaughlin siegte vor Palou und Power.

Während McLaughlin abermals den Attacken des amtierenden IndyCar-Champions standhielt und mit einer halben Sekunde Vorsprung siegte, war Power der Mann des Rennens.

Will Power

Will Power startete von P21, lag nach der ersten Runde auf P27 und schloss auf P3 ab Zoom

Nach seinem Dreher in der ersten Runde und einem vorgezogenen ersten Boxenstopp, den er direkt in der Gelbphase für Rosenqvists Motorschaden einlegt hatte, hatte sich Power sukzessive wieder nach vorn gearbeitet. Eine solche Aufholjagd von der vorübergehenden 27. Position im Rennen bis auf das Podium sieht man selbst in der IndyCar-Serie nicht alle Tage.

Rinus VeeKay und Scott Dixon rundeten die Top 5 ab. Tabellenführer Marcus Ericsson, der vom 13. Startplatz losgefahren war, kam auf P6 ins Ziel hat damit die Spitzenposition in der IndyCar-Gesamtwertung 2022 verteidigt. Will Power hat nach seiner furiosen Fahrt nur noch 20 Punkte Rückstand. Josef Newgarden, der im Rennen von P14 bis auf P7 nach vorn gefahren ist, liegt weiter auf dem dritten Tabellenplatz.

Jimmie Johnson holt sein bisher bestes Rundkurs-Ergebnis

David Malukas (Coyne-Honda) schloss im Rennen auf P9 als bester Rookie ab. Damit lag er im Ziel hinter Helio Castroneves (Shank-Honda; 8.) und vor dessen Teamkollege Simon Pagenaud (10.).

Jimmie Johnson (Ganassi-Honda) kam vom letzten Startplatz nach einer der besten Fahrten seiner IndyCar-Karriere auf Platz 16 ins Ziel. Für den siebenmaligen NASCAR-Champion ist es das beste Ergebnis abseits eines Ovals. Auf dem Texas Motor Speedway hatte Johnson im März dieses Jahres P6 belegt. Auf einer Rundstrecke oder einem Stadtkurs aber war er bis zum Sonntag in Mid-Ohio nicht über P17 hinaus gekommen.

Weiter geht es in zwei Wochen mit einem Comeback nach zwei Jahren coronabedingter Pause. Am 17. Juli fährt die IndyCar-Serie erstmals seit 2019 wieder ein Rennen außerhalb der USA, und zwar auf dem Stadtkurs in Toronto in Kanada.

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